Ausführlich erklärt
Entwässerungsrinne einfach erklärt
Was ist eine Entwässerungsrinne?
Eine Entwässerungsrinne ist ein langer, schmaler Kanal im Boden, der Oberflächenwasser auf ganzer Breite auffängt und gezielt ableitet. Typische Orte sind die Einfahrt vor dem Garagentor, ebenerdige Haus- und Terrassentüren, Kellerabgänge und Hofflächen.
Die Rinne besteht aus einem Rinnenkörper, etwa aus Beton, Polymerbeton, Kunststoff oder Edelstahl, und einer Abdeckung. Meist ist das ein herausnehmbarer Rost, bei Schlitzrinnen nur ein schmaler Spalt. Für welche Belastung Rinne und Abdeckung ausgelegt sind, beschreibt die Norm DIN EN 1433 mit Belastungsklassen von A 15 bis F 900. Das Wasser fließt über einen Anschlussstutzen oder einen Einlaufkasten mit Schlammeimer in eine Leitung.
Warum ist sie wichtig?
Eine Rinne fängt Wasser dort ab, wo ein einzelner Ablauf nicht reicht oder die Fläche kein Gefälle zu einem Ablauf haben kann. Vor einer abfallenden Zufahrt hält sie Regen von der Garage fern. Vor bodengleichen Türen schützt sie die Schwelle, wenn die Fläche davor nicht tiefer liegen kann. Das funktioniert nur, solange Rost, Rinne und Leitung frei sind.
Wohin die Rinne entwässern darf, regelt die Entwässerungssatzung der Gemeinde. Je nach Grundstück führt die Leitung in einen Kanal oder in eine Versickerung, etwa eine Rigole. Liegt eine an den Kanal angeschlossene Rinne tiefer als die Rückstauebene, etwa in einer abgesenkten Zufahrt, kann bei vollem Kanal Wasser aus der Leitung nach oben drücken. Dann muss sie nach den meisten Entwässerungssatzungen gegen Rückstau gesichert sein.
Wann wird sie zum Thema?
- Bei einer Garagenzufahrt oder einem Kellerabgang mit Gefälle zum Haus, damit Regen nicht bis an Tor oder Tür läuft.
- Bei bodengleichen Haus- und Terrassentüren: Dort gehört eine Rinne vor der Tür oft zum Schutz der niedrigen Schwelle gegen Wasser.
- Beim Herbstcheck nach dem Laubfall und nach Unwettern, wenn Rost und Rinne gereinigt werden sollten.
- Wenn Wasser über die Rinne hinwegläuft oder lange darin stehen bleibt. Dann ist sie oft verschmutzt, die Leitung verstopft oder die Rinne zu klein.
- Bei einer neuen Einfahrt oder Pflasterfläche, wenn Gefälle und Entwässerung neu geplant werden.
Gut zu wissen
- Für Flächen, die nur zu Fuß oder mit dem Rad genutzt werden können, sieht die Norm mindestens die Klasse A 15 vor. Für Pkw-Einfahrten und Stellplätze ist es mindestens B 125. Welche Klasse passt, legt der Fachbetrieb fest.
- Rost abnehmen, Laub und Schlamm entfernen, Schlammeimer leeren: Das können Sie in der Regel selbst. Ohne Eimer sollte der Einlaufkasten nicht bleiben, sonst gelangt der Schmutz in die Leitung.
- Anschluss an Kanal oder Grundleitung, Arbeiten an Leitungen und die Sicherung gegen Rückstau gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
- In eine Rinne gehört nur Regenwasser. Öl, Farbreste oder Reiniger können über einen Regenwasserkanal ungeklärt in Bäche gelangen.
- Viele Versicherungsverträge verlangen, dass Abflussleitungen auf dem Grundstück frei gehalten werden. Prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Entwässerungsrinne und Hofablauf?
Ein Hofablauf nimmt das Wasser an einer Stelle auf, die Fläche wird dafür mit Gefälle zum Ablauf hin angelegt. Eine Entwässerungsrinne fängt es als langer, schmaler Kanal auf ganzer Breite auf, etwa vor einem Garagentor. Oft werden beide kombiniert.
Welche Belastungsklasse braucht eine Rinne in der Einfahrt?
Nach DIN EN 1433 ist für Pkw-Einfahrten und Stellplätze mindestens die Klasse B 125 vorgesehen. Fahren gelegentlich schwerere Fahrzeuge über die Fläche, wählt der Fachbetrieb eher eine höhere Klasse. Die Klasse gilt nur, wenn die Rinne nach den Angaben des Herstellers eingebaut ist.
Wie oft sollte man eine Entwässerungsrinne reinigen?
Eine feste Vorgabe für Eigentümer gibt es in der Regel nicht. Sinnvoll ist ein Blick unter den Rost mehrmals im Jahr, vor allem nach dem Laubfall im Herbst und nach starkem Regen. Unter Bäumen kann es öfter nötig sein.
Muss eine Entwässerungsrinne gegen Rückstau gesichert sein?
Ist sie an den Kanal angeschlossen und liegt sie unter der Rückstauebene, verlangen die meisten Entwässerungssatzungen eine Sicherung gegen Rückstau. Infrage kommen eine Hebeanlage oder unter bestimmten Voraussetzungen ein Rückstauverschluss. Was bei Ihnen zulässig ist, klärt ein Fachbetrieb.
Kann ich eine Entwässerungsrinne selbst einbauen?
Das Setzen der Rinne gehört zu den Pflasterarbeiten und verlangt Erfahrung mit Höhen, Gefälle und Unterbau. Anschluss an Kanal oder Grundleitung und eine mögliche Rückstausicherung gehören in die Hände eines Fachbetriebs, viele Satzungen schreiben das ausdrücklich vor.
Was kostet eine Entwässerungsrinne?
Das hängt von Länge, Material und Belastungsklasse ab, vom Anschluss an Leitung oder Versickerung und davon, wie viel Pflaster geöffnet werden muss. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
