Kurz erklärt

Äußere sichtbare Fläche eines Gebäudes; schützt die Konstruktion und prägt das Erscheinungsbild.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

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Fassade einfach erklärt

Was ist eine Fassade?

Die Fassade ist die äußere, sichtbare Fläche eines Hauses. Gemeint sind die Außenseiten der Wände mit Fenstern, Türen, Sockel und Giebeln. Sie schützt die Konstruktion dahinter vor Regen, Wind, Frost und Sonne und prägt zugleich, wie ein Haus wirkt.

Fassaden unterscheiden sich vor allem in ihrer äußeren Schicht. Weit verbreitet ist die Putzfassade, oft mit Anstrich und bei gedämmten Häusern als Abschluss des Dämmsystems. Bei Klinker- oder Verblendfassaden ist das Mauerwerk selbst sichtbar. Daneben gibt es Bekleidungen aus Holz, Schiefer, Faserzement, Metall oder anderen Platten. Hängen sie mit Abstand vor der Wand, sodass dahinter Luft strömt, spricht man von einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade.

Warum ist sie wichtig?

Die Fassade ist die Schicht, die sich abnutzen darf, damit die Wand dahinter lange hält. Putz, Anstrich, Fugen und Bekleidungen stehen im Wetter und brauchen Pflege und von Zeit zu Zeit eine Erneuerung. Bleiben Schäden lange offen, erreicht das Wasser Mauerwerk, Dämmung oder Holz, und aus einer Pflegearbeit wird schnell eine größere Reparatur. Lose Platten oder Putzstücke können zudem herabfallen und Menschen gefährden.

Wie stark eine Fassade beansprucht wird, hängt von ihrer Lage ab. Die Wetterseite, meist im Westen oder Südwesten, bekommt den meisten Schlagregen ab. Nordseiten und Wände im Schatten von Bäumen trocknen langsamer und setzen eher grüne Beläge an. Ein ausreichender Dachüberstand hält einen Teil des Regens fern.

Wann wird sie zum Thema?

  • Bei Schmutzfahnen und grünen Belägen: Sie zeigen, wo Wasser herabläuft oder lange stehen bleibt, etwa unter einer Fensterbank ohne Tropfkante.
  • Nach Sturm oder Hagel: wenn Platten fehlen, der Putz Dellen oder Löcher hat oder Teile lose hängen.
  • Wenn Risse, Abplatzungen oder offene Fugen auftauchen. Dann klärt ein Fachbetrieb, ob eine Ausbesserung reicht oder eine Fassadensanierung ansteht.
  • Wenn etwas an der Fassade befestigt werden soll, etwa eine Markise, ein Vordach oder eine Außenleuchte. Jede Befestigung durchdringt die Wetterhaut und muss dicht sein, auf gedämmten Fassaden braucht es dafür besondere Montageteile.

Gut zu wissen

  • Bewährt hat sich ein Blick vom Boden aus beim Rundgang ums Haus im Frühjahr und Herbst und nach Unwettern.
  • Viele Fassaden lassen sich mit Wasser, einer weichen Bürste und wenig Druck reinigen. Ein harter Strahl kann Putz aufrauen, Fugen auswaschen und Wasser hinter Bekleidungen oder in die Dämmung drücken.
  • Mittel gegen Algen wirken oft nur eine Zeit lang. Dauerhaft hilft vor allem, wenn die Fassade schneller abtrocknet, etwa wenn keine Sträucher an der Wand wachsen.
  • Arbeiten in der Höhe gehören in die Hände von Fachbetrieben. Das gilt auch für ältere Platten aus Faserzement, die Asbest enthalten können.
  • Für Putz und Anstrich der Fassade gelten rund 28 Jahre als Anhaltswert für die Nutzungsdauer. Ein Anstrich kann an der Wetterseite früher Pflege brauchen. Wann es wirklich dran ist, hängt vom Zustand ab.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fassade und Außenwand?

Die Außenwand ist das ganze Bauteil, das Innenraum und Außenklima trennt und meist auch Decken und Dach trägt. Die Fassade ist ihre sichtbare Außenseite, also Putz, Klinker oder Bekleidung. Wird außen gedämmt, bildet das Dämmsystem mit seinem Putz die neue Fassade.

Wie oft muss eine Fassade gestrichen werden?

