Kurz erklärt

Dach mit geringer Neigung, bei dem Abdichtung und Entwässerung besonders wichtig sind.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Flachdach einfach erklärt

Was ist ein Flachdach?

Ein Flachdach ist ein Dach mit sehr geringer Neigung, in der Regel bis etwa fünf Grad. Statt überlappender Ziegel hält eine durchgehende Abdichtung das Wasser vom Gebäude fern, etwa aus Bitumen- oder Kunststoffbahnen oder flüssig aufgetragen. Über ein leichtes Gefälle fließt es zu Dachabläufen oder zu einer Rinne am Dachrand.

Flachdächer findet man auf Bungalows, Anbauten, Garagen und Carports, aber auch auf vielen neueren Wohnhäusern. Sie können begrünt, als Terrasse genutzt oder mit Solarmodulen belegt werden. Im Aufbau unterscheidet man vor allem drei Bauweisen: das Warmdach, bei dem die Dämmung direkt unter der Abdichtung liegt, das belüftete Kaltdach und das Umkehrdach, bei dem die Dämmung über der Abdichtung liegt.

Warum ist es wichtig?

Auf einem Flachdach fließt Wasser langsamer ab als auf einem geneigten Dach. Es bleibt länger stehen, und jede Schwachstelle in der Abdichtung wird schneller zum Problem. Kritisch sind vor allem Anschlüsse an Wände, Dachrand, Lichtkuppeln, Abläufe und Rohrdurchführungen. Dringt dort Wasser ein, verteilt es sich nicht selten unbemerkt unter der Abdichtung. Der Fleck an der Decke liegt dann oft weit vom eigentlichen Leck entfernt.

Ebenso wichtig ist die Entwässerung. Verstopfen Abläufe durch Laub, Moos oder Schmutz, staut sich Regenwasser auf dem Dach. Bei Starkregen kann es dann über Anschlüsse ins Haus laufen. Stehendes Wasser und liegen bleibender Schnee belasten außerdem die Konstruktion.

Wann wird es zum Thema?

  • Wenn sich nach Regen Wasserflecken an Decken zeigen oder es muffig riecht.
  • Wenn Pfützen lange stehen bleiben, Blasen, Risse oder offene Nähte in der Abdichtung zu sehen sind oder Pflanzen auf dem Dach wachsen.
  • Im Herbst und nach Unwettern: Laub und Schmutz in Abläufen und Rinnen sollten entfernt werden, bevor sich Wasser staut.
  • Bei einer Dachsanierung: Wird die Abdichtung erneuert, lässt sich die Dämmung gleich mit verbessern.
  • Vor der Montage einer Photovoltaikanlage oder einer Dachbegrünung. Abdichtung und Tragfähigkeit sollten vorher geprüft werden.

Gut zu wissen

  • Für die Abdichtung sehen die Regeln des Dachdeckerhandwerks in der Regel ein Gefälle von mindestens zwei Prozent vor. Ältere Flachdächer wurden oft mit weniger oder ganz ohne Gefälle gebaut.
  • Flachdächer mit innen liegenden Abläufen brauchen nach den Regeln der Technik in der Regel zusätzlich eine Notentwässerung. Sie leitet das Wasser bei Überlastung frei aufs Grundstück, etwa über einen Notüberlauf im Dachrand.
  • Lassen Sie Abdichtung und Abläufe regelmäßig von einem Fachbetrieb kontrollieren, etwa im Frühjahr und im Herbst. Kleine Mängel lassen sich dann früh beheben.
  • Arbeiten auf dem Flachdach gehören in die Hände von Fachbetrieben. Auch auf flachen Dächern besteht Absturzgefahr, und Lichtkuppeln sind in der Regel nicht durchtrittsicher.
  • Wird die Abdichtung großflächig erneuert, gelten in der Regel Mindestanforderungen an den Wärmeschutz nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz, früher Gebäudeenergiegesetz. Klären Sie das vorher mit Energieberatung oder Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Flachdach und Pultdach?

Ein Pultdach hat eine einzige geneigte Dachfläche. Ist es steil genug, kann es wie ein Satteldach mit Ziegeln oder Blech gedeckt werden. Ein Flachdach ist nahezu waagerecht und braucht deshalb eine durchgehende Abdichtung.

Wie oft sollte ein Flachdach kontrolliert werden?

Fachleute raten zu regelmäßigen Kontrollen, in der Regel mindestens einmal im Jahr, besser im Frühjahr und im Herbst, sowie nach Unwettern. Dabei werden Abläufe gereinigt und Abdichtung und Anschlüsse geprüft.

Woran erkenne ich, dass mein Flachdach undicht ist?

Hinweise sind Wasserflecken an Decken, muffiger Geruch, feuchte Stellen an Wänden unter dem Dach sowie Blasen, Risse oder offene Nähte in der Abdichtung. Weil Wasser unter der Abdichtung weiterwandern kann, sucht ein Fachbetrieb die Ursache oft mit Messverfahren.

Kann ich ein Flachdach selbst reparieren?

Davon ist abzuraten. Provisorische Ausbesserungen halten oft nur kurz und können die spätere fachgerechte Reparatur erschweren. Zudem besteht Absturzgefahr, deshalb gehören Arbeiten auf dem Dach in die Hände eines Fachbetriebs.

Was kostet eine Flachdachsanierung?

Das hängt von der Größe des Daches, vom Zustand von Abdichtung und Dämmung, von der Zahl der Anschlüsse und davon ab, ob der Aufbau komplett erneuert werden muss. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung, wenn das Flachdach undicht ist?

Undichtigkeiten durch Alterung oder mangelnde Pflege sind in der Regel nicht versichert. Hat ein Sturm die Abdichtung beschädigt, kann die Wohngebäudeversicherung zuständig sein. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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