Kurz erklärt

Abplatzung, die durch gefrierendes Wasser im Material verursacht werden kann.

Ausführlich erklärt ↓

Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Frostabplatzung einfach erklärt

Was ist eine Frostabplatzung?

Eine Frostabplatzung ist ein Schaden, bei dem sich durch gefrierendes Wasser Teile von der Oberfläche eines Baustoffs lösen. Betroffen sind vor allem Bauteile im Freien: Klinker und Ziegel, Putz, Beton, Fugen, Natursteinstufen, Pflaster und Terrassenplatten. Typisch sind schalenförmig abgelöste Stücke, abgesprengte Kanten oder Flächen, die absanden und bröckeln.

Die Ursache liegt im Wasser. Baustoffe sind von feinen Poren durchzogen, dazu kommen Risse und Fugen. Gefriert Wasser darin, nimmt sein Volumen um rund neun Prozent zu. Sind die Hohlräume weitgehend gefüllt, entsteht ein Druck, dem das Material an der Oberfläche nicht standhält. Besonders schädlich ist ein häufiger Wechsel von Frost und Tauwetter. Mit jedem Mal kann der Schaden ein Stück tiefer reichen.

Warum ist sie wichtig?

Eine Frostabplatzung zeigt meist, dass ein Bauteil zu oft oder zu lange nass ist. Wasser kann über eine überlaufende Dachrinne, undichte Fensterbänke, offene Fugen, Risse oder fehlende Abdeckungen auf Mauern eindringen. Am Sockel spielen Spritzwasser und aufsteigende Feuchtigkeit eine Rolle. Wer nur die abgeplatzte Stelle ausbessert, ohne die Ursache zu beheben, sieht den Schaden oft nach dem nächsten Winter wieder.

Jede Abplatzung macht die Oberfläche offener, sodass noch mehr Wasser eindringen kann. Hinzu kommt die Sicherheit. Lose Stücke an Fassade, Balkon oder Gesims können herabfallen, beschädigte Stufen werden zur Stolperfalle. Für einen verkehrssicheren Zustand auf dem Grundstück ist in der Regel der Eigentümer verantwortlich.

Wann wird sie zum Thema?

  • Nach dem Winter: Viele Frostschäden fallen erst bei Tauwetter auf. Beim Frühjahrscheck lohnt ein Blick auf Fassade, Sockel, Treppen und Mauern.
  • An Außentreppen aus Naturstein oder Beton, wenn Wasser auf den Stufen stehen bleibt oder in Fugen und Mörtelbett eindringt.
  • An Klinkerfassaden mit ausgewaschenen Fugen, Rissen oder Stellen, an denen Wasser von oben über das Mauerwerk läuft.
  • Auf der Terrasse und auf Balkonen, wenn sich Platten lockern, Kanten abplatzen oder der Belag hohl klingt.
  • An Garten- und Grundstücksmauern ohne Abdeckung, bei denen Regen und Schnee direkt in die Mauerkrone gelangen.

Gut zu wissen

  • Klinker nehmen kaum Wasser auf und gelten als sehr witterungsbeständig. Platzen sie ab, liegt die Ursache oft in den Fugen oder in Feuchtigkeit hinter den Steinen.
  • Natursteine sind unterschiedlich frostbeständig. Für Stufen und Beläge im Freien eignen sich nur Gesteine, die als frostbeständig ausgewiesen sind.
  • Streusalz kann Frostschäden an Beton und Naturstein verstärken. Abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Sand sind schonender.
  • Ausbesserungen gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Er klärt die Ursache und verwendet frostbeständiges Material, das zum Untergrund passt.
  • Nicht verwechseln: Ähnliche Schäden können Salze im Mauerwerk oder rostender Stahl im Beton verursachen. Rostspuren oder freiliegende Bewehrung sollten Fachleute zeitnah beurteilen, weil die Tragfähigkeit betroffen sein kann.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Frostabplatzung und anderen Abplatzungen?

Abplatzung ist der Oberbegriff für Materialstücke, die sich von einer Oberfläche lösen. Bei einer Frostabplatzung ist gefrierendes Wasser die Ursache, ähnlich aussehen können Schäden durch Salze, durch rostenden Stahl im Beton oder durch Stöße. Welche Ursache vorliegt, klären im Zweifel Fachleute.

Warum platzen Steine und Putz bei Frost ab?

Wasser in Poren, Rissen und Fugen dehnt sich beim Gefrieren um rund neun Prozent aus. Ist das Material stark durchfeuchtet, entsteht ein Druck, der die Oberfläche absprengen kann. Häufige Wechsel von Frost und Tauwetter verstärken den Schaden.

