Kurz erklärt

Befestigung, die Dachziegel gegen Windsog und starken Wind sichert.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Sturmklammer einfach erklärt

Was ist eine Sturmklammer?

Eine Sturmklammer ist eine kleine Halterung aus korrosionsgeschütztem Metall. Sie greift in den Falz eines Dachziegels oder Dachsteins und wird an der Dachlatte befestigt, je nach Bauart genagelt, geschraubt oder eingehängt. So hält sie den Ziegel an seinem Platz, auch wenn starker Wind über das Dach streicht.

Dachziegel liegen auf einem geneigten Dach zunächst nur auf: Sie hängen mit kleinen Nasen an den Latten und werden von ihrem Eigengewicht gehalten. Gegen Regen reicht das aus, gegen Sturm nicht immer. Die Sturmklammer ist deshalb ein Teil der sogenannten Windsogsicherung. Dazu können je nach Ziegel und Lage auf dem Dach auch Schrauben, Nägel oder spezielle Klammern für First und Ortgang gehören.

Warum ist sie wichtig?

Streicht Wind über ein Dach, entsteht auf der Oberseite ein Sog. Er kann Ziegel anheben, zum Klappern bringen oder ganz herausreißen. Am stärksten ist dieser Sog an den Rändern und Ecken einer Dachfläche, also an Ortgang, First und Traufe.

Fehlt nur ein einzelner Ziegel, kann Regen in den Dachaufbau gelangen und dort unbemerkt Schäden verursachen. Herabfallende Ziegel gefährden außerdem Menschen, Autos und Nachbargebäude. Wie viele Ziegel geklammert werden müssen, hängt von der Windzone, der Gebäudehöhe, der Dachneigung und der Lage auf der Dachfläche ab. Das legt der Dachdecker nach den Fachregeln seines Handwerks fest.

Wann wird sie zum Thema?

  • Bei einer Neueindeckung oder Dachsanierung: Dann wird die Windsogsicherung für das ganze Dach nach heutigem Stand geplant.
  • Nach einem Sturm: wenn Ziegel verrutscht sind, fehlen oder Bruchstücke am Boden liegen.
  • Wenn Ziegel klappern: Hörbares Klappern bei Wind ist oft ein Hinweis darauf, dass Ziegel nicht ausreichend gesichert sind.
  • Bei anderen Arbeiten am Dach: etwa bei der Montage einer Photovoltaikanlage, wenn Ziegel angehoben und wieder eingelegt werden.

Gut zu wissen

  • Seit 2011 verlangen die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks bei neuen Eindeckungen eine deutlich umfangreichere Windsogsicherung als zuvor. Ältere Dächer sind daher oft weniger stark geklammert.
  • Ob ein bestehendes Dach nachgerüstet werden sollte, beurteilt ein Dachdeckerbetrieb vor Ort. Nicht bei jedem Ziegelmodell und jedem Zustand ist das ohne Weiteres möglich.
  • Firstziegel liegen auf älteren Dächern oft noch in Mörtel. Wird der Mörtel mürbe, können auch sie bei Sturm verrutschen. Heute werden sie meist trocken verlegt und mechanisch befestigt.
  • Arbeiten auf dem Dach gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände von Fachbetrieben. Den Zustand der Ziegel können Sie vom Boden aus, auch mit einem Fernglas, im Blick behalten.
  • Sturmschäden am Gebäude fallen in der Regel unter die Wohngebäudeversicherung. Fotos vom Dach und Rechnungen über Wartungen helfen, den Zustand vor einem Schaden zu belegen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Sturmklammer und Windsogsicherung?

Windsogsicherung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die Dachziegel gegen Windsog halten. Die Sturmklammer ist eine davon. Daneben gibt es Schrauben, Nägel und spezielle Klammern für First und Ortgang.

Sind Sturmklammern Pflicht?

Bei neuen Eindeckungen richtet sich die Befestigung nach den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks, die als anerkannte Regeln der Technik gelten. Für bestehende Dächer gibt es keine allgemeine Pflicht, nachträglich zu klammern. Was im Einzelfall gilt, etwa bei einer Teilsanierung, klären Sie mit Ihrem Dachdecker.

Kann man Sturmklammern nachrüsten?

Oft ja. Dafür werden Ziegel angehoben oder abschnittsweise aufgenommen und mit Klammern wieder eingelegt. Ob das beim vorhandenen Ziegelmodell geht und ob ältere Ziegel das unbeschadet überstehen, beurteilt der Dachdecker.

Was kostet das Nachrüsten von Sturmklammern?

Das hängt von der Dachgröße, dem Ziegelmodell, dem Zustand der Eindeckung und dem Zugang zum Dach ab, etwa ob ein Gerüst nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung bei Sturmschäden am Dach?

Sturmschäden am Gebäude sind meist über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. In vielen Verträgen gilt Wind erst ab Windstärke 8 als Sturm. Ob der Zustand des Daches die Leistung beeinflusst, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab.

Wer haftet, wenn ein Dachziegel herunterfällt?

Für Schäden durch herabfallende Gebäudeteile haftet grundsätzlich der Besitzer des Grundstücks, sofern er nicht nachweisen kann, dass er das Gebäude ordnungsgemäß instand gehalten hat (§ 836 BGB). Regelmäßige Kontrollen und Wartungsnachweise sind deshalb sinnvoll.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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