Kurz erklärt

Verbindungsrohr zwischen Ofen und Schornstein.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Rauchrohr einfach erklärt

Was ist ein Rauchrohr?

Ein Rauchrohr verbindet einen Ofen mit dem Schornstein. Durch das Rohr ziehen die heißen Abgase in den Schornstein und von dort ins Freie. Rauchrohre gibt es an Kaminöfen, Holzherden, vielen Kachelöfen und Kesseln für feste Brennstoffe. Umgangssprachlich heißt es auch Ofenrohr, in den Vorschriften Verbindungsstück. Bei einer Gasheizung oder Ölheizung spricht man eher vom Abgasrohr.

Meist besteht ein Rauchrohr aus Stahlblech, das hitzebeständig lackiert oder emailliert ist, oder aus Edelstahl. Gerade Stücke und Bögen werden ineinandergesteckt. Am Schornstein sitzt das Rohr in einem Wandfutter, einer Hülse in der Schornsteinwand. Nach der Hessischen Bauordnung müssen sich Abgasanlagen leicht reinigen lassen, viele Rauchrohre haben deshalb eine Reinigungsöffnung.

Warum ist es wichtig?

Das Rauchrohr wird im Betrieb sehr heiß und führt Abgase, die Kohlenmonoxid enthalten können, ein giftiges Gas, das man weder sieht noch riecht. Die Verbindungen müssen deshalb dicht und das Rohr unbeschädigt sein. Sonst können Abgase in den Raum gelangen. Ein CO-Melder im Aufstellraum ist eine sinnvolle Ergänzung.

Außerdem gibt das Rohr viel Wärme ab. Bauteile aus brennbaren Baustoffen in der Nähe, etwa Holzbalken oder Verkleidungen, dürfen dadurch nicht zu heiß werden. Im Rohr selbst setzen sich mit der Zeit Ruß und Asche ab. Das bremst den Zug, und die Ablagerungen können sich im ungünstigen Fall entzünden.

Wann wird es zum Thema?

  • Beim Einbau eines neuen Ofens: Das Rohr muss zu Ofen und Schornstein passen. In der Regel soll es möglichst kurz sein und zum Schornstein hin ansteigen.
  • Vor der Heizsaison, etwa beim Herbstcheck: Sehen Sie nach, ob das Rohr sauber, fest und dicht ist.
  • Bei Rost, Löchern oder Verformungen: Heizen Sie dann nicht weiter und lassen Sie das Rohr vom Fachbetrieb oder Schornsteinfeger prüfen.
  • Wenn es nach Rauch riecht oder an den Steckverbindungen Ruß austritt.
  • Bei Umbauten im Aufstellraum, etwa wenn eine Holzverkleidung oder ein Einbauschrank in die Nähe des Rohrs kommen soll.

Gut zu wissen

  • Zu Bauteilen aus brennbaren Baustoffen nennt die Hessische Feuerungsverordnung für Rauchrohre in der Regel einen Mindestabstand von 40 Zentimetern. Ist das Rohr mindestens 2 Zentimeter dick mit nichtbrennbarem Dämmstoff ummantelt, genügen 10 Zentimeter.
  • In Hessen darf ein Rauchrohr nach der Feuerungsverordnung nicht in Decken, Wänden oder unzugänglichen Hohlräumen verlaufen und nicht in ein anderes Geschoss oder eine andere Wohnung geführt werden.
  • Ein frei im Raum verlaufendes Rauchrohr, das sich abnehmen lässt, muss der Schornsteinfeger nach der Kehr- und Überprüfungsordnung in der Regel nicht kehren. Um die Reinigung kümmern Sie sich dann selbst.
  • Reinigen Sie das Rohr nur, wenn Ofen und Rohr ganz abgekühlt sind. Ruß und Asche gehören in einen Behälter aus Metall, weil darin noch lange Glut stecken kann.
  • Einbau und Austausch gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Neue oder geänderte Anlagen nimmt der Bezirksschornsteinfeger ab.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Rauchrohr und Abgasleitung?

Das Rauchrohr ist das Verbindungsstück zwischen Ofen und Schornstein. Eine Abgasleitung führt die Abgase von Öl- und Gasfeuerstätten selbst ins Freie, meist über das Dach, und ist nicht rußbrandbeständig. Für Holzöfen ist sie deshalb nicht geeignet, sie brauchen einen Schornstein.

Wer reinigt das Rauchrohr?

Ein frei verlaufendes, abnehmbares Rauchrohr gehört in der Regel nicht zu den Anlagen, die der Schornsteinfeger kehren muss. Um die Reinigung kümmern Sie sich dann selbst nach der Anleitung des Herstellers, oder Sie beauftragen den Schornsteinfeger oder einen Fachbetrieb damit. Im Zweifel fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, wer bei Ihrer Anlage zuständig ist.

Wie oft sollte das Rauchrohr gereinigt werden?

Das hängt davon ab, wie oft Sie heizen und wie trocken das Holz ist. Sehen Sie das Rohr mindestens vor jeder Heizsaison nach und reinigen Sie es, wenn sich Ruß oder Asche abgesetzt haben. Maßgeblich sind die Angaben des Ofenherstellers.

Welchen Abstand muss ein Rauchrohr zu Holz haben?

In Hessen nennt die Feuerungsverordnung für Rauchrohre in der Regel mindestens 40 Zentimeter Abstand zu Bauteilen aus brennbaren Baustoffen. Mit einer mindestens 2 Zentimeter dicken Ummantelung aus nichtbrennbarem Dämmstoff genügen 10 Zentimeter. Abweichende Abstände müssen für das Rohr nachgewiesen sein, und der Bezirksschornsteinfeger prüft, was bei Ihnen gilt.

Darf ich ein Rauchrohr selbst einbauen?

Davon ist abzuraten, denn Fehler bei Abständen oder Dichtheit können zu Bränden oder Abgasvergiftungen führen. Wird ein Ofen samt Rauchrohr eingebaut oder ausgewechselt, verlangt die Hessische Bauordnung dafür eine Fachfirma. Abnehmen muss die Anlage in jedem Fall der Bezirksschornsteinfeger.

Was tun, wenn das Rauchrohr rostet oder Löcher hat?

Heizen Sie nicht weiter, bis das Rohr geprüft ist. Durch Löcher und Rostschäden können Abgase in den Raum gelangen, und das Rohr verliert an Festigkeit. Lassen Sie es von einem Fachbetrieb oder dem Schornsteinfeger ansehen und gegebenenfalls ersetzen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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