Kurz erklärt

Befestigungselement, das die Dachrinne trägt und in Position hält.

Ausführlich erklärt ↓

Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Rinnenhalter einfach erklärt

Was sind Rinnenhalter?

Rinnenhalter, auch Rinneneisen genannt, sind die Bügel, in denen eine außen hängende Dachrinne liegt. Sie tragen die Rinne samt Wasser, Laub, Schnee und Eis und halten sie an der Traufe in Position. Meist bestehen sie aus verzinktem, oft beschichtetem Stahl oder aus demselben Metall wie die Rinne. Vorne greifen sie mit einer Feder oder einem Haken um den Wulst, die verstärkte Vorderkante der Rinne.

Befestigt werden die Halter je nach Dach auf den Sparren, auf einem Brett an der Traufe oder an der Wand. Auf Sparren oder Brett liegen sie meist unter der untersten Reihe der Dachdeckung. Jeder Halter wird so gebogen und gesetzt, dass die Rinne richtig liegt, in der Regel mit leichtem Gefälle zum Einlauf. Außerdem liegt die Vorderkante der Rinne etwas tiefer als die hintere Kante. Läuft die Rinne über, fließt das Wasser so nach vorne ab und nicht hinter die Rinne an Dachrand und Fassade.

Warum sind sie wichtig?

Die Halter bestimmen, wie die Rinne liegt. Sitzt einer zu tief oder ist er verbogen, hängt die Rinne an dieser Stelle durch. Dort bleibt Wasser stehen, Schmutz lagert sich ab, und im Winter bildet sich Eis. Kippt die Rinne nach hinten, läuft Wasser auf der Hausseite über und durchnässt Stirnbrett, Sparrenenden und Fassade. Lockere Halter lassen die Rinne bei Wind klappern oder schief hängen. Im schlimmsten Fall reißt ein Rinnenstück ab.

Im Winter kommt Schneedruck hinzu: Schnee rutscht in die Rinne, an der Traufe bildet sich Eis, und das Gewicht drückt die Halter nach vorne und unten. Wie weit die Halter auseinander sitzen dürfen und wie kräftig sie sein müssen, richtet sich nach den Fachregeln des Klempner- und Dachdeckerhandwerks und den Herstellerangaben. In Gegenden mit viel Schnee sitzen sie in der Regel enger oder sind kräftiger ausgeführt.

Wann werden sie zum Thema?

  • Nach einem schneereichen Winter: Beim Frühjahrscheck zeigt ein Blick vom Boden aus, ob Halter verbogen sind oder die Rinne vorne herunterhängt.
  • Wenn die Rinne durchhängt, Wasser darin stehen bleibt oder an einzelnen Stellen über den Rand läuft.
  • Nach einem Sturm, wenn die Rinne klappert, schief hängt oder sich ein Halter gelöst hat.
  • Bei einer Neueindeckung oder einer Aufsparrendämmung: Dann wird die Traufe geöffnet, oft ändert sich ihre Höhe, und die Halter werden neu gesetzt.

Gut zu wissen

  • Arbeiten an Rinnenhaltern finden in der Höhe statt und greifen oft in die Dachdeckung ein. Sie gehören in die Hände eines Dachdecker- oder Klempnerbetriebs.
  • Lehnen Sie keine Leiter an die Rinne. Rinne und Halter können nachgeben, und die Leiter findet dort keinen sicheren Halt.
  • Bei großen Schneelasten können zusätzliche Stützen, die über den Wulst greifen, die Rinne vor dem Abknicken schützen. Einen Schneefang auf dem Dach ersetzen sie nicht.

Häufige Fragen

Welche Arten von Rinnenhaltern gibt es?

Unterschieden wird vor allem nach der Befestigung: Halter auf Sparren oder auf einem Brett an der Traufe liegen unter der Dachdeckung, andere werden vorne am Stirnbrett oder an der Wand befestigt. Außerdem passen Halter immer zu Form und Größe der Rinne, also halbrund oder kastenförmig.

