Kurz erklärt

Druckunterschied, der Abgase durch den Schornstein nach außen transportiert.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Schornsteinzug einfach erklärt

Was ist der Schornsteinzug?

Der Schornsteinzug ist der Sog, der die Abgase einer Feuerstätte durch den Schornstein ins Freie befördert. Er entsteht, weil warme Abgase leichter sind als die kühlere Außenluft. Die warme Gassäule im Schornstein drückt weniger stark als eine gleich hohe Säule Außenluft. Dieser Druckunterschied zieht die Abgase nach oben und frische Verbrennungsluft in die Feuerstätte. Fachleute sprechen auch vom Förderdruck.

Wie stark der Zug ist, hängt vor allem vom Temperaturunterschied zwischen Abgas und Außenluft und von der Höhe des Schornsteins ab. Für Kaminöfen, Kachelöfen und offene Kamine ist der natürliche Zug entscheidend. Bei vielen Öl- und Gasgeräten mit Brennwerttechnik schiebt dagegen ein Gebläse die Abgase hinaus. Mit Zug ist manchmal auch ein einzelner Kanal im Schornstein gemeint.

Warum ist er wichtig?

Zieht der Schornstein zu schwach, gelangen Rauch und Abgase in den Raum, vor allem beim Anheizen oder wenn Sie die Ofentür öffnen. Darin kann Kohlenmonoxid enthalten sein, ein giftiges Gas, das man weder sieht noch riecht. Ein CO-Melder im Aufstellraum ist deshalb sinnvoll. Zudem verbrennt das Holz schlechter, und es entstehen mehr Ruß und Ablagerungen, die sich im Schornstein entzünden können.

Zieht er zu stark, brennt das Feuer zu schnell und zu heiß. Das erhöht den Brennstoffverbrauch und belastet den Ofen. Gut ist ein gleichmäßiger Zug, der zur Feuerstätte passt. Wie viel Zug ein Ofen braucht, steht in seinen technischen Daten.

Wann wird er zum Thema?

  • Wenn der Ofen qualmt: Rauch beim Anheizen oder beim Öffnen der Tür, eine schnell verrußte Scheibe oder starker Rußansatz sind typische Zeichen für schwachen Zug.
  • Bei bestimmtem Wetter: An milden Tagen ist der Temperaturunterschied klein, und der Zug lässt nach. Auch Wind kann stören, etwa wenn die Mündung im Windschatten höherer Gebäude oder Bäume liegt.
  • Bei einem neuen Ofen am alten Schornstein: Ist der Querschnitt für einen kleinen, modernen Ofen zu weit, kühlen die Abgase zu stark ab, und der Zug reicht nicht.
  • Wenn sich die Luftdichtheit des Hauses ändert oder ein Abluftgerät dazukommt, etwa eine Dunstabzugshaube. Ein Unterdruck im Raum wirkt gegen den Zug.

Gut zu wissen

  • Ob Schornstein und Feuerstätte zusammenpassen, berechnen Fachleute vor dem Einbau, in der Regel nach der Normenreihe DIN EN 13384.
  • Scheitholz darf nur mit einem Feuchtegehalt unter 25 Prozent verbrannt werden. Feuchtes Holz verbrennt schlecht, die Abgase bleiben kühler, und der Zug lässt nach.
  • Undichte Reinigungsverschlüsse, Risse oder offene Anschlüsse lassen kalte Nebenluft ein und schwächen den Zug. Auch ein langes Rauchrohr mit vielen Bögen bremst ihn.
  • Zieht ein Schornstein dauerhaft zu stark, kann eine Nebenluftvorrichtung helfen, auch Zugbegrenzer genannt. Ob sie zu Ihrer Anlage passt, klärt der Schornsteinfeger.
  • Änderungen am Schornstein, etwa eine Verlängerung, ein Aufsatz oder ein neues Innenrohr, gehören in die Hände von Fachbetrieben. Geänderte Anlagen nimmt der Bezirksschornsteinfeger ab.

Häufige Fragen

Warum zieht mein Schornstein nicht richtig?

Häufige Ursachen sind ein kalter Schornstein beim Anheizen, mildes Wetter, feuchtes Holz, ein Unterdruck im Raum durch Abluftgeräte oder ein Querschnitt, der nicht zum Ofen passt. Auch Undichtheiten und Wind können eine Rolle spielen. Hält das Problem an, sollte der Schornsteinfeger nachsehen.

Woran erkenne ich einen schlechten Schornsteinzug?

Typisch sind Rauch, der beim Anheizen oder beim Öffnen der Ofentür in den Raum drückt, eine schnell verrußte Scheibe und starker Rußansatz. Oft brennt das Feuer zudem träge. Riecht es im Raum nach Abgas, lüften Sie und heizen erst weiter, wenn die Ursache geklärt ist.

Was hilft, wenn der Ofen beim Anheizen qualmt?

Zünden Sie mit kleinem, trockenem Holz und geöffneter Luftzufuhr an, damit der Schornstein schnell warm wird. Schalten Sie Dunstabzugshaube und andere Abluftgeräte währenddessen aus. Hilft das nicht, sollte der Schornsteinfeger die Ursache klären.

Kann ein Schornstein zu stark ziehen?

Ja. Dann brennt das Feuer zu schnell und zu heiß, und der Brennstoffverbrauch steigt. Abhilfe kann ein Zugbegrenzer schaffen, der bei starkem Zug Raumluft in den Schornstein lässt und den ein Fachbetrieb nach Abstimmung mit dem Schornsteinfeger einbaut.

Wer misst den Schornsteinzug?

Das übernimmt der Schornsteinfeger mit einem Messgerät, zum Beispiel wenn es Probleme gibt. Gemessen wird der Druckunterschied in Pascal. Ob der Wert ausreicht, hängt davon ab, wie viel Zug Ihre Feuerstätte laut Hersteller braucht.

Was kostet es, den Schornsteinzug zu verbessern?

Das hängt von der Ursache ab. Manchmal genügen trockenes Holz und richtiges Anheizen, manchmal braucht es einen Aufsatz, eine Verlängerung, ein passendes Innenrohr oder eine Abdichtung. Einen belastbaren Preis gibt es erst, wenn Schornsteinfeger oder Fachbetrieb die Ursache kennen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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