Wie kann ich Frostabplatzungen vorbeugen?

Wichtig ist, dass Bauteile im Freien nicht dauerhaft nass werden. Halten Sie Dachrinnen und Fallrohre frei, lassen Sie offene Fugen, Risse und undichte Abdeckungen zeitnah instand setzen und sorgen Sie dafür, dass Wasser von Stufen und Flächen abfließen kann.

Kann ich Frostabplatzungen selbst ausbessern?

Kleine Schäden an gut erreichbaren Stellen, etwa an einer Gartenmauer, lassen sich mit geeignetem, frostbeständigem Material ausbessern, wenn die Ursache behoben ist. Schäden an Fassade, Balkon und Treppen sowie an Bauteilen aus Stahlbeton gehören in die Hände eines Fachbetriebs.

Was kostet die Reparatur von Frostabplatzungen?

Das hängt von Umfang, Material und Zugänglichkeit ab, etwa davon, ob einzelne Steine ersetzt, Fugen erneuert oder Stufen neu verlegt werden müssen und ob ein Gerüst nötig ist. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung bei Frostabplatzungen?

In der Regel nicht, weil Frostabplatzungen als allmähliche Verwitterung gelten. Frostschäden an Wasserleitungen im Gebäude sind etwas anderes, sie gehören meist zur Gefahr Leitungswasser der Wohngebäudeversicherung. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

Verputzte Hausfassade mit FensterlädenAusführlich erklärtFassadePutz, Anstrich, Verkleidung und Sockelbereich.Beitrag lesen →

Alle Begriffe dieser Themenwelt

Mehr aus Fassade, Sockel & Mauerwerk

AbplatzungAblösung von Materialstücken, z. B. durch Feuchtigkeit, Frost oder Korrosion.AusblühungHelle Salzablagerung auf Mauerwerk oder Putz, häufig im Zusammenhang mit Feuchtigkeit.AußenputzPutzschicht auf der Fassade, die Witterungsschutz und Gestaltung übernimmt.AußenwandGebäudewand, die Innenraum und Außenklima voneinander trennt.DehnungsfugeGeplante Fuge, die Bewegungen von Bauteilen aufnehmen soll.FassadeÄußere sichtbare Fläche eines Gebäudes; schützt die Konstruktion und prägt das Erscheinungsbild.FrostabplatzungSie sind hierHaarrissSehr feiner Riss, meist nur in oberflächennahen Schichten sichtbar.Hinterlüftete FassadeFassade mit Luftschicht hinter der Bekleidung zur Feuchteabfuhr.KerndämmungDämmung innerhalb eines zweischaligen Mauerwerks.KiesstreifenKiesfläche entlang der Fassade, die Spritzwasser reduzieren und den Sockel freihalten kann.KlinkerHart gebrannter Ziegel, häufig als witterungsbeständige Fassadenbekleidung eingesetzt.MörtelfugeFuge zwischen Mauersteinen; beschädigte Fugen können Feuchtigkeit begünstigen.PutzhohlstelleBereich, in dem sich Putz vom Untergrund gelöst hat, äußerlich aber noch vorhanden ist.PutzrissRiss in einer Putzschicht; Ursache und Tiefe können sehr unterschiedlich sein.SetzrissRiss, der durch Bewegungen oder Setzungen von Bauwerk bzw. Baugrund entstehen kann.SockelUnterer Bereich der Außenwand direkt über dem Gelände; besonders durch Feuchtigkeit und Spritzwasser belastet.SockelabdichtungAbdichtung des unteren Fassadenbereichs gegen Spritzwasser und Bodenfeuchte.SockelputzFür den Sockel geeigneter Putz mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und mechanische Belastung.SpritzwasserschutzMaßnahmen, die die Feuchtebelastung am unteren Fassadenbereich reduzieren.VerblendmauerwerkSichtbares Mauerwerk vor der tragenden Außenwand.VorhangfassadeVorgehängte Fassadenbekleidung vor der tragenden Außenwand.WärmebrückeBereich, an dem Wärme stärker nach außen abfließt und Innenoberflächen stärker auskühlen können.Wärmedämmverbundsystem(WDVS) System aus Dämmung, Armierung und Putz zur energetischen Verbesserung einer Außenwand.
Weiter im Glossar

Erstgespräch

Welche Risiken hat mein Eigenheim?

Eine kurze Einschätzung, unverbindlich und kostenlos.

Nach oben scrollen