Ausführlich erklärt
Mäuse einfach erklärt
Was sind Mäuse?
Mäuse sind kleine Nagetiere. Im Haus ist meist die Hausmaus gemeint. Sie hat ein graubraunes Fell, eine spitze Schnauze, große Ohren und einen langen Schwanz. Hausmäuse leben gern in der Nähe von Menschen, sind vor allem nachts unterwegs und vermehren sich schnell. In Häusern nahe Wald und Feld kommen auch Wald- und Gelbhalsmäuse herein, besonders wenn es im Herbst kälter wird.
Mäuse klettern gut und zwängen sich schon durch kleine Öffnungen. Typische Wege ins Haus sind Spalten im Mauerwerk, offene Lüftungsöffnungen, undichte Leitungs- und Rohrdurchführungen, Türspalten und Kellerfenster, etwa über einen Lichtschacht. Angelockt werden sie von Nahrung: offenen Vorräten, Tierfutter, Vogelfutter oder Essensresten im Kompost.
Warum sind Mäuse ein Thema fürs Haus?
Mäuse nagen ständig, etwa an Verpackungen, Holz, Dichtungen und Kabeln. Angenagte Leitungen können Kurzschlüsse oder Brände auslösen. Ihre Nester bauen Mäuse gern in Dämmstoffen, etwa in der Dachdämmung oder in Zwischendecken, die dabei beschädigt werden. Vorräte verderben sie mehr durch Kot und Urin, als sie tatsächlich fressen.
Hinzu kommt das hygienische Risiko. Kot und Urin können Krankheitserreger enthalten. In manchen Regionen Deutschlands können Rötelmäuse und Brandmäuse Hantaviren übertragen. Angesteckt wird man meist, wenn man Staub mit getrockneten Ausscheidungen einatmet, etwa beim Aufräumen von Dachboden, Keller oder Gartenhaus. Weil Mäuse sich schnell vermehren, wird aus wenigen Tieren rasch ein Befall. Je früher Sie handeln, desto einfacher ist es.
Wann werden Mäuse zum Thema?
- Bei Spuren wie kleinem, dunklem Kot, angenagten Vorräten und Verpackungen, Nagespuren an Kabeln oder zerfasertem Nistmaterial.
- Bei Geräuschen wie Trippeln, Kratzen oder Nagen in Decken, Wänden oder auf dem Dachboden, besonders nachts.
- Im Herbst, wenn Mäuse Schutz in Gebäuden suchen. Beim Herbstcheck lohnt ein Blick auf Spalten, Türen und Lüftungsöffnungen.
- Bei angenagten Leitungen: Dann sollte eine Elektrofachkraft die Installation prüfen, etwa im Rahmen eines E-Checks.
- Bei Arbeiten an Dach, Dämmung oder Keller: Dann lassen sich Zugänge dauerhaft verschließen.
Gut zu wissen
- Der beste Schutz ist Vorbeugung: Zugänge verschließen, Vorräte und Tierfutter dicht verpacken und keine Essensreste offen liegen lassen.
- Bei einzelnen Mäusen empfiehlt das Umweltbundesamt Schlagfallen. Stellen Sie sie an Wänden und Laufwegen so auf, dass Kinder und Haustiere nicht hineingreifen können, und kontrollieren Sie sie mindestens täglich. Klebefallen sind aus Tierschutzgründen ungeeignet.
- Mäusegift mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen ist seit Juli 2026 nur noch für geschulte Fachleute zugelassen. Privatleute dürfen Restbestände nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nur noch bis zum 22. Oktober 2026 verwenden.
- Nicht jede Maus darf bekämpft werden. Wald-, Gelbhals- und Brandmäuse, Spitzmäuse und Siebenschläfer sind besonders geschützt. Sie dürfen nur mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde bekämpft werden. Im Zweifel bestimmt ein Fachbetrieb die Art.
- Bei anhaltendem Befall holen Sie einen Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung. Er sucht auch die Zugänge, sonst kommen die Tiere oft wieder.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob ich Mäuse oder Ratten im Haus habe?
Mäuse sind deutlich kleiner als Ratten, ihr Kot ist kleiner und ihre Nagespuren sind feiner. Ratten hinterlassen außerdem oft dunkle Schmierspuren entlang ihrer Laufwege. Sicher bestimmt das ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung.
Wie kommen Mäuse ins Haus?
Häufige Wege sind Spalten im Mauerwerk, offene Lüftungsöffnungen, undichte Leitungsdurchführungen, Türspalten und Kellerfenster. Schon kleine Öffnungen reichen aus. Ein Fachbetrieb kann die Zugänge aufspüren.
Wie werde ich Mäuse im Haus wieder los?
Bei wenigen Tieren helfen Schlagfallen auf den Laufwegen, die Sie mindestens täglich kontrollieren. Wichtig ist, gleichzeitig Futterquellen zu beseitigen und Zugänge zu verschließen. Bei einem größeren oder anhaltenden Befall holen Sie einen Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung.
Darf ich Mäusegift verwenden?
Mittel mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen sind seit Juli 2026 nur noch für geschulte Fachleute zugelassen, Privatleute dürfen Restbestände nur noch bis zum 22. Oktober 2026 verwenden. Wegen der Gefahr für Kinder, Haustiere und Wildtiere gehört eine Bekämpfung mit Gift ohnehin in die Hände eines Fachbetriebs.
Ist Mäusekot gefährlich?
Kot und Urin können Krankheitserreger enthalten, in manchen Regionen auch Hantaviren. Lüften Sie vor dem Reinigen gründlich, befeuchten Sie den Kot, statt ihn zu fegen oder zu saugen, und tragen Sie Einmalhandschuhe und eine FFP2- oder FFP3-Maske. Bei Beschwerden nach dem Kontakt wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Zahlt die Versicherung Schäden durch Mäuse?
Schäden durch Nagetiere gehören in der Regel nicht zur Grundversicherung der Wohngebäudeversicherung. Manche Verträge schließen Schäden durch Tierbiss ein, etwa an Leitungen, oft mit einer Entschädigungsgrenze. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
