Kurz erklärt

Fester Niederschlag, der Dach, Fassade, Rollläden oder PV-Module beschädigen kann.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Hagel einfach erklärt

Was ist Hagel?

Hagel ist Niederschlag aus Eis. Er entsteht in kräftigen Gewitterwolken mit starken Aufwinden. Dort wachsen Eiskörner so lange, bis die Aufwinde sie nicht mehr tragen können und sie zu Boden fallen. Der Deutsche Wetterdienst spricht von Hagel bei Eiskörnern ab fünf Millimetern Durchmesser. Kleinere Körner heißen Graupel.

In Deutschland hagelt es vor allem im wärmeren Halbjahr, grundsätzlich kann es überall dazu kommen. Oft bringen dieselben Gewitter auch Sturmböen und Starkregen. Ein Schauer ist meist örtlich eng begrenzt und dauert nur kurz. Trotzdem kann er in wenigen Minuten große Schäden anrichten.

Warum ist Hagel ein Thema fürs Haus?

Hagel trifft vor allem Flächen, die nach oben oder zur Wetterseite zeigen. Dachziegel können brechen, Dachrinnen und Fallrohre können Dellen bekommen. Besonders empfindlich sind Lichtkuppeln, Kunststoffplatten an Carport oder Terrassendach und außen liegender Sonnenschutz wie Markisen, Raffstores und Rollläden. Auch Dachfenster, die Module einer Photovoltaikanlage und gedämmte Fassaden mit dünnem Putz, etwa ein Wärmedämmverbundsystem, können beschädigt werden.

Oft folgt der größere Schaden erst später. Durch zerbrochene Ziegel, Lichtkuppeln oder Fenster dringt Regen ein und durchfeuchtet Dämmung, Decken und Wände. Hagelkörner können außerdem Rinnen und Abläufe verstopfen, sodass nachfolgender Regen überläuft. Kleine Risse in Ziegeln oder Löcher im Putz sind vom Boden aus oft nicht zu sehen und fallen manchmal erst durch Feuchtigkeit auf.

Wann wird Hagel zum Thema?

  • Bei einer Unwetterwarnung: Markisen einfahren, Fenster und Dachfenster schließen, Gartenmöbel sichern und das Auto möglichst in die Garage stellen. Bleiben Sie während des Hagels im Haus.
  • Nach einem Hagelschauer: Ein Blick vom Boden aus auf Dach, Rinnen, Fenster, Fassade und Solarmodule zeigt größere Schäden. Achten Sie in den Tagen danach auf feuchte Stellen an Decken und im Dachgeschoss.
  • Wenn Dach, Fenster oder Sonnenschutz erneuert werden: Dann lässt sich die Widerstandsfähigkeit gegen Hagel bei der Auswahl berücksichtigen.
  • Beim Überprüfen der Wohngebäudeversicherung, etwa nach dem Bau eines Wintergartens, eines Carports oder einer Solaranlage.

Gut zu wissen

  • Hagelschäden am Gebäude gehören in der Wohngebäudeversicherung meist zusammen mit Sturm zur Grundversicherung. Für Möbel und andere bewegliche Sachen ist die Hausratversicherung zuständig, für das Auto in der Regel die Teilkasko.
  • Ob Rollläden bei Hagel geschlossen oder geöffnet sein sollten, wird unterschiedlich beantwortet und hängt von Material und Bauart ab. Richten Sie sich nach den Angaben des Herstellers.
  • Manche Hersteller machen Angaben dazu, wie widerstandsfähig Solarmodule, Dachfenster, Lichtkuppeln oder Sonnenschutz gegen Hagel sind. Fragen Sie bei einer Neuanschaffung danach.
  • Steigen Sie nach einem Hagelschauer nicht selbst aufs Dach. Kontrolle, Notabdeckung und Reparatur gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände eines Dachdeckerbetriebs, Arbeiten an der Photovoltaikanlage in die eines Fachbetriebs.
  • Fotografieren Sie Schäden, bevor Sie aufräumen, und melden Sie sie zügig Ihrem Versicherer. Größere Reparaturen stimmen Sie am besten vorher mit ihm ab.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hagel und Graupel?

Beides ist Niederschlag aus Eis. Der Deutsche Wetterdienst spricht ab einem Durchmesser von fünf Millimetern von Hagel, kleinere Körner heißen Graupel. Graupel fällt vor allem im kühleren Halbjahr, Hagel meist im wärmeren.

Welche Versicherung zahlt bei Hagelschäden?

Schäden am Gebäude, etwa an Dach, Fenstern oder Fassade, sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Für Möbel und andere bewegliche Sachen ist die Hausratversicherung zuständig, für das Auto in der Regel die Teilkasko. Hagel gehört meist zur Grundversicherung und nicht zum Elementarschutz; was genau gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

Woran erkenne ich einen Hagelschaden am Dach?

Vom Boden aus sichtbar sind oft zerbrochene oder verschobene Ziegel, Dellen in Rinnen und Fallrohren und beschädigte Lichtkuppeln oder Solarmodule. Kleine Risse zeigen sich häufig erst später, etwa als feuchte Stellen an Decken oder im Dachboden. Nach starkem Hagel ist deshalb eine Kontrolle durch einen Dachdeckerbetrieb sinnvoll.

Wie schütze ich mein Haus vor Hagel?

Kurzfristig helfen einfache Schritte: Markisen einfahren, Fenster und Dachfenster schließen, Gegenstände im Garten sichern und das Auto unterstellen. Langfristig zählt, bei Dach, Fenstern, Sonnenschutz und Solarmodulen auf widerstandsfähige Bauteile zu achten. Was für Ihr Haus sinnvoll ist, klärt ein Fachbetrieb.

Was tun nach einem Hagelschaden?

Halten Sie Abstand von beschädigten Dachbereichen und steigen Sie nicht selbst aufs Dach. Fotografieren Sie die Schäden, melden Sie sie zügig Ihrem Versicherer und lassen Sie undichte Stellen von einem Dachdeckerbetrieb notdürftig sichern. Bei akuter Gefahr rufen Sie die Feuerwehr.

Was kostet die Reparatur eines Hagelschadens?

Das hängt davon ab, welche Bauteile betroffen sind, wie groß der Schaden ist und ob ein Gerüst nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot. Ob die Versicherung die Kosten übernimmt, klären Sie mit Ihrem Versicherer.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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