Kurz erklärt

Senkrechtes Rohr, das Regenwasser von der Dachrinne nach unten ableitet.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Fallrohr einfach erklärt

Was ist ein Fallrohr?

Ein Fallrohr leitet das Regenwasser aus der Dachrinne senkrecht nach unten. Man spricht auch vom Regenfallrohr. Oben ist es über den Rinneneinlauf mit der Rinne verbunden, Bögen führen es zur Hauswand. Dort halten es Rohrschellen. Unten geht es meist in ein robustes Standrohr über, das in die Grundleitung im Boden mündet.

Fallrohre bestehen meist aus demselben Material wie die Rinne, etwa Titanzink, Kupfer, Aluminium, beschichtetem Stahl oder Kunststoff. Wie groß sie sein müssen, hängt von der angeschlossenen Dachfläche und der örtlichen Regenmenge ab. Anschließend fließt das Wasser in den Kanal, in eine Versickerung oder in eine Zisterne. Über einen Regensammler lässt sich ein Teil in eine Regentonne abzweigen.

Warum ist es wichtig?

Im Fallrohr sammelt sich das Wasser einer ganzen Dachfläche. Setzt es sich mit Laub, Moos oder Schmutz zu, staut sich das Wasser bis in die Rinne zurück und läuft dort über, auch wenn die Rinne selbst sauber ist. Tritt Wasser an undichten Verbindungen oder am unteren Ende aus, durchnässt es Fassade und Sockel. Am Fuß der Kellerwand kann es dann ins Mauerwerk eindringen.

Im Winter kommt Frost hinzu. Steht Wasser in einem teilweise verstopften Rohr, kann es gefrieren und Nähte oder Rohrstücke aufplatzen lassen. Auch wohin das Wasser fließt, ist nicht beliebig. Nach dem Nachbarrecht darf es nicht auf das Nachbargrundstück gelangen. Ob es in den Kanal oder in eine Versickerung geleitet wird, regelt die Gemeinde.

Wann wird es zum Thema?

  • Im Herbst nach dem Laubfall: Laub, Nadeln und Moos sammeln sich oft am Rinneneinlauf und in den Bögen.
  • Wenn die Rinne am Fallrohr überläuft oder Wasser an Verbindungen oder am Standrohr austritt.
  • Nach Frost, Sturm oder Hagel: Rohre können aufgeplatzt oder eingedrückt sein oder sich aus den Schellen gelöst haben.
  • Bei einer Fassadensanierung oder Fassadendämmung: Die Fallrohre müssen dafür abgenommen und danach passend neu befestigt werden.
  • Wenn das Regenwasser künftig anders abfließen soll, etwa in eine Zisterne oder eine Versickerung statt in den Kanal.

Gut zu wissen

  • Außen liegende Fallrohre sind meist nur ineinandergesteckt. Staut sich darin Wasser, tritt es an den Verbindungen aus. Das ist oft der erste Hinweis auf eine Verstopfung weiter unten.
  • Viele Standrohre haben eine Reinigungsöffnung. Über sie lässt sich klären, ob die Verstopfung im Fallrohr sitzt oder tiefer in der Grundleitung. Leitungen im Boden reinigt und prüft ein Fachbetrieb.
  • Arbeiten am Rinneneinlauf und an hoch gelegenen Rohrabschnitten gehören wegen der Absturzgefahr in die Hände eines Fachbetriebs, etwa eines Dachdeckers oder Klempners.
  • Hat das Haus einen äußeren Blitzschutz, sind metallene Fallrohre oft mit ihm verbunden. Wird ein Fallrohr erneuert oder durch eines aus Kunststoff ersetzt, sollte eine Blitzschutz-Fachkraft diese Verbindung prüfen.
  • Fallrohre dienen Mardern als Kletterhilfe aufs Dach. Glatte Manschetten am Rohr können das erschweren.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fallrohr und Standrohr?

Das Fallrohr führt das Regenwasser an der Fassade senkrecht nach unten. Das Standrohr ist das robuste untere Stück kurz über dem Boden. Es schützt vor Stößen, verbindet das Fallrohr mit der Grundleitung und hat oft eine Reinigungsöffnung.

Woran erkenne ich ein verstopftes Fallrohr?

Typisch ist eine Rinne, die bei Regen in der Nähe des Fallrohrs überläuft, obwohl sie sauber ist. Auch Wasser, das an Verbindungen oder am Standrohr austritt, und nasse Streifen an der Fassade entlang des Rohrs sind Hinweise. Dann sollte ein Fachbetrieb nachsehen.

Kann ich ein verstopftes Fallrohr selbst reinigen?

Eine Reinigungsöffnung am Standrohr können Sie in der Regel vom Boden aus öffnen und Laub entfernen, am besten bei trockenem Wetter. Arbeiten auf Leitern oder am Dach sind wegen der Absturzgefahr riskant und gehören in die Hände eines Fachbetriebs, ebenso Verstopfungen in der Grundleitung. Bei älteren Rohren aus Asbestzement sollte jede Arbeit ein Fachbetrieb mit entsprechender Sachkunde übernehmen.

Darf ein Fallrohr einfach auf das Grundstück entwässern?

Das regelt Ihre Gemeinde. Vielerorts muss das Fallrohr an den Kanal oder an eine zugelassene Versickerung angeschlossen sein. Auf das Nachbargrundstück darf das Wasser nach dem Nachbarrecht nicht gelangen, und läuft es direkt am Haus aus, kann es Sockel und Keller durchfeuchten.

Was kostet ein neues Fallrohr?

Das hängt von Länge, Material und Zahl der Bögen ab und davon, ob ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung bei Schäden am Fallrohr?

Wird das Fallrohr durch Sturm oder Hagel beschädigt, ist das in der Regel ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Schäden durch Regenwasser, das aus einem undichten oder verstopften Fallrohr austritt, sind nach vielen Bedingungen nicht oder nur über eine besondere Vereinbarung versichert. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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