Kurz erklärt

Abgerundeter Übergang zwischen Bodenplatte und Wand, wichtig bei Abdichtungsarbeiten.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Hohlkehle einfach erklärt

Was ist eine Hohlkehle?

Eine Hohlkehle ist ein nach innen gerundeter Übergang in der Ecke zwischen zwei Bauteilen. Beim Abdichten eines Kellers entsteht sie dort, wo die Außenwand auf das Fundament oder die Bodenplatte trifft. Statt eines scharfen rechten Winkels gibt es dort eine gleichmäßige Rundung. Über sie wird die Abdichtung von der Wand auf den waagerechten Teil darunter geführt.

Meist wird die Hohlkehle aus Mörtel geformt, bevor die Abdichtung aufgetragen wird. Bei manchen Abdichtungsstoffen darf sie nach Herstellerangaben auch aus dem Abdichtungsstoff selbst bestehen. Den Begriff gibt es auch in anderen Bereichen, etwa für gerundete Übergänge zwischen Wand und Decke. Hier geht es um die Hohlkehle als Teil der Abdichtung. An Außenkanten wird dagegen die Kante gebrochen oder abgeschrägt. Man spricht dann von einer Fase.

Warum ist sie wichtig?

Abdichtungen vertragen keine scharfen Ecken. Flüssig aufgetragene Stoffe werden in einem rechten Winkel ungleichmäßig dick und können dort beim Trocknen reißen. Bahnen lassen sich in einer scharfen Ecke nicht vollflächig anlegen. Dahinter bleibt leicht ein Hohlraum, und unter Erddruck kann die Bahn dort knicken oder reißen. Die Rundung sorgt dafür, dass die Abdichtung überall gleichmäßig aufliegt.

Zugleich liegt hier eine typische Schwachstelle. Fundament oder Bodenplatte und Wand werden nacheinander hergestellt, zwischen ihnen verläuft eine Fuge. Am Wandfuß sammelt sich außerdem Wasser, das im Boden an der Wand herabsickert. Fehlt die Hohlkehle oder ist sie mangelhaft ausgeführt, ist die Abdichtung genau dort am schwächsten, wo die Belastung oft am höchsten ist. Nach dem Verfüllen ist das von außen nicht mehr zu erkennen.

Wann wird sie zum Thema?

  • Beim Neubau mit Keller, bevor die Außenwände abgedichtet werden.
  • Bei einer Kellersanierung mit Abdichtung von außen: Wird die Wand bis zum Fundament freigelegt, wird am Wandfuß eine neue Hohlkehle hergestellt.
  • Bei einer Abdichtung von innen: Auch dort wird der Übergang zwischen Kellerboden und Wand oft mit einer Hohlkehle aus Dichtungsmörtel ausgebildet.
  • Wenn innen am Wandfuß Feuchtigkeit auftritt: Die Fuge zwischen Wand und Boden ist eine häufige Schwachstelle. Die Ursache klärt eine Untersuchung, etwa mit einer Feuchtemessung.
  • Beim Vergleich von Angeboten: Ob Hohlkehle, Untergrundvorbereitung und Schutzschicht aufgeführt sind, zeigt, wie gründlich geplant wurde.

Gut zu wissen

  • Die Hohlkehle gehört zur Vorbereitung des Untergrunds und wird vor der Abdichtung hergestellt. Ausgerundet werden in der Regel auch die übrigen Innenecken der Wand.
  • Hohlkehle und Abdichtungsstoff müssen zueinander passen. Welcher Mörtel oder welches Material geeignet ist, steht in den Angaben des Herstellers für das jeweilige Abdichtungssystem.
  • Beim Freilegen bis zum Fundament darf das Fundament nicht unterhöhlt werden. Erdarbeiten und Abdichtung gehören deshalb in die Hände von Fachbetrieben.
  • Lassen Sie sich den Wandfuß vor dem Verfüllen mit Fotos dokumentieren. Die Bilder gehören in Ihre Hausakte.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hohlkehle und Fase?

Eine Hohlkehle rundet eine Innenecke aus, etwa zwischen Wand und Fundament. Eine Fase bricht eine Außenkante, indem sie abgeschrägt wird. Beide sorgen dafür, dass eine Abdichtung nicht über scharfe Kanten läuft.

Braucht jede Kellerabdichtung eine Hohlkehle?

Bei Abdichtungen aus Bahnen oder flüssig aufgetragenen Stoffen gehört sie am Übergang zwischen Wand und Fundament oder Bodenplatte in der Regel dazu. Bei einer Weißen Wanne übernimmt der Beton selbst die Abdichtung, dort werden die Fugen mit eigenen Fugenabdichtungen gesichert. Was im Einzelfall nötig ist, legt die Planung fest.

Wie groß muss eine Hohlkehle sein?

Das hängt vom Abdichtungsstoff ab. Für Hohlkehlen aus Mörtel nennen Hersteller meist einen Radius von etwa 4 bis 6 Zentimetern, für Hohlkehlen aus Bitumendickbeschichtung teils kleinere Maße. Maßgeblich sind die Angaben für das jeweilige Abdichtungssystem.

Woraus wird eine Hohlkehle hergestellt?

Meist aus einem Mörtel, der zum Untergrund und zur Abdichtung passt. Bei manchen flüssig verarbeiteten Abdichtungsstoffen ist auch eine Hohlkehle aus dem Abdichtungsstoff selbst zulässig, wenn der Hersteller das vorsieht.

Kann man eine fehlende Hohlkehle nachträglich herstellen?

Außen nur, wenn die Wand bis zum Fundament freigelegt wird. Dann wird die Hohlkehle zusammen mit einer neuen Abdichtung hergestellt. Ob das nötig ist, klärt ein Fachbetrieb nach einer Untersuchung.

Was kostet eine Hohlkehle?

Die Hohlkehle ist meist ein kleiner Teil der Abdichtungsarbeiten und wird mit ihnen zusammen angeboten. Entscheidend für den Preis sind Freilegen, Untergrundvorbereitung und Abdichtung. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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