Kurz erklärt

Natürliches radioaktives Gas aus dem Erdreich, das in Gebäude eindringen kann.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

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Radon einfach erklärt

Was ist Radon?

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas. Es entsteht beim Zerfall von Uran, das in kleinen Mengen in Böden und Gesteinen vorkommt. Man kann es weder sehen noch riechen oder schmecken. Im Freien verdünnt es sich schnell, in Gebäuden kann es sich dagegen anreichern.

Ins Haus gelangt Radon mit der Bodenluft, etwa über Risse in Bodenplatte und Kellerwänden, offene Fugen sowie Rohr- und Kabeldurchführungen. Verstärkt wird das durch den Kamineffekt: Warme Raumluft steigt nach oben, und im unteren Teil des Hauses entsteht ein leichter Unterdruck, der Bodenluft ansaugt. Deshalb sind die Werte meist im Keller und im Erdgeschoss am höchsten, in der kalten Jahreszeit oft höher als im Sommer.

Warum ist es wichtig?

Wer Radon und seine radioaktiven Zerfallsprodukte über längere Zeit in erhöhtem Maß einatmet, hat ein höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz ist Radon nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen dafür. Bei gesundheitlichen Fragen ist die Ärztin oder der Arzt die richtige Anlaufstelle.

Als Maßstab nennt das Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter im Jahresmittel für Aufenthaltsräume. Er ist kein Grenzwert, sondern eine Orientierung dafür, ab wann Maßnahmen angebracht sind. Für bestehende Wohnhäuser schreibt das Gesetz weder eine Messung noch eine Sanierung vor. Wer neu baut, muss das Eindringen von Radon aus dem Baugrund verhindern oder erheblich erschweren. Außerhalb von Radonvorsorgegebieten gilt das als erfüllt, wenn der Feuchteschutz nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten ist.

Wann wird es zum Thema?

  • Wenn Kellerräume genutzt werden, etwa als Hobbyraum oder Büro, oder Wohnräume direkt auf dem Erdreich liegen.
  • Bei einem Fenstertausch oder einer Dämmung: Eine dichtere Hülle verringert den Luftaustausch. Nach dem Strahlenschutzgesetz soll der Radonschutz dann mitbedacht werden, soweit er erforderlich und zumutbar ist.
  • Bei einer Kellersanierung: Werden Bodenplatte, Kellerwände oder Durchführungen ohnehin abgedichtet, lässt sich der Radonschutz gleich mit planen.

Gut zu wissen

  • Für eine Messung bestellen Sie passive Messgeräte bei einem Messlabor und stellen sie in den meistgenutzten Räumen und im Keller auf. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt drei bis zwölf Monate Messdauer, ideal ist ein ganzes Jahr. Wer kürzer misst, misst am besten in der Heizperiode.
  • In Hessen sind nach Angaben des Landes bislang keine Radonvorsorgegebiete festgelegt, also Gebiete, in denen der Referenzwert voraussichtlich in einer beträchtlichen Zahl von Gebäuden überschritten wird. Erhöhte Werte in einzelnen Häusern schließt das nicht aus. Beratung bietet das Hessische Radonzentrum an der Technischen Hochschule Mittelhessen.
  • Stoßlüften senkt die Konzentration rasch, ist aber meist keine Dauerlösung. Dauerhaft helfen abgedichtete Risse, Fugen und Rohrdurchführungen sowie eine dicht schließende Kellertür. Reicht das nicht, plant eine Radon-Fachperson weitere Schritte, etwa eine Absaugung der Bodenluft unter der Bodenplatte.
  • Nach jeder Maßnahme zeigt eine neue Messung, ob sie gewirkt hat. Bewahren Sie Ergebnisse und Nachweise in Ihrer Hausakte auf.

Häufige Fragen

Ist Radon im Haus gefährlich?

Wer Radon über längere Zeit in erhöhtem Maß einatmet, hat ein höheres Risiko für Lungenkrebs. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz ist Radon nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen dafür. Wie hoch die Belastung in Ihrem Haus ist, zeigt nur eine Messung; bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Gibt es in Hessen Radonvorsorgegebiete?

Nach Angaben des Landes sind in Hessen bislang keine Radonvorsorgegebiete festgelegt, auch nicht im Landkreis Kassel. Die Festlegung wird mindestens alle zehn Jahre überprüft. Erhöhte Werte in einzelnen Häusern sind trotzdem möglich, Gewissheit gibt nur eine Messung.

Wie misst man Radon im Haus?

Am einfachsten mit passiven Messgeräten, die Sie bei einem Messlabor bestellen und nach der Messung zur Auswertung zurückschicken. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt drei bis zwölf Monate Messdauer, mit Geräten in den meistgenutzten Räumen und im Keller. Kurzzeitmessungen zeigen nur eine Momentaufnahme.

Muss ich Radon in meinem Haus messen oder senken?

Für bestehende Wohnhäuser schreibt das Strahlenschutzgesetz weder eine Messung noch eine Sanierung vor. Liegt der Jahresmittelwert über dem Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter, sind Maßnahmen aber empfehlenswert. Pflichten gibt es für Neubauten und für bestimmte Arbeitsplätze.

Was kann ich gegen Radon tun?

Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Konzentration rasch. Dauerhaft helfen abgedichtete Risse, Fugen und Rohrdurchführungen sowie eine dicht schließende Kellertür. Bleiben die Werte hoch, plant eine Radon-Fachperson weitere Schritte, und eine neue Messung zeigt, ob sie gewirkt haben.

Was kostet es, Radon zu messen und zu senken?

Die Kosten einer Messung hängen vom Messlabor und von der Zahl der Messgeräte ab. Was eine Sanierung kostet, hängt davon ab, wo das Radon eindringt und welche Maßnahmen nötig sind; oft lässt sie sich mit ohnehin geplanten Arbeiten verbinden. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Messung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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