Ausführlich erklärt
Fundament einfach erklärt
Was ist ein Fundament?
Ein Fundament ist der unterste Teil eines Hauses. Es nimmt die Lasten aus Wänden, Decken und Dach auf und leitet sie in den Baugrund. Dabei verteilt es das Gewicht auf eine so große Fläche, dass der Boden es tragen kann. Fachleute sprechen auch von der Gründung. Heute besteht ein Fundament meist aus Beton oder Stahlbeton, in alten Häusern auch aus Bruchstein oder Ziegeln.
Üblich sind drei Arten. Ein Streifenfundament verläuft als Band unter den tragenden Wänden. Ein Einzelfundament trägt an einer Stelle eine Stütze, etwa bei einem Carport. Bei einem Plattenfundament trägt eine durchgehende Bodenplatte das ganze Haus. Bei wenig tragfähigem Boden können Pfähle die Lasten in tiefere Schichten leiten.
Warum ist es wichtig?
Ein Fundament muss frostfrei gegründet sein. Gefriert Wasser im Boden darunter, dehnt es sich aus und kann das Fundament anheben, beim Tauen sackt der Boden wieder ab. Als frostfrei gilt in Deutschland nach der Norm DIN 1054 in der Regel eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern unter Gelände. Je nach Region, Lage und Boden kann mehr nötig sein. Bei Häusern mit Keller ist diese Tiefe meist ohnehin erreicht.
Ebenso wichtig ist der Baugrund. Unter dem Gewicht eines Hauses gibt jeder Boden etwas nach. Heikel wird es, wenn sich Teile des Hauses unterschiedlich stark setzen, etwa weil der Boden wechselt, ein Anbau anders gegründet ist oder ein toniger Boden in trockenen Sommern schrumpft. Dann können Risse entstehen, typisch ist ein schräger Setzriss. Bei einem Neubau wird der Baugrund deshalb in der Regel vorher untersucht, oft mit einem Baugrundgutachten.
Wann wird es zum Thema?
- Bei Rissen und klemmenden Türen: Schräge oder treppenförmige Risse, besonders an Ecken, können auf Bewegungen im Baugrund hinweisen.
- Wenn am Haus gegraben wird, etwa für neue Leitungen, eine Drainage oder eine Abdichtung der Kellerwände.
- Bei einem Anbau: Er bekommt meist ein eigenes Fundament und eine Fuge zum bestehenden Haus, damit sich beide Teile unabhängig setzen können.
- Wenn nebenan gebaut wird, besonders bei einer tiefen Baugrube nah an der Grenze.
- Wenn sich der Boden verändert, etwa durch eine undichte Leitung, die Erdreich ausspült, oder durch eine Erdsenkung.
Gut zu wissen
- Arbeiten am oder neben dem Fundament gehören in die Hände von Fachbetrieben. Beim Graben darf das Fundament nicht unterhöhlt werden. Muss es verstärkt oder tiefer geführt werden, braucht es eine Tragwerksplanung.
- Nach § 909 BGB darf ein Grundstück nicht in der Weise vertieft werden, dass der Boden des Nachbargrundstücks die erforderliche Stütze verliert, es sei denn, dass für eine genügende anderweitige Befestigung gesorgt ist.
- Bei Neubauten wird in das Fundament in der Regel ein Fundamenterder eingelegt, über den die Elektroanlage geerdet wird. In älteren Häusern kann er fehlen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fundament und Bodenplatte?
Fundament ist der Oberbegriff für alle Bauteile, die die Lasten eines Hauses in den Baugrund leiten. Eine tragende Bodenplatte kann selbst das Fundament sein, dann spricht man von einem Plattenfundament. In vielen älteren Häusern tragen dagegen Streifenfundamente die Wände, und der Boden dazwischen trägt keine Wandlasten.
Wie tief muss ein Fundament sein?
Das legt die Tragwerksplanung fest, abhängig von Baugrund, Lasten und Frost. Als frostfrei gilt in Deutschland nach DIN 1054 in der Regel eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern unter Gelände, regional kann mehr nötig sein. Bei Häusern mit Keller liegt das Fundament meist ohnehin tiefer.
Woran erkenne ich Probleme am Fundament?
Mögliche Hinweise sind schräge oder treppenförmige Risse, die wachsen, Türen und Fenster, die plötzlich klemmen, eine Schieflage oder abgesackte Böden. Ob das Fundament betroffen ist, klären Bausachverständige oder eine Tragwerksplanung, oft mit einer Untersuchung des Baugrunds.
Kann man ein Fundament nachträglich verstärken?
Ja, etwa durch eine Unterfangung, bei der das Fundament abschnittsweise vertieft oder verbreitert wird, oder durch Verfahren, die den Boden darunter verfestigen. Welche Lösung passt, legen Tragwerksplanung und Fachleute für Baugrund nach einer Untersuchung fest. Ausführen sollte das nur ein darauf spezialisierter Fachbetrieb.
Was kostet eine Fundamentsanierung?
Das hängt von der Ursache ab, vom Baugrund, vom Verfahren und davon, wie gut die betroffenen Stellen zugänglich sind. Hinzu kommen Untersuchung und Planung. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Untersuchung und einem Angebot.
Zahlt die Versicherung bei Schäden am Fundament?
Gewöhnliche Setzungen und Schäden, die sich über lange Zeit entwickeln, sind in der Regel nicht versichert. Eine naturbedingte Erdsenkung kann über eine Elementarschadenversicherung abgedeckt sein, nach Bauarbeiten nebenan kann es um die Haftung von Bauherrschaft oder Baufirma gehen. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

