Kurz erklärt

Waagerechter Tragbalken im Dachstuhl, auf dem Sparren aufliegen können.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

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Pfette einfach erklärt

Was ist eine Pfette?

Eine Pfette ist ein waagerechter Balken im Dachstuhl, der parallel zum First verläuft. Auf ihr liegen die Sparren auf, und sie gibt deren Last an Stützen oder Wände weiter. Nach der Lage unterscheidet man die Firstpfette unter dem First, Mittelpfetten zwischen First und Traufe und die Fußpfette am unteren Ende der Sparren. Diese liegt meist auf der Außenwand oder auf einem Kniestock, also einer niedrigen Außenwand im Dachgeschoss.

Getragen werden Pfetten von Wänden, etwa den Giebelwänden, oder von senkrechten Stützen, auch Stuhlsäulen genannt. Schräge Hölzer zwischen Stütze und Pfette, die Kopfbänder, steifen die Konstruktion in Längsrichtung aus. Typisch sind Pfetten für das Pfettendach, sie kommen aber auch in anderen Dachstühlen vor. Ragt eine Pfette am Giebel über die Wand hinaus, trägt sie dort oft den Dachüberstand.

Warum ist sie wichtig?

Eine Pfette sammelt die Lasten vieler Sparren. Gibt sie nach, ist nicht ein einzelner Sparren betroffen, sondern ein ganzer Abschnitt des Daches. Ein durchhängender First kann deshalb auf eine überlastete oder geschädigte Firstpfette hinweisen. Ebenso wichtig sind die Auflager: Wo eine Pfette in einer Wand liegt, kann Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk das Holz über Jahre unbemerkt schädigen.

Besonders gefährdet ist oft die Fußpfette an der Traufe. Gelangt dort Wasser hinein, etwa über eine verstopfte Dachrinne oder eine schadhafte Bahn unter den Ziegeln, bleibt das Holz lange nass. Beim Dachausbau stehen zudem Stützen und Kopfbänder im Weg. Werden sie ohne Planung entfernt oder gekürzt, verliert die Pfette ihre Unterstützung. Die Folgen zeigen sich manchmal erst unter einer großen Schneelast.

Wann wird sie zum Thema?

  • Beim Ausbau des Dachgeschosses: Stützen und Kopfbänder schränken die Nutzung ein. Ob sie versetzt oder ersetzt werden können, klärt eine Tragwerksplanung.
  • Bei Feuchte an den Auflagern: dunkle Stellen, Modergeruch oder bröckeliges Holz dort, wo die Pfette in einer Wand liegt.
  • Wenn der First durchhängt oder sich die Dachfläche sichtbar verformt.
  • Bei einer Dachsanierung: Ist die Eindeckung an der Traufe offen, lassen sich Fußpfette und Verankerung gut prüfen.
  • Bei Anzeichen von Holzschädlingen, etwa ovalen Ausfluglöchern, die auf den Hausbock hinweisen können.

Gut zu wissen

  • Pfetten, Stützen und Kopfbänder sind tragende oder aussteifende Bauteile. Eingriffe gehören vorher in die Hände einer Tragwerksplanung, ausgeführt werden sie von einem Zimmereibetrieb. In Hessen brauchen solche Eingriffe im Innern bestehender Gebäude in der Regel keine Baugenehmigung. Ausgeführt werden dürfen sie aber erst, wenn eine dafür berechtigte Person die statisch-konstruktive Unbedenklichkeit festgestellt und der Bauherrschaft bescheinigt hat.
  • Damit Sturm das Dach nicht abhebt, müssen Sparren, Pfetten und Mauerwerk fest miteinander verbunden sein, heute meist mit Metallverbindern. Bei älteren Dächern sollte das bei einer Sanierung geprüft werden.
  • Pfettenenden, die am Giebel aus der Wand ragen, sind der Witterung ausgesetzt. Eine Abdeckung oder ein intakter Anstrich schützt sie.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Pfette und Sparren?

Pfetten liegen waagerecht und verlaufen parallel zum First. Sparren verlaufen schräg von der Traufe zum First und liegen auf den Pfetten auf, sofern das Dach welche hat. Die Pfette trägt also die Sparren, die Sparren tragen die Dachfläche.

Was sind Firstpfette, Mittelpfette und Fußpfette?

Die Namen beschreiben die Lage im Dach. Die Firstpfette liegt unter dem First, Mittelpfetten liegen zwischen First und Traufe, und die Fußpfette liegt am unteren Ende der Sparren auf der Außenwand oder dem Kniestock.

Darf ich eine Stütze unter der Pfette entfernen?

Nicht ohne Tragwerksplanung, denn dann fehlt der Pfette ein Auflager. Oft lässt sich die Last über einen neuen Träger umleiten. In Hessen darf ein solcher Eingriff erst ausgeführt werden, wenn eine dafür berechtigte Person die statisch-konstruktive Unbedenklichkeit bescheinigt hat.

Woran erkenne ich eine geschädigte Pfette?

Hinweise sind ein durchhängender First, eine sichtbare Durchbiegung, feuchte, dunkle oder weiche Stellen an den Auflagern, Risse an Verbindungen sowie Bohrmehl oder Ausfluglöcher. Dann sollte ein Zimmereibetrieb oder eine Tragwerksplanung die Pfette begutachten.

Kann eine Pfette erneuert werden, ohne das Dach abzudecken?

In vielen Fällen ja. Der Zimmereibetrieb stützt das Dach dafür vorübergehend ab und verstärkt oder ersetzt die Pfette von innen. Ob das möglich ist, hängt von Lage, Schaden und Zugang ab.

Was kostet es, eine Pfette zu reparieren?

Das hängt vom Schaden ab, von Länge und Lage der Pfette, vom Zugang und davon, ob das Dach abgestützt oder die Eindeckung geöffnet werden muss. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Begutachtung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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