Ausführlich erklärt
Wasserzähler einfach erklärt
Was ist ein Wasserzähler?
Ein Wasserzähler misst, wie viel Trinkwasser in ein Haus fließt. Nach seinem Stand rechnet der Wasserversorger den Verbrauch ab, und oft richtet sich auch die Abwassergebühr danach. Der Hauswasserzähler sitzt meist dort, wo die Leitung ins Gebäude kommt, im Keller oder im Hausanschlussraum. Bei Häusern ohne Keller kann er auch in einem Schacht auf dem Grundstück liegen.
Der Hausanschluss des Versorgers endet an der Absperrung vor dem Wasserzähler. Der Zähler selbst gehört in der Regel trotzdem dem Wasserversorger. Er bestimmt Art, Größe und Einbauort und kümmert sich um Einbau, Überwachung und Austausch. Davon zu unterscheiden sind eigene Zähler hinter dem Hauswasserzähler, etwa für den Garten oder eine Einliegerwohnung. Sie gehören in der Regel dem Eigentümer.
Warum ist er wichtig?
Der Wasserzähler ist nicht nur Grundlage der Abrechnung, sondern auch ein einfaches Werkzeug, um Wasserverluste zu erkennen. Läuft der Zähler, obwohl im Haus niemand Wasser entnimmt, kann irgendwo eine Leckage sein. Viele mechanische Zähler haben dafür ein kleines Rädchen, das sich schon bei geringem Durchfluss dreht. Dieser Zählertest kann einen verdeckten Schaden früh sichtbar machen.
Damit die Messung stimmt, gelten für Wasserzähler eichrechtliche Vorschriften. Nach der Mess- und Eichverordnung beträgt die Eichfrist für Wasserzähler sechs Jahre. Danach muss der Zähler getauscht oder neu geeicht werden, sofern die Frist nicht über ein behördlich anerkanntes Stichprobenverfahren verlängert wurde. Beim Hauswasserzähler kümmert sich der Versorger darum. Bei eigenen Zählern, deren Werte abgerechnet werden, liegt das in der Regel bei Ihnen.
Wann wird er zum Thema?
- Bei Verdacht auf ein Leck: ein ungewöhnlich hoher Verbrauch in der Jahresabrechnung oder ein Zähler, der ohne Entnahme läuft.
- Vor dem Winter: Zähler in unbeheizten Räumen, Garagen oder Schächten können einfrieren und beschädigt werden. Der Frostschutz gehört dazu, wenn Sie das Haus winterfest machen.
- Beim Zählerwechsel: Der Versorger tauscht den Hauswasserzähler in der Regel nach Ablauf der Eichfrist. Der Zähler muss dafür frei zugänglich sein.
- Wenn ein Gartenwasserzähler eingebaut werden soll: Viele Gemeinden ziehen Wasser, das nachweislich nicht in den Kanal gelangt, von der Abwassergebühr ab. Die Voraussetzungen stehen in der Abwassersatzung.
- Beim Einzug oder Hauskauf: Notieren Sie den Zählerstand zum Übergabetag und melden Sie ihn dem Versorger.
Gut zu wissen
- Schützen Sie den Zähler vor Frost, Schmutz und Nässe. Nach den Versorgungsbedingungen ist das in der Regel Ihre Aufgabe. Störungen oder Schäden am Zähler melden Sie dem Versorger unverzüglich.
- Zähler und Anschlüsse sind oft verplombt. Plomben dürfen Sie nicht entfernen, und am Zähler selbst dürfen Sie nichts verändern.
- Zweifeln Sie an der Anzeige, können Sie eine Nachprüfung des Zählers verlangen. Prüfen Sie vorher mit dem Zählertest, ob ein Leck die Ursache sein kann.
- Eigene Zwischenzähler baut ein Installationsbetrieb ein, der beim Wasserversorger eingetragen ist. Bewahren Sie Einbaunachweis und Eichjahr in Ihrer Hausakte auf.
Häufige Fragen
Wem gehört der Wasserzähler?
Der Hauswasserzähler gehört in der Regel dem Wasserversorger. Er baut ihn ein, überwacht ihn und tauscht ihn aus. Zusätzliche Zähler hinter dem Hauswasserzähler, etwa für den Garten, gehören meist dem Eigentümer.
Wie oft wird der Wasserzähler gewechselt?
Nach der Mess- und Eichverordnung beträgt die Eichfrist für Wasserzähler sechs Jahre. Den Hauswasserzähler tauscht der Versorger in der Regel danach aus, sofern die Frist nicht über ein anerkanntes Stichprobenverfahren verlängert wurde. Um eigene Zähler, deren Werte abgerechnet werden, kümmern Sie sich selbst.
Wie erkenne ich mit dem Wasserzähler ein Leck?
Schließen Sie alle Zapfstellen, achten Sie darauf, dass kein Gerät Wasser zieht, und notieren Sie den Zählerstand. Hat er sich nach einigen Stunden ohne Entnahme verändert oder dreht sich das kleine Rädchen am Zähler, geht vermutlich irgendwo Wasser verloren. Dann sollte ein Installationsbetrieb nachsehen.
Was tun, wenn der Wasserzähler zu viel anzeigt?
Prüfen Sie zuerst mit dem Zählertest, ob ein Leck die Ursache sein kann. Zweifeln Sie danach weiter an der Anzeige, können Sie beim Versorger eine Nachprüfung des Zählers verlangen. Liegt die Abweichung innerhalb der gesetzlichen Fehlergrenzen, tragen in der Regel Sie die Kosten der Prüfung.
Wer zahlt, wenn der Wasserzähler einfriert?
Den Zähler vor Frost zu schützen, ist nach den Versorgungsbedingungen in der Regel Aufgabe des Kunden. Trifft Sie ein Verschulden, kann der Versorger Ihnen den Schaden am Zähler in Rechnung stellen. Ob eine Versicherung Folgeschäden übernimmt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.
Brauche ich einen Zähler für das Gartenwasser?
Pflicht ist er in der Regel nicht. Viele Gemeinden ziehen Wasser, das nachweislich im Garten versickert, aber nur dann von der Abwassergebühr ab, wenn es über einen geeigneten Zähler gemessen wird. Die Voraussetzungen, etwa Eichung, fachgerechter Einbau und Anmeldung, stehen in der Abwassersatzung Ihrer Gemeinde.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
