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Fundamentstreifen unter tragenden Wänden oder Stützenreihen.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Streifenfundament einfach erklärt

Was ist ein Streifenfundament?

Ein Streifenfundament ist ein lang gestrecktes Fundament, das unter einer tragenden Wand oder unter einer Reihe von Stützen verläuft. Es nimmt die Last der Wand auf und gibt sie über einen etwas breiteren Streifen an den Baugrund ab. Unter einem Haus folgen die Streifen dem Verlauf der Außenwände und der tragenden Innenwände.

Diese Gründung ist typisch für ältere Häuser. Je nach Baujahr bestehen die Streifen aus Beton, teils ohne Bewehrung, in sehr alten Häusern auch aus Bruchstein oder Ziegeln. Der Kellerboden liegt dann zwischen den Fundamenten und trägt keine Wände. Neuere Häuser stehen dagegen häufig auf einer tragenden Bodenplatte, die die Lasten über die ganze Grundfläche verteilt. Streifenfundamente werden aber auch heute gebaut, etwa für Garagen oder in Verbindung mit einer Bodenplatte.

Warum ist es wichtig?

Auf jedem Streifen ruht die Last einer ganzen Wand. Gibt der Boden an einer Stelle nach, etwa weil er weicher ist, ausgespült wird oder in trockenen Sommern schrumpft, sackt nur dieser Abschnitt ab. Im Mauerwerk darüber entstehen dann Risse, oft schräg oder treppenförmig wie bei einem Setzriss. Eine durchgehende Bodenplatte kann solche Unterschiede im Baugrund meist besser ausgleichen als einzelne Streifen.

In älteren Häusern fehlt zwischen Fundament und Wand oft eine Abdichtung im heutigen Sinn. Feuchtigkeit aus dem Erdreich kann dann über das Fundament ins Mauerwerk ziehen und als aufsteigende Feuchtigkeit sichtbar werden, mit feuchten Wandsockeln und Salzrändern. Auch der Übergang zwischen Wand und Kellerboden ist bei dieser Bauweise oft nicht abgedichtet.

Wann wird es zum Thema?

  • Wenn der Keller tiefer werden soll: Wer den Kellerboden absenkt, um mehr Raumhöhe zu gewinnen, kommt schnell an die Unterkante der Fundamente oder darunter.
  • Bei Rissen in Kellerwänden oder Fassade, die wachsen, versetzte Ränder haben oder zusammen mit klemmenden Türen auftreten.
  • Wenn neben dem Haus gegraben wird, etwa für eine Kellerabdichtung, für Leitungen oder für eine Baugrube nebenan.
  • Bei einer Kellersanierung: Feuchte Wandsockel und ein undichter Anschluss zwischen Wand und Boden haben ihre Ursache oft im Bereich der Fundamente.

Gut zu wissen

  • Beim Graben an der Hauswand darf das Fundament nicht unterhöhlt werden. Erdarbeiten am Haus gehören deshalb in die Hände von Fachbetrieben.
  • Muss ein Streifenfundament tiefer reichen, wird es in der Regel unterfangen. Dabei wird es in schmalen Abschnitten nacheinander nach unten verlängert, damit die Wand darüber stets getragen bleibt. Dafür gibt es eine eigene Norm, die DIN 4123. Planung und Ausführung gehören in die Hände einer Tragwerksplanung und eines spezialisierten Fachbetriebs.
  • Daneben gibt es Verfahren, die den Boden unter dem Fundament durch Injektionen verfestigen. Welches passt, hängt vom Baugrund ab.
  • Wie die Fundamente eines älteren Hauses aussehen, ist oft nirgends festgehalten. Hinweise geben Pläne aus der Bauakte beim Bauamt, sonst eine kleine Grabung durch Fachleute.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Streifenfundament und Bodenplatte?

Ein Streifenfundament liegt nur unter den tragenden Wänden, der Boden dazwischen trägt keine Wandlasten. Eine tragende Bodenplatte verteilt die Lasten dagegen über die ganze Grundfläche des Hauses. Welche Gründung passt, hängt vor allem vom Baugrund und von den Lasten ab.

Ist ein Streifenfundament schlechter als eine Bodenplatte?

Nein, beide Gründungen sind bewährt. Eine Bodenplatte gleicht Unterschiede im Baugrund oft besser aus und lässt sich gut mit Abdichtung und Dämmung verbinden. Bei einem bestehenden Haus kommt es vor allem auf den Zustand der Fundamente an.

Wie tief liegt ein Streifenfundament?

Die Unterkante muss frostfrei liegen, bei Häusern mit Keller liegt sie unter dem Kellerboden. Wie tief und breit die Streifen genau sind, hängt von Baugrund und Last ab und steht, wenn vorhanden, in den Bauplänen. Fehlen Pläne, klären Fachleute das bei Bedarf mit einer kleinen Grabung.

Was ist eine Unterfangung?

Bei einer Unterfangung wird ein bestehendes Fundament abschnittsweise nach unten verlängert oder verbreitert, etwa wenn der Keller tiefer werden soll oder nebenan tiefer gebaut wird. Weil dabei unter einer tragenden Wand gearbeitet wird, gehören Planung und Ausführung in die Hände von Tragwerksplanung und Fachbetrieb.

Woran erkenne ich, dass ein Streifenfundament nachgibt?

Hinweise sind neue Risse in der Wand darüber, besonders schräge oder treppenförmige Risse, die wachsen, dazu klemmende Türen und Fenster oder ein abgesackter Boden an der Wand. Ob das Fundament die Ursache ist, klären Bausachverständige oder eine Tragwerksplanung, oft mit einer Untersuchung des Baugrunds.

Was kostet eine Unterfangung?

Das hängt von Länge und Tiefe ab, vom Baugrund, von der Zugänglichkeit und vom gewählten Verfahren. Hinzu kommen Untersuchung und Tragwerksplanung. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Planung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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