Kurz erklärt

Flache Geländemulde, in der Regenwasser gesammelt und langsam versickert.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Versickerungsmulde einfach erklärt

Was ist eine Versickerungsmulde?

Eine Versickerungsmulde ist eine flache, begrünte Vertiefung im Gelände, in die Regenwasser geleitet wird. Dort sammelt es sich kurz und versickert dann langsam durch die bewachsene Bodenschicht in den Untergrund. Das Wasser kommt meist über eine offene Rinne oder ein kurzes Rohr vom Fallrohr, manchmal auch direkt von Wegen oder Hofflächen. Die meiste Zeit ist die Mulde trocken.

Meist wächst darin Rasen. Der Oberboden darunter wirkt wie ein Filter. Er hält Schmutzstoffe zurück und bindet sie, bevor das Wasser tiefer gelangt. Reichen Fläche oder Durchlässigkeit des Bodens nicht aus, kann unter der Mulde eine Rigole liegen, die zusätzlich Wasser speichert. Fachleute sprechen dann von einer Mulden-Rigole.

Warum ist sie wichtig?

Nach § 55 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes soll Niederschlagswasser ortsnah versickert, verrieselt oder ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden, soweit dem keine Vorschriften oder wasserwirtschaftlichen Belange entgegenstehen. Die Mulde ist eine einfache Möglichkeit, das auf dem eigenen Grundstück umzusetzen. Sie entlastet den Kanal, hält Wasser im Garten und reinigt es durch die bewachsene Bodenschicht besser als unterirdische Anlagen.

Ein weiterer Vorteil: Man sieht, ob sie funktioniert. Dafür braucht die Mulde Platz an der Oberfläche, je nach angeschlossener Fläche einen spürbaren Teil des Gartens. Der Boden muss das Wasser ausreichend schnell aufnehmen, und zur Kellerwand braucht sie genug Abstand. Für sehr heftigen Regen braucht sie einen Weg für überschüssiges Wasser, der vom Haus und vom Nachbarn wegführt.

Wann wird sie zum Thema?

  • Wenn das Dachwasser vom Kanal abgekoppelt werden soll und im Garten genug Platz ist.
  • Wenn der Überlauf einer Zisterne ein Ziel braucht: Eine Mulde kann das überschüssige Wasser aufnehmen.
  • Wenn Wasser von einer versiegelten Fläche wie Einfahrt oder Hof bisher zum Haus läuft und am Rand aufgefangen werden soll.
  • Bei einem Grundstück mit Gefälle: Dann braucht die Mulde besondere Planung, damit das Wasser nicht weiter unten wieder austritt oder zum Haus läuft.
  • Wenn in der Mulde lange Wasser steht oder der Rasen darin abstirbt: Dann ist der Boden oft verdichtet oder mit Schlamm zugesetzt.

Gut zu wissen

  • Planung und Bemessung gehören in die Hände von Fachleuten. Maßgeblich ist das Arbeitsblatt DWA-A 138-1, das im Oktober 2024 erschienen ist.
  • Statt Rasen kommen auch Stauden infrage, die Nässe und Trockenheit vertragen. In Versuchen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nahmen bepflanzte Mulden bei Dauerregen mehr Wasser auf als Rasenflächen.
  • Wo das Wasser in die Mulde strömt, schützen Steine oder Pflaster den Boden vor dem Ausspülen.
  • Zur Pflege gehören Mähen, Laub entfernen, den Zulauf frei halten und bei Bedarf den Boden auflockern. Befahren Sie die Mulde nicht, nutzen Sie sie nicht als Lagerfläche und pflanzen Sie keine Bäume hinein. Nehmen Sie die Kontrolle in Ihren Wartungsplan auf.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Versickerungsmulde und Rigole?

In einer Versickerungsmulde versickert das Wasser oberirdisch durch eine bewachsene Bodenschicht, die es dabei reinigt. Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher aus Kies oder Kunststoffelementen, der weniger Fläche braucht, das Wasser aber kaum reinigt. Beides lässt sich kombinieren.

Brauche ich für eine Versickerungsmulde eine Genehmigung?

Das hängt vom Landesrecht, vom Standort und von den angeschlossenen Flächen ab. Oft ist eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde nötig, unter bestimmten Bedingungen kann eine Versickerung auch erlaubnisfrei sein. Klären Sie das vorab mit Ihrer Gemeinde.

Wie groß muss eine Versickerungsmulde sein?

Das hängt vor allem von der angeschlossenen Fläche, der örtlichen Regenmenge und der Durchlässigkeit des Bodens ab. Die Fachplanung bemisst die Mulde nach dem Arbeitsblatt DWA-A 138-1 so, dass das Wasser nur kurze Zeit darin steht.

Wie weit muss eine Versickerungsmulde vom Haus entfernt sein?

Eine feste Zahl für alle Fälle gibt es nicht. Der nötige Abstand hängt unter anderem vom Boden ab und davon, ob das Haus unterkellert und wie der Keller abgedichtet ist. Ihn legt die Fachplanung nach dem Arbeitsblatt DWA-A 138-1 fest.

Wie pflege ich eine Versickerungsmulde?

Mähen Sie den Rasen, entfernen Sie Laub und halten Sie den Zulauf frei, damit sich die Oberfläche nicht zusetzt. Verdichteten Boden kann ein Fachbetrieb auflockern. Steht trotz Pflege lange Wasser in der Mulde, sollte er sie prüfen.

Kann ich eine Versickerungsmulde selbst anlegen?

Eine flache Mulde auszuheben, ist handwerklich überschaubar. Lage, Größe, Abstand zum Haus und ein mögliches Erlaubnisverfahren erfordern aber Fachwissen. Lassen Sie die Mulde deshalb von Fachleuten planen, bevor Sie oder ein Gartenbaubetrieb sie anlegen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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