Eine feste Frist gibt es nicht, denn wie lange ein Anstrich hält, hängt von Untergrund, Farbe, Wetterseite und Dachüberstand ab. Anlass für einen neuen Anstrich sind etwa Farbe, die beim Darüberwischen abfärbt oder abblättert, und Wände, die nach Regen lange dunkel bleiben. Vorher prüft ein Fachbetrieb den Putz darunter.

Kann ich die Fassade selbst reinigen?

Gut erreichbare Flächen lassen sich oft mit Wasser, weicher Bürste und wenig Druck selbst reinigen. Hartnäckige Beläge, gedämmte Fassaden, Arbeiten in der Höhe und ältere Platten, die Asbest enthalten können, gehören in die Hände eines Fachbetriebs.

Brauche ich für eine neue Fassade eine Genehmigung?

In Hessen sind Außenwandverkleidungen, Verblendungen, Dämmputz, Wärmedämmverbundsysteme sowie Anstrich und Verputz nach der Hessischen Bauordnung baugenehmigungsfrei, ausgenommen bei Sonderbauten. Vorgaben können sich trotzdem aus einer Gestaltungssatzung, dem Bebauungsplan oder dem Denkmalschutz ergeben. Klären Sie das im Zweifel vorher mit dem Bauamt.

Was kostet es, eine Fassade reinigen oder streichen zu lassen?

Das hängt von Fläche, Höhe und Zustand der Fassade ab, vom Gerüst und davon, ob vorher Risse oder Putzschäden ausgebessert werden müssen. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

Zahlt die Versicherung bei Schäden an der Fassade?

Schäden durch Sturm oder Hagel sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt, bei Sturm erst ab der im Vertrag festgelegten Windstärke. Verwitterung, Algen und Verschmutzung gelten dagegen in der Regel als Verschleiß. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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AbplatzungAblösung von Materialstücken, z. B. durch Feuchtigkeit, Frost oder Korrosion.AusblühungHelle Salzablagerung auf Mauerwerk oder Putz, häufig im Zusammenhang mit Feuchtigkeit.AußenputzPutzschicht auf der Fassade, die Witterungsschutz und Gestaltung übernimmt.AußenwandGebäudewand, die Innenraum und Außenklima voneinander trennt.DehnungsfugeGeplante Fuge, die Bewegungen von Bauteilen aufnehmen soll.FassadeSie sind hierFrostabplatzungAbplatzung, die durch gefrierendes Wasser im Material verursacht werden kann.HaarrissSehr feiner Riss, meist nur in oberflächennahen Schichten sichtbar.Hinterlüftete FassadeFassade mit Luftschicht hinter der Bekleidung zur Feuchteabfuhr.KerndämmungDämmung innerhalb eines zweischaligen Mauerwerks.KiesstreifenKiesfläche entlang der Fassade, die Spritzwasser reduzieren und den Sockel freihalten kann.KlinkerHart gebrannter Ziegel, häufig als witterungsbeständige Fassadenbekleidung eingesetzt.MörtelfugeFuge zwischen Mauersteinen; beschädigte Fugen können Feuchtigkeit begünstigen.PutzhohlstelleBereich, in dem sich Putz vom Untergrund gelöst hat, äußerlich aber noch vorhanden ist.PutzrissRiss in einer Putzschicht; Ursache und Tiefe können sehr unterschiedlich sein.SetzrissRiss, der durch Bewegungen oder Setzungen von Bauwerk bzw. Baugrund entstehen kann.SockelUnterer Bereich der Außenwand direkt über dem Gelände; besonders durch Feuchtigkeit und Spritzwasser belastet.SockelabdichtungAbdichtung des unteren Fassadenbereichs gegen Spritzwasser und Bodenfeuchte.SockelputzFür den Sockel geeigneter Putz mit erhöhter Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und mechanische Belastung.SpritzwasserschutzMaßnahmen, die die Feuchtebelastung am unteren Fassadenbereich reduzieren.VerblendmauerwerkSichtbares Mauerwerk vor der tragenden Außenwand.VorhangfassadeVorgehängte Fassadenbekleidung vor der tragenden Außenwand.WärmebrückeBereich, an dem Wärme stärker nach außen abfließt und Innenoberflächen stärker auskühlen können.Wärmedämmverbundsystem(WDVS) System aus Dämmung, Armierung und Putz zur energetischen Verbesserung einer Außenwand.
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