Wie weit dürfen Rinnenhalter auseinander sein?

Das geben die Fachregeln des Klempner- und Dachdeckerhandwerks und die Angaben des Herstellers vor. Entscheidend sind unter anderem Rinnengröße, Halterstärke und die Schneelast am Standort. In schneereichen Lagen sitzen die Halter in der Regel enger.

Woran erkenne ich verbogene oder lose Rinnenhalter?

Hinweise sind eine Rinne, die durchhängt, nach vorne kippt oder bei Wind klappert, stehendes Wasser in der Rinne und Stellen, an denen Wasser über den Rand läuft. Dann sollte ein Fachbetrieb nachsehen.

Kann ich Rinnenhalter selbst nachbiegen oder austauschen?

Davon ist abzuraten. Die Arbeit findet in der Höhe statt, und oft müssen dafür Ziegel an der Traufe aufgenommen werden. Ein Dachdecker- oder Klempnerbetrieb richtet die Halter so aus, dass Gefälle und Vorderkante wieder stimmen.

Was kostet es, Rinnenhalter zu erneuern?

Das hängt davon ab, wie viele Halter betroffen sind, wo sie befestigt sind und ob dafür die Rinne abgenommen oder die Dachdeckung an der Traufe geöffnet werden muss. Auch ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne spielt eine Rolle. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung, wenn Schnee die Rinnenhalter verbiegt?

Verbiegt das Gewicht von Schnee und Eis die Halter, gilt das in der Regel als Schneedruck, eine Elementargefahr, die meist nur mit vereinbartem Elementarschutz versichert ist. Sturm- und Hagelschäden deckt in der Regel die Wohngebäudeversicherung, Verschleiß und Rost dagegen nicht. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

Alle Begriffe dieser Themenwelt

Mehr aus Regenwasser & Entwässerung

DachrinneSammelt Regenwasser vom Dach und leitet es zum Fallrohr weiter.FallrohrSenkrechtes Rohr, das Regenwasser von der Dachrinne nach unten ableitet.GrundleitungIm oder unter dem Erdreich verlaufende Leitung zur Ableitung von Abwasser oder Regenwasser.LaubfangkorbEinsatz, der größere Blätter und Fremdkörper aus Abläufen fernhalten soll.LaubschutzAbdeckung oder Einsatz, der Laub in Dachrinnen oder Abläufen reduziert.NotüberlaufZusätzlicher Ablauf für außergewöhnlich große Wassermengen.RegensammlerBauteil am Fallrohr, das Regenwasser z. B. in eine Tonne oder Zisterne ableitet.RegenwasserleitungLeitung, die Niederschlagswasser vom Gebäude weiterführt.RegenwassernutzungNutzung von gespeichertem Regenwasser für geeignete Zwecke, z. B. Bewässerung.RevisionsschachtZugänglicher Schacht zur Kontrolle und Reinigung von Entwässerungsleitungen.RigoleUnterirdischer Speicherraum, aus dem Regenwasser verzögert in den Boden versickert.RinneneinlaufÜbergangsbereich zwischen Dachrinne und Fallrohr.RinnenhalterSie sind hierSickerschachtSchacht, über den Regenwasser in tiefer liegende Bodenschichten versickert.SpeierOffener Auslauf, über den Regenwasser sichtbar von Dach oder Fläche abgeführt wird.StandrohrRobustes unteres Anschlussstück eines Fallrohrs nahe dem Boden.ÜberlaufAblauf, über den überschüssiges Wasser aus einem Speicher abgeführt wird.VersickerungGezielte Ableitung von Regenwasser in den Boden auf dem eigenen Grundstück.VersickerungsmuldeFlache Geländemulde, in der Regenwasser gesammelt und langsam versickert.ZisterneBehälter zur Speicherung von Regenwasser, etwa für Gartenbewässerung.
Weiter im Glossar

Erstgespräch

Welche Risiken hat mein Eigenheim?

Eine kurze Einschätzung, unverbindlich und kostenlos.

Nach oben scrollen