Kurz erklärt

Überflutung von Flächen durch über die Ufer tretende Gewässer oder andere Ursachen.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Hochwasser einfach erklärt

Was ist Hochwasser?

Von Hochwasser spricht man, wenn der Wasserstand eines Flusses, Bachs oder Sees deutlich über dem üblichen Stand liegt. Tritt das Wasser über die Ufer, überflutet es angrenzende Flächen, Straßen und Grundstücke. Auslöser sind meist lang anhaltender Regen, Schneeschmelze oder beides zusammen. Kleine Bäche können auch nach heftigem Starkregen innerhalb kurzer Zeit stark anschwellen.

An großen Flüssen kündigt sich Hochwasser oft Tage vorher an, die Hochwasserzentralen der Länder veröffentlichen Pegelstände und Warnungen. An kleinen Gewässern bleibt oft kaum Zeit. Fachleute beschreiben Hochwasser auch nach seiner Häufigkeit. Ein hundertjährliches Hochwasser tritt im statistischen Mittel einmal in hundert Jahren auf. Es kann aber auch zweimal kurz hintereinander kommen.

Warum ist Hochwasser ein Thema fürs Haus?

Hochwasser kann auf mehreren Wegen ins Haus gelangen. Es läuft über Kellerfenster, Lichtschächte und Türen hinein. Es drückt aus dem Kanal über die Abläufe zurück, wenn keine Rückstauklappe oder andere Rückstausicherung vorhanden ist. Und mit dem Fluss steigt oft auch das Grundwasser, das dann durch Kellerwände und Boden drückt. Dazu kommt häufig Schlamm. Läuft Heizöl aus, zieht es in Wände und Böden und vergrößert den Schaden deutlich.

Nach dem Hochwasser beginnt meist eine lange Trocknung. Bleiben Bauteile feucht, kann sich Schimmel bilden. Heizung und Elektrik im Keller sind oft betroffen. Versichert sind solche Schäden in der Regel nicht über die Grundversicherung des Gebäudes, sondern nur über eine Elementarschadenversicherung. Grundwasser, das nicht an die Oberfläche tritt, ist nach vielen Bedingungen auch dann nicht versichert.

Wann wird Hochwasser zum Thema?

  • Wenn das Haus in der Nähe eines Gewässers liegt, in einer Talaue oder an einem kleinen Bach, der sonst kaum auffällt.
  • Beim Kauf eines Hauses: Die Lage in einem Überschwemmungs- oder Risikogebiet kann Versicherungsschutz, Umbauten und die Heizungsanlage betreffen.
  • Wenn im Keller ein Heizöltank steht und das Haus in einem gefährdeten Gebiet liegt.
  • Bei einer Kellersanierung oder einem Ausbau: Dann lassen sich Haustechnik und Materialien so wählen, dass sie Wasser besser vertragen.
  • Bei einer Hochwasserwarnung für Ihren Ort oder steigenden Pegeln am Gewässer in der Nähe.

Gut zu wissen

  • Die Bundesländer veröffentlichen Hochwassergefahrenkarten. Sie zeigen, welche Flächen bei häufigen, mittleren und extremen Hochwassern überflutet werden können.
  • Nach dem Wasserhaushaltsgesetz muss jeder, der von Hochwasser betroffen sein kann, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren selbst Vorsorge treffen.
  • Heizöltanks in Überschwemmungsgebieten und weiteren Risikogebieten müssen hochwassersicher sein, also gegen Aufschwimmen und eindringendes Wasser gesichert. Für bestehende Anlagen gelten teils Übergangsfristen. Was für Ihren Tank gilt, klären Sie mit einem Fachbetrieb oder der unteren Wasserbehörde.
  • Betreten Sie überflutete Räume nicht, solange dort Strom anliegen kann. Elektrik und Heizung prüfen Fachleute, bevor sie wieder in Betrieb gehen.
  • Vorsorge kann einfach beginnen: Wichtige Unterlagen und Wertvolles gehören nicht in den Keller, die Haustechnik möglichst nicht in den tiefsten Raum.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hochwasser und Starkregen?

Hochwasser entsteht, wenn Flüsse, Bäche oder Seen über die Ufer treten. Starkregen ist sehr intensiver Regen in kurzer Zeit, der auch fern von Gewässern Überflutungen auslösen kann. An kleinen Bächen kann Starkregen selbst zu Hochwasser führen.

Wie finde ich heraus, ob mein Haus hochwassergefährdet ist?

Erste Hinweise geben die Hochwassergefahrenkarten Ihres Bundeslandes, die meist online einsehbar sind. Auskunft geben auch Gemeinde und untere Wasserbehörde. Für Gefahren durch Starkregen gibt es vielerorts eigene Hinweiskarten.

Zahlt die Versicherung bei Hochwasser?

Die Grundversicherung eines Wohngebäudes deckt Überschwemmung in der Regel nicht ab. Dafür ist eine Elementarschadenversicherung nötig, die meist ausdrücklich vereinbart werden muss und oft eine Wartezeit hat. Was genau versichert ist, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

Bin ich zur Hochwasservorsorge verpflichtet?

Im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren ja: Das Wasserhaushaltsgesetz verlangt von jedem, der von Hochwasser betroffen sein kann, eigene Vorsorge. In Überschwemmungs- und Risikogebieten gelten zusätzliche Vorgaben, etwa für Heizöltanks und Bauvorhaben. Was für Ihr Grundstück gilt, erfahren Sie bei Gemeinde oder unterer Wasserbehörde.

Was tun, wenn Hochwasser droht?

Verfolgen Sie Warnungen und Pegelstände und folgen Sie den Anweisungen der Behörden. Bringen Sie Wertvolles und wichtige Unterlagen nach oben, schließen Sie die Rückstausicherung und fahren Sie Autos aus gefährdeten Bereichen. Bringen Sie sich nicht in Gefahr, wenn das Wasser bereits steigt.

Wann darf ich den Keller nach einem Hochwasser auspumpen?

Erst wenn das Wasser draußen und das Grundwasser deutlich gesunken sind. Wird zu früh abgepumpt, kann der Wasserdruck von außen Kellerwände und Boden beschädigen. Im Zweifel fragen Sie Feuerwehr oder Fachbetrieb.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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