Kurz erklärt

Unterer Dachrand, an dem Regenwasser in die Dachrinne läuft.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Traufe einfach erklärt

Was ist die Traufe?

Die Traufe ist der untere, meist waagerechte Rand eines geneigten Daches. Hier läuft das Regenwasser von der Dachfläche in die Dachrinne. Bei einem Satteldach gibt es zwei Traufseiten, an den beiden anderen Seiten liegen die Giebel mit dem Ortgang. Ragt das Dach über die Außenwand hinaus, bildet die Traufe zugleich die Vorderkante des Dachüberstands.

An der Traufe treffen mehrere Bauteile zusammen. Die Dachrinne hängt an Rinnenhaltern. Ein Traufblech leitet Wasser, das unter den Ziegeln auf der Unterspannbahn abläuft, in die Rinne. Bei vielen Dächern strömt an der Traufe außerdem Luft unter die Deckung, die am First wieder austritt. Gitter an den Öffnungen halten Vögel und Insekten fern.

Warum ist sie wichtig?

An der Traufe kommt das Wasser der ganzen Dachfläche an. Ist die Rinne verstopft, zu klein oder hängt sie durch, läuft es über. Dann werden Stirnbretter, Sparrenenden und Fassade immer wieder nass. Endet die Unterspannbahn nicht richtig über der Rinne, kann Wasser auch unbemerkt in Dachrand und Außenwand gelangen. Holz im Traufbereich kann dann faulen.

Im Winter kann Schmelzwasser vom Dach an der kalten Traufe wieder gefrieren. Eis und Eiszapfen belasten die Rinne, und hinter einem Eisrand kann sich Wasser stauen und unter die Ziegel gelangen. Außerdem ist die Traufe ein häufiger Zugang für Tiere: Marder, Vögel oder Wespen nutzen Lücken, um in den Dachraum zu kommen. Die Lüftungsöffnungen dürfen trotzdem nicht einfach verschlossen werden.

Wann wird sie zum Thema?

  • Wenn die Rinne überläuft oder sich unter dem Dachrand Wasserflecken, Algen oder abblätternde Farbe an der Fassade zeigen.
  • Bei Schäden am Holz: dunkle, weiche oder rissige Stirnbretter, Sparrenenden oder Verkleidungen an der Unterseite des Dachüberstands.
  • Wenn Tiere einziehen: Geräusche im Dachraum, Nester oder reger Flugverkehr am Dachrand sind typische Hinweise.
  • Bei einer Fassadendämmung, etwa mit einem Wärmedämmverbundsystem. Die Wand wird dicker, und der Anschluss an die Traufe muss neu geplant werden.
  • Bei einer Neueindeckung oder einer Dämmung auf den Sparren, die das Dach höher macht. Traufblech, Lüftung und Rinne werden dann angepasst.

Gut zu wissen

  • Reparaturen an der Traufe, das Reinigen der Rinne und das Anbringen von Schutzgittern gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände eines Fachbetriebs.
  • Lüftungsöffnungen an der Traufe müssen frei bleiben. Verschließen Sie sie nicht mit Dämmstoff, Schaum oder dichten Abdeckungen. Schutzgitter sollen Tiere abhalten und Luft durchlassen.
  • Nisten Vögel an der Traufe oder leben dort Fledermäuse, sind ihre Brut- und Ruhestätten geschützt. Sie dürfen nicht einfach verschlossen oder entfernt werden. Klären Sie das vorher mit der unteren Naturschutzbehörde.
  • Bebauungspläne legen häufig fest, wie hoch die Traufe höchstens liegen darf. Das kann bei einer Aufstockung oder einer Dämmung auf den Sparren wichtig werden. Klären Sie das vorher mit dem Bauamt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Traufe, First und Ortgang?

Alle drei sind Ränder oder Kanten eines geneigten Daches. Die Traufe ist der untere Rand mit der Dachrinne, der First die oberste Linie, an der zwei Dachflächen zusammentreffen. Der Ortgang ist der seitliche Rand am Giebel.

Was bedeutet Traufhöhe?

Die Traufhöhe gibt an, wie hoch die Traufe über einem festgelegten Bezugspunkt liegt, etwa dem Gelände oder der Straße. Häufig wird bis zu dem Punkt gemessen, an dem sich Außenwand und Dachhaut schneiden. Wie genau gemessen wird, legt der jeweilige Bebauungsplan fest, im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.

Woran erkenne ich Schäden an der Traufe?

Hinweise sind eine überlaufende oder durchhängende Rinne, nasse Stellen und Streifen an der Fassade direkt unter dem Dach, dunkle oder weiche Hölzer sowie lose Bleche oder Gitter. Dann sollte ein Dachdecker- oder Zimmereibetrieb nachsehen.

Wie schütze ich die Traufe vor Mardern und Vögeln?

Ein Fachbetrieb kann Lücken mit Gittern oder Kämmen schließen, die Tiere abhalten und Luft durchlassen. Vorher muss feststehen, dass keine Tiere mehr im Dach sind, und brütende Vögel oder Fledermäuse sind zusätzlich geschützt. Dichte Verschlüsse sind keine Lösung, weil sie die Belüftung des Dachaufbaus unterbrechen.

Was kostet es, die Traufe instand zu setzen?

Das hängt vom Schaden ab, etwa ob nur Gitter oder Bleche erneuert werden oder auch Holz, Rinne und Unterspannbahn, und davon, ob ein Gerüst nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung Schäden an der Traufe?

Schäden durch Sturm oder Hagel sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Fäulnis, Verschleiß und Folgeschäden durch eine verstopfte Rinne sind dagegen oft nicht oder nur eingeschränkt versichert. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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