Ausführlich erklärt
Marder einfach erklärt
Was ist ein Marder?
Marder sind kleine Raubtiere mit langem, schlankem Körper und buschigem Schwanz. Am Haus ist fast immer der Steinmarder gemeint, auch Hausmarder genannt. Er ist etwa so groß wie eine Hauskatze, hat ein graubraunes Fell und einen hellen, oft gegabelten Kehlfleck. Steinmarder leben gern in der Nähe von Menschen. Sie sind vor allem nachts unterwegs und schlafen tagsüber in einem geschützten Versteck.
Ein solches Versteck findet der Marder oft im Dach. Zwischen Dämmung, Unterspannbahn und Eindeckung ist es warm, trocken und ruhig. Dort zieht er im Frühjahr auch seine Jungen auf. Ins Dach gelangt er über Fallrohre, Kletterpflanzen, Bäume am Haus oder angrenzende Dächer. Er klettert sehr gut und schlüpft schon durch kleine Lücken, etwa an der Traufe, am Dachüberstand oder unter verschobenen Ziegeln.
Warum ist der Marder ein Thema fürs Haus?
Ein Marder im Dach ist mehr als eine Lärmbelästigung. Er zerwühlt Dämmung, um sich ein Lager zu bauen, und zerreißt dabei oft auch die Dampfbremse oder die Unterspannbahn. Dann kann feuchte Raumluft in die Konstruktion strömen oder Regen eindringen. Die Dachdämmung verliert an Wirkung, und es drohen Feuchteschäden. Auch Kabel und Leitungen im Dachraum werden mitunter angebissen.
Hinzu kommen Kot, Urin und Beutereste. Sie riechen stark, können an Decken Flecken hinterlassen und Krankheitserreger enthalten. Oft bleibt ein Marder lange unbemerkt. Wird er entdeckt, ist der Schaden in der Dämmung meist größer, als es von außen aussieht.
Wann wird der Marder zum Thema?
- Bei nächtlichen Geräuschen im Dach, etwa Poltern, Kratzen oder Fauchen. Lauter wird es oft im Frühsommer, wenn die Jungtiere aktiv werden, und während der Paarungszeit im Sommer.
- Bei Spuren am Haus: Kot, Beutereste oder Kratzspuren an Fallrohren, Fassade oder Dachrand.
- Bei Geruch oder Flecken an Decken im Obergeschoss oder auf dem Dachboden.
- Bei einer Neueindeckung oder Dachsanierung: Dann lassen sich Zugänge dauerhaft verschließen.
Gut zu wissen
- Marder unterliegen dem Jagdrecht. Fangen oder töten dürfen sie nur dazu berechtigte Personen und auch das nur außerhalb der Schonzeiten. Wenden Sie sich an einen Jäger, die untere Jagdbehörde oder einen Fachbetrieb für Marderabwehr.
- Der wichtigste Schutz ist, die Zugänge zu verschließen, etwa mit Gittern an Traufe und Lüftungsöffnungen und mit glatten Manschetten an Fallrohren. Arbeiten am Dach gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände eines Dachdeckerbetriebs.
- Verschließen Sie Zugänge erst, wenn sicher kein Tier mehr im Dach ist. Im Frühjahr und Frühsommer können sonst Jungtiere eingesperrt werden und verenden.
- Gerüche, Licht, Lärm oder Ultraschallgeräte sollen Marder vertreiben. Sie wirken oft nur eine Zeit lang und ersetzen den Verschluss der Zugänge nicht.
- Marderschäden gehören in der Regel nicht zur Grundversicherung der Wohngebäudeversicherung. Manche Verträge schließen Schäden durch Tierbiss ein oder bieten sie als Zusatz an. Prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass ein Marder im Dach ist?
Typisch sind Poltern, Kratzen oder Fauchen in der Nacht, Kot und Beutereste auf dem Dachboden oder am Haus, starker Geruch und zerwühlte Dämmung. Manchmal finden sich auch Fetzen von Folie oder Dämmstoff in der Dachrinne.
Wie werde ich einen Marder im Dach wieder los?
Dauerhaft hilft nur, die Zugänge zu finden und zu verschließen, sobald das Tier das Dach verlassen hat und keine Jungtiere mehr darin sind. Vertreibungsmittel wirken meist nur vorübergehend. Ein Fachbetrieb für Marderabwehr kann Zugänge aufspüren und prüfen, ob das Dach leer ist.
Darf ich einen Marder selbst fangen?
In der Regel nicht. Marder unterliegen dem Jagdrecht, und wer sie außerhalb der Schonzeiten fangen darf, regelt das Jagdrecht des Landes. Wenden Sie sich an einen Jäger oder an die untere Jagdbehörde.
Zahlt die Versicherung Marderschäden am Haus?
Schäden durch Marder gehören in der Regel nicht zu den Grundgefahren der Wohngebäudeversicherung. Manche Verträge schließen Schäden durch Tierbiss ein oder bieten sie als Zusatz an, oft mit einer Entschädigungsgrenze. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
Was kostet es, einen Marderschaden zu beheben?
Das hängt davon ab, wie viel Dämmung, Folie oder Leitung ersetzt werden muss, wie gut der Dachraum zugänglich ist und wie viele Zugänge zu verschließen sind. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.
Ist Marderkot gefährlich?
Kot und Urin von Wildtieren können Krankheitserreger enthalten. Fassen Sie Hinterlassenschaften nicht mit bloßen Händen an und lassen Sie stark verschmutzte Dämmung von einem Fachbetrieb entfernen. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
