Kurz erklärt

Erdberührte oder freistehende Außenwand eines Kellergeschosses.

Ausführlich erklärt ↓

Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Kellerwand einfach erklärt

Was ist eine Kellerwand?

Eine Kellerwand ist eine Außenwand des Kellergeschosses. Meist steht sie ganz oder teilweise im Erdreich, am Hang kann ein Teil auch frei liegen. Sie trägt die Lasten des Hauses zum Fundament und hält zugleich dem Druck des umgebenden Bodens stand. Je nach Baujahr besteht sie aus Naturstein, Ziegeln, Kalksandstein, Betonsteinen oder Beton.

Gegen Feuchtigkeit aus dem Boden wird die Kellerwand abgedichtet. Eine senkrechte Abdichtung auf der Außenseite schützt vor Wasser, das seitlich aus dem Erdreich kommt. Eine waagerechte Sperre im Mauerwerk soll verhindern, dass Feuchtigkeit von unten in der Wand aufsteigt. In vielen älteren Häusern fehlen diese Schichten oder sind mit den Jahren undicht geworden. Neuere Keller werden teils aus wasserundurchlässigem Beton gebaut, der die Abdichtung selbst übernimmt.

Warum ist sie wichtig?

Die Kellerwand ist dauerhaft Feuchtigkeit aus dem Erdreich ausgesetzt. Ist die Abdichtung beschädigt, dringt Wasser ins Mauerwerk. Typische Folgen sind feuchte Flecken, Salzränder, abplatzender Putz und muffige Luft. Kommt aufsteigende Feuchtigkeit hinzu, wird der untere Wandbereich besonders belastet. An feuchten Stellen kann sich Schimmel bilden.

Nicht jede feuchte Kellerwand ist undicht. Im Sommer kann warme Außenluft an den kühlen Wänden bis unter ihren Taupunkt abkühlen. Dann schlägt sich Wasser nieder, obwohl von außen keines eindringt. Weil die Maßnahmen ganz verschieden sind, steht am Anfang eine Untersuchung der Ursache. Risse, Verformungen und Durchbrüche können zudem die Standsicherheit des Hauses betreffen.

Wann wird sie zum Thema?

  • Bei feuchten Flecken, Salzrändern oder abplatzendem Putz an der Innenseite, besonders im unteren Bereich oder nach Regen.
  • Bei Rissen: Waagerechte Risse oder eine Wand, die sich nach innen wölbt, können auf eine Überlastung durch den Erddruck hindeuten. Schräge Risse können ein Setzriss sein. Beides sollten Fachleute beurteilen.
  • Bei einer Kellersanierung oder wenn der Keller als Wohnraum, Büro oder Hobbyraum genutzt werden soll.
  • Wenn außen gegraben wird, etwa für neue Leitungen oder einen Anbau. Dann lässt sich der Zustand der Abdichtung gleich mit prüfen.
  • Wenn ein Kellerfenster vergrößert oder eine Tür eingebaut werden soll. Das ist ein Eingriff in eine tragende Wand.

Gut zu wissen

  • Eine Abdichtung von außen gilt als gründlichste Lösung, weil sie das Wasser von der Wand fernhält. Ist das Freilegen nicht möglich, kommt eine Abdichtung von innen infrage.
  • Beim Graben an der Kellerwand darf das Fundament nicht unterhöhlt werden. Erdarbeiten, Abdichtung und Eingriffe ins Mauerwerk gehören in die Hände von Fachbetrieben. Für Durchbrüche ist in der Regel eine Tragwerksplanung nötig.
  • Eine Dämmung auf der Außenseite schützt zugleich die Abdichtung. Wird eine Kellerwand innen gedämmt, muss sorgfältig geplant werden, damit sich hinter der Dämmung kein Tauwasser bildet.
  • Lüften Sie den Keller im Sommer vor allem in kühlen Nacht- und Morgenstunden. Stellen Sie Regale und Möbel mit etwas Abstand zur Außenwand auf, damit Luft zirkulieren kann.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Innen- und Außenabdichtung einer Kellerwand?

Die Außenabdichtung liegt auf der erdberührten Seite und hält das Wasser vom Mauerwerk fern, dafür muss die Wand freigelegt werden. Die Innenabdichtung wird im Keller aufgebracht, das Mauerwerk dahinter bleibt dabei in der Regel feucht. Welche Lösung passt, klärt ein Fachbetrieb nach einer Untersuchung.

Warum ist meine Kellerwand feucht?

Häufige Ursachen sind eine fehlende oder beschädigte Abdichtung, aufsteigende Feuchtigkeit, Kondenswasser im Sommer, undichte Leitungen oder Regenwasser, das direkt am Haus versickert. Oft kommen mehrere zusammen. Sicher klären lässt sich die Ursache nur durch eine Untersuchung.

