Ausführlich erklärt
Sturm einfach erklärt
Was ist ein Sturm?
Als Sturm bezeichnet man sehr starken Wind. Angegeben wird er meist in Windstärken auf der Beaufort-Skala. In der Wetterkunde heißt Windstärke 8 stürmischer Wind, ab Windstärke 9 spricht man von Sturm, bei Windstärke 12 von Orkan. Für Schäden am Haus sind oft die Böen entscheidend, also kurze, besonders heftige Windstöße.
Schwere Stürme ziehen vor allem im Herbst und Winter mit kräftigen Tiefdruckgebieten über das Land und betreffen oft große Gebiete. Im Sommer bringen Gewitter heftige Böen mit, meist nur örtlich und oft zusammen mit Starkregen und Hagel. In vielen Gebäudeversicherungen gilt Wind schon ab Windstärke 8 als Sturm, also ab etwa 62 Kilometern pro Stunde.
Warum ist Sturm ein Thema fürs Haus?
Am stärksten trifft der Wind das Dach. Streicht er darüber, entsteht ein Sog, der Ziegel anheben und herausreißen kann, vor allem an Rändern, Ecken und am First. Auch Dachrinnen, Antennen, Solarmodule, Fassadenteile und Markisen bieten Angriffsfläche. Lose Gegenstände im Garten werden bei Sturm zu Geschossen. Bäume und große Äste können auf Dach, Auto oder Nachbargrundstück stürzen.
Oft ist der erste Schaden nicht der größte. Fehlen Ziegel, dringt Regen in den Dachaufbau ein und durchfeuchtet Dämmung, Holz und Decken. Herabfallende Teile gefährden zudem Menschen. Für Schäden durch herabfallende Gebäudeteile haftet grundsätzlich der Besitzer des Grundstücks, sofern er nicht nachweisen kann, dass er das Gebäude ordnungsgemäß instand gehalten hat. Regelmäßige Kontrollen von Dach und Bäumen gehören deshalb zur Vorsorge.
Wann wird Sturm zum Thema?
- Bei einer Sturmwarnung: Gartenmöbel, Mülltonnen und Trampoline sichern, Markisen einfahren, Fenster schließen und Autos nicht unter Bäumen abstellen.
- Nach einem Sturm: Ein Blick vom Boden aus auf Dach, Dachrinnen und Bäume zeigt, ob Ziegel verrutscht sind, Teile lose hängen oder Äste angebrochen sind.
- Wenn große Bäume nah am Haus stehen: Abgestorbene Äste, Risse im Stamm oder Schieflage sind ein Anlass, den Baum prüfen zu lassen.
- Bei einer Dachsanierung oder Neueindeckung, wenn die Befestigung der Ziegel nach heutigem Stand geplant wird.
Gut zu wissen
- Steigen Sie nach einem Sturm nicht selbst aufs Dach. Reparaturen und Notabdeckungen gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände eines Dachdeckerbetriebs. Bei akuter Gefahr durch lose Teile rufen Sie die Feuerwehr.
- Auf älteren Dächern sind Ziegel oft weniger stark gesichert als heute üblich. Ob Sturmklammern nachgerüstet werden sollten, beurteilt ein Dachdeckerbetrieb vor Ort.
- Sturmschäden am Gebäude sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Lässt sich die Windstärke am Haus nicht feststellen, genügen nach vielen Bedingungen auch Sturmschäden an einwandfreien Gebäuden in der Umgebung als Nachweis.
- Regen, der durch ein vom Sturm beschädigtes Dach eindringt, ist häufig mitversichert. Regen durch offen gelassene Fenster oder Türen dagegen meist nicht. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
- Fotografieren Sie Schäden, bevor Sie aufräumen, und melden Sie sie zügig Ihrem Versicherer.
Häufige Fragen
Ab welcher Windstärke spricht man von Sturm?
In der Wetterkunde heißt Windstärke 8 auf der Beaufort-Skala stürmischer Wind, ab Windstärke 9 spricht man von Sturm. In vielen Gebäudeversicherungen gilt Wind schon ab Windstärke 8 als Sturm, also ab etwa 62 Kilometern pro Stunde. Maßgeblich ist die Definition in Ihrem Vertrag.
Zahlt die Versicherung bei Sturmschäden am Haus?
Schäden am Gebäude durch Sturm sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt, beschädigte Möbel und andere bewegliche Sachen im Haus über die Hausratversicherung. Voraussetzung ist meist, dass der Wind die im Vertrag festgelegte Stärke erreicht hat. Was genau gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
Wer haftet, wenn bei Sturm ein Baum oder ein Dachziegel beim Nachbarn Schaden anrichtet?
Das hängt vor allem davon ab, ob Haus und Bäume ordnungsgemäß instand gehalten und kontrolliert wurden. War das der Fall, haftet der Eigentümer in der Regel nicht. Berechtigte Ansprüche Dritter sind Sache der Haftpflichtversicherung, nicht der Gebäudeversicherung.
Wie bereite ich mein Haus auf einen Sturm vor?
Kurzfristig helfen einfache Schritte: lose Gegenstände sichern oder ins Haus holen, Markisen einfahren, Fenster schließen und Autos nicht unter Bäumen parken. Langfristig zählen ein gut gesichertes Dach, fest montierte Anbauteile und regelmäßig kontrollierte Bäume.
Was tun nach einem Sturmschaden am Dach?
Halten Sie Abstand von Bereichen, in die Teile fallen können, und steigen Sie nicht selbst aufs Dach. Fotografieren Sie den Schaden, melden Sie ihn zügig Ihrem Versicherer und lassen Sie das Dach von einem Dachdeckerbetrieb notdürftig sichern. Bei akuter Gefahr rufen Sie die Feuerwehr.
Was kostet die Reparatur eines Sturmschadens?
Das hängt von Art und Umfang des Schadens ab, von der Dachform und davon, ob ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot. Ob die Versicherung die Kosten übernimmt, klären Sie mit Ihrem Versicherer.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
