Ausführlich erklärt
Fenstertausch einfach erklärt
Was ist ein Fenstertausch?
Bei einem Fenstertausch werden alte Fenster ausgebaut und durch neue ersetzt. Meist geht es um das ganze Bauteil, also Rahmen, Flügel und Verglasung. Neue Fenster haben eine Mehrscheiben-Isolierverglasung, häufig mit drei Scheiben, und deutlich dichtere Rahmen. Je nach Ausführung verbessern sie neben dem Wärmeschutz auch Schallschutz und Einbruchschutz.
Zum Fenstertausch gehört mehr als das neue Fenster. Entscheidend ist der Einbau. Die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk muss innen luftdicht, in der Mitte gedämmt und außen gegen Schlagregen geschützt sein. Fehler an dieser Fensteranschlussfuge führen zu Zugluft, Wärmeverlust und Feuchteschäden. Oft werden auch Fensterbänke, Laibungen und Rollladenkästen angepasst.
Warum ist er wichtig?
Alte Fenster mit Einfachverglasung oder frühen Isoliergläsern verlieren viel Wärme, undichte Rahmen lassen Zugluft herein. Neue Fenster senken den Wärmeverlust und erhöhen die Behaglichkeit, weil die Scheibe innen wärmer bleibt. Der Tausch ist zugleich eine Gelegenheit für mehr Sicherheit: Einbruchhemmende Ausführungen lassen sich gleich mit einplanen, mehr dazu unter mechanischer Einbruchschutz.
Wichtig ist der Blick auf das ganze Haus. Sind die neuen Fenster deutlich besser gedämmt als die Wände, wird die Wand zur kältesten Stelle im Raum. Feuchtigkeit schlägt sich dann nicht mehr an der Scheibe nieder, sondern an Laibungen oder in Raumecken. Dort kann Schimmel entstehen. Neue Fenster sind außerdem dichter, deshalb entweicht weniger feuchte Luft von selbst. Das Lüften muss sich darauf einstellen.
Wann wird er zum Thema?
- Wenn Fenster ziehen, schwer schließen oder die Rahmen morsch oder verzogen sind.
- Wenn Scheiben von innen zwischen den Gläsern beschlagen: Dann ist der Randverbund der Isolierverglasung meist undicht.
- Bei einer Fassadendämmung: Fenster und Wärmedämmverbundsystem sollten gemeinsam geplant werden, damit die neuen Fenster in der Dämmebene sitzen und die Anschlüsse stimmen.
- Nach einem Einbruch oder wenn Sie Ihr Haus besser sichern möchten.
- Beim Kauf eines älteren Hauses, dessen Fenster noch aus der Bauzeit stammen.
Gut zu wissen
- Aus- und Einbau gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Lassen Sie sich beschreiben, wie die Anschlussfuge ausgeführt wird.
- Für neue Fenster gelten Mindestanforderungen an den Wärmeschutz aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz, früher Gebäudeenergiegesetz. Ausgenommen ist der Tausch einzelner Fenster, wenn er nur einen kleinen Teil der gesamten Fensterfläche betrifft.
- Wird mehr als ein Drittel der Fenster getauscht, sieht die Norm DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept vor. Es zeigt, ob Lüften über die Fenster genügt, um Feuchteschäden zu vermeiden, oder ob zusätzliche Maßnahmen nötig sind.
- Einbruchhemmende Fenster werden in Widerstandsklassen eingeteilt. Für Wohnhäuser empfiehlt die Polizei in der Regel mindestens die Klasse RC 2. Die Klasse wird nur erreicht, wenn auch der Einbau dazu passt.
- Bewahren Sie Angebote, Rechnungen und Produktnachweise auf. Sie sind für Förderung, Gewährleistung und einen späteren Verkauf wichtig.
Häufige Fragen
Wann sollte man die Fenster tauschen?
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Anlass sind meist Zugluft, beschlagene Scheibenzwischenräume, morsche oder verzogene Rahmen, schwergängige Beschläge oder eine geplante Fassadendämmung. Ein Fachbetrieb kann prüfen, ob eine Reparatur oder ein Tausch sinnvoller ist.
Muss ich nach dem Fenstertausch anders lüften?
In der Regel ja. Neue Fenster sind deutlich dichter, deshalb entweicht weniger Feuchtigkeit von selbst. Regelmäßiges Stoßlüften und bei Bedarf ein Lüftungskonzept helfen, Kondenswasser und Schimmel zu vermeiden.
Brauche ich für den Fenstertausch eine Genehmigung?
In der Regel nicht, wenn Fenster in gleicher Größe ersetzt werden. Anders kann es bei Denkmalschutz, einer Gestaltungssatzung der Gemeinde oder veränderten Fensteröffnungen sein. Klären Sie das im Zweifel vorher mit dem Bauamt.
Kann ich nur die Scheiben tauschen lassen?
Das ist möglich, wenn die Rahmen gut erhalten und für eine moderne Verglasung geeignet sind. Ob sich das lohnt, prüft ein Fachbetrieb. Auch für eine neue Verglasung gelten Mindestanforderungen an den Wärmeschutz.
Was kostet ein Fenstertausch?
Das hängt von Zahl, Größe und Material der Fenster ab, von der Ausstattung wie Verglasung, Schallschutz oder Einbruchhemmung und vom Aufwand beim Aus- und Einbau. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach Aufmaß und Angebot.
Gibt es eine Förderung für neue Fenster?
Für den Fenstertausch gibt es Förderprogramme, die meist höhere Anforderungen an den Wärmeschutz stellen als das Gesetz. Bei vielen muss der Antrag gestellt sein, bevor Sie den Auftrag verbindlich vergeben. Klären Sie den aktuellen Stand vorher mit Energieberatung oder Fachbetrieb.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