Sind Risse in der Kellerwand gefährlich?

Feine Risse im Putz sind oft harmlos. Warnzeichen sind Risse, die wachsen, waagerecht verlaufen oder versetzte Ränder haben, eine Wand, die sich nach innen wölbt, und Wasser, das durch Risse eindringt. Dann sollten Bausachverständige oder eine Tragwerksplanung die Wand beurteilen.

Kann ich eine feuchte Kellerwand selbst sanieren?

Richtig lüften, Abstand zwischen Möbeln und Wand und funktionierende Fallrohre können Sie selbst sicherstellen. Abdichtung, Erdarbeiten und Eingriffe ins Mauerwerk gehören in die Hände von Fachbetrieben, weil Fehler schwer zu korrigieren sind und die Standsicherheit betreffen können.

Sollte man die Kellerwand dämmen?

Bei einem beheizten Keller kann eine Dämmung der Kellerwände sinnvoll sein, am besten von außen. Bei einem unbeheizten Keller wird häufig stattdessen die Kellerdecke gedämmt, damit die Räume darüber weniger Wärme verlieren. Was passt, klären Sie mit Energieberatung oder Fachbetrieb.

Was kostet die Abdichtung einer Kellerwand?

Das hängt vom Verfahren ab, davon, ob innen oder außen abgedichtet wird, wie lang und zugänglich die Wände sind und ob sie freigelegt werden müssen. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Untersuchung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

Feuchtes Mauerwerk im KellerAusführlich erklärtKellerabdichtungDie Abdichtung erdberührter Bauteile gegen Feuchtigkeit von außen, dazu Drainage und Rückstausicherung.Beitrag lesen →

Alle Begriffe dieser Themenwelt

Mehr aus Fundament, Keller & erdberührte Bauteile

AußenabdichtungAbdichtung erdberührter Bauteile gegen Bodenfeuchte und Wasser.BauwerksabdichtungSammelbegriff für Abdichtungen, die Gebäude gegen Wasser und Feuchtigkeit schützen.BitumendickbeschichtungAbdichtungsstoff, häufig an erdberührten Kelleraußenwänden eingesetzt.BodenplatteTragende Betonplatte unter einem Gebäude oder Gebäudeteil.DrainageSystem zur Aufnahme und Ableitung von Wasser im Erdreich rund um ein Gebäude.DränleitungLeitung einer Drainage, die gesammeltes Wasser ableitet.FundamentBauteil, das Lasten des Gebäudes in den Baugrund ableitet.HohlkehleAbgerundeter Übergang zwischen Bodenplatte und Wand, wichtig bei Abdichtungsarbeiten.HorizontalsperreWaagerechte Abdichtung im Mauerwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit.KapillarfeuchtigkeitFeuchtigkeit, die über feine Poren eines Baustoffs transportiert wird.KellerbodenBodenaufbau eines Kellergeschosses; bei Feuchtigkeit besonders zu beachten.KellerdeckeBauteil zwischen Keller und darüberliegendem Geschoss.KellerwandSie sind hierLichtschachtBauteil vor einem Kellerfenster, das Licht und Luft in tiefer liegende Räume bringt.LichtschachtentwässerungAblauf oder Versickerung zur Ableitung von Wasser aus einem Lichtschacht.NoppenbahnKunststoffbahn mit Noppen, häufig als Schutzschicht vor Kellerabdichtungen.PerimeterdämmungDämmung an erdberührten Außenflächen, z. B. Kellerwänden.PumpensumpfVertiefung zum Sammeln von Wasser, das anschließend abgepumpt werden kann.RadonNatürliches radioaktives Gas aus dem Erdreich, das in Gebäude eindringen kann.SalzbelastungAnreicherung von Salzen im Mauerwerk, häufig als Folge langjähriger Feuchtigkeit.Schwarze WanneAußenliegende Abdichtung erdberührter Bauteile mit bituminösen oder bahnenförmigen Materialien.StreifenfundamentFundamentstreifen unter tragenden Wänden oder Stützenreihen.TauchpumpePumpe, die direkt im Wasser arbeitet und z. B. bei Überflutungen eingesetzt wird.VertikalsperreSenkrechte Abdichtung erdberührter Wandflächen gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit.Weiße WanneWasserundurchlässige Betonkonstruktion, die selbst die Abdichtungsfunktion übernimmt.
Weiter im Glossar

Erstgespräch

Welche Risiken hat mein Eigenheim?

Eine kurze Einschätzung, unverbindlich und kostenlos.

Nach oben scrollen