Ausführlich erklärt
Gasheizung einfach erklärt
Was ist eine Gasheizung?
Eine Gasheizung erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Gas. Meist ist das Erdgas aus dem öffentlichen Netz, das über einen Hausanschluss und einen Gaszähler ins Haus kommt. Wo es keinen Netzanschluss gibt, kann Flüssiggas genutzt werden, das in einem Tank auf dem Grundstück lagert. Die Heizung versorgt in der Regel das ganze Haus mit Wärme und oft auch mit Warmwasser.
Es gibt wandhängende Geräte, oft Gastherme genannt, und bodenstehende Gaskessel. Neue Geräte arbeiten heute in der Regel mit Brennwerttechnik. Sie nutzen zusätzlich die Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas. Die Abgase werden über eine Abgasleitung ins Freie geführt, meist über das Dach, bei manchen Geräten auch durch die Außenwand.
Warum ist sie wichtig?
Damit eine Gasheizung sicher arbeitet, müssen Gerät, Gasleitungen und Abgasweg dicht und richtig eingestellt sein. Austretendes Gas kann zu Bränden und Explosionen führen. Gelangen Abgase in die Räume, kann darin Kohlenmonoxid enthalten sein, ein giftiges Gas, das man weder sieht noch riecht. Ein CO-Melder im Aufstellraum ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung. Einen Gasaustritt erkennt er nicht, dafür gibt es eigene Gasmelder.
Auch die laufenden Kosten spielen eine Rolle. Auf Erdgas und Flüssiggas wird ein CO2-Preis erhoben. Wie sich dieser Preis und die Gaspreise entwickeln, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Wer eine neue Gasheizung einbaut, legt sich damit für viele Jahre auf diesen Brennstoff fest.
Wann wird sie zum Thema?
- Beim Heizungstausch: Soll der alte Gaskessel ersetzt werden, stellt sich die Frage, ob wieder ein Gasgerät eingebaut wird oder ein anderes System.
- Bei den Terminen des Schornsteinfegers: Er prüft Abgasweg und Gerät nach dem Feuerstättenbescheid. Stellt er Mängel fest, muss ein Fachbetrieb sie beheben.
- Wenn Ihre Gemeinde ihre Wärmeplanung vorlegt: Sie zeigt, wie die Wärmeversorgung im Ort künftig aussehen soll, auch mit Blick auf das Gasnetz.
- Bei Warnzeichen: Abgasgeruch im Aufstellraum, Ruß am Gerät, häufige Störungen oder Wasser unter der Therme. Dann sollte ein Fachbetrieb nachsehen.
- Beim Kauf eines Hauses mit Gasheizung: Lassen Sie sich Wartungsnachweise, den Feuerstättenbescheid und, falls vorhanden, Prüfprotokolle der Gasleitungen übergeben.
Gut zu wissen
- Arbeiten an Gasgeräten und Gasleitungen gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Bei Erdgas muss er im Installateurverzeichnis eines Gasnetzbetreibers eingetragen sein. Neue oder geänderte Abgasanlagen nimmt der Bezirksschornsteinfeger ab.
- Für die Gasleitungen im Haus ist ab der Hauptabsperreinrichtung der Eigentümer verantwortlich. Die technischen Regeln für Gasinstallationen sehen eine jährliche Sichtkontrolle durch den Betreiber vor und alle zwölf Jahre eine Prüfung durch einen Fachbetrieb.
- Für Flüssiggastanks gelten eigene Prüfpflichten. Fragen Sie dazu Ihren Lieferanten oder einen Fachbetrieb.
- Welche Vorgaben für neue Gasheizungen gelten, regelt das Gebäudemodernisierungsgesetz, das bis 2026 Gebäudeenergiegesetz hieß. Den aktuellen Stand klären Sie mit Energieberatung oder Fachbetrieb.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Gastherme und Gasheizung?
Gasheizung ist der Oberbegriff für alle Heizungen, die mit Gas betrieben werden. Eine Gastherme ist ein kompaktes, wandhängendes Gasgerät, das oft auch das Warmwasser bereitet. Daneben gibt es bodenstehende Gaskessel, die meist mit einem separaten Speicher arbeiten.
Muss ich meine alte Gasheizung austauschen?
Allein wegen ihres Alters muss eine funktionierende Gasheizung nach heutigem Stand nicht mehr getauscht werden, die frühere Austauschpflicht für bestimmte alte Heizkessel wurde 2026 gestrichen. Ein Tausch kann aber nötig werden, wenn der Schornsteinfeger Mängel feststellt, die sich nicht anders beheben lassen. Den aktuellen Stand klären Sie mit Energieberatung oder Fachbetrieb.
Darf ich noch eine neue Gasheizung einbauen?
Beim Austausch in einem bestehenden Haus ist das nach heutigem Stand grundsätzlich möglich. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, früher Gebäudeenergiegesetz, verbindet das aber mit Vorgaben zu den eingesetzten Brennstoffen, die sich auf die späteren Betriebskosten auswirken können. Klären Sie den aktuellen Stand vor der Entscheidung mit Energieberatung oder Fachbetrieb.
Wie oft muss eine Gasheizung gewartet werden?
Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers, üblich ist eine Wartung durch einen Fachbetrieb einmal im Jahr. Zusätzlich prüft der Schornsteinfeger die Anlage in den Abständen, die im Feuerstättenbescheid stehen.
Was kostet eine Gasheizung?
Das hängt vom Gerät ab, von der nötigen Abgasleitung, von Speicher und Anschlüssen und davon, was an der vorhandenen Anlage angepasst werden muss. Für die laufenden Kosten spielen Gaspreis und CO2-Preis eine Rolle. Einen belastbaren Preis für den Einbau gibt es erst nach Besichtigung und Angebot.
Was tun bei Gasgeruch?
Betätigen Sie keine Lichtschalter oder Klingeln, vermeiden Sie offenes Feuer und telefonieren Sie nicht im Haus. Öffnen Sie Fenster und Türen, schließen Sie, wenn gefahrlos möglich, die Hauptabsperreinrichtung, warnen Sie Mitbewohner und verlassen Sie das Haus. Rufen Sie von draußen den Störungsdienst Ihres Netzbetreibers oder die Feuerwehr über 112.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

