Ausführlich erklärt
Trinkwasserhygiene einfach erklärt
Was ist Trinkwasserhygiene?
Trinkwasserhygiene umfasst alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass das Trinkwasser im Haus so einwandfrei bleibt, wie es geliefert wird. Trinkwasser ist ein Lebensmittel. Auf dem Weg durch die Leitungen kann sich seine Qualität verändern, etwa wenn es lange steht, sich zu stark erwärmt oder Stoffe aus ungeeigneten Materialien aufnimmt.
Die Verantwortung ist aufgeteilt. Bis zum Hausanschluss ist in der Regel der Wasserversorger für die Qualität zuständig, und auch der Wasserzähler gehört meist ihm. Hinter dem Zähler beginnt die Hausinstallation. Für sie und für das Wasser im Gebäude ist der Betreiber verantwortlich, im Eigenheim also in der Regel der Eigentümer. Die Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung gelten dort, wo das Wasser aus der Zapfstelle kommt.
Warum ist sie wichtig?
Trinkwasser ist nie völlig keimfrei. Zum Problem wird das, wenn sich Keime in der Installation stark vermehren, vor allem dort, wo Wasser lange steht oder lauwarm wird. Im Warmwasser können das zum Beispiel Legionellen sein. Außerdem reichern sich bei langen Standzeiten Stoffe an, die sich aus Rohren, Armaturen und Dichtungen lösen.
Nach der Trinkwasserverordnung muss die Installation mindestens nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geplant, gebaut und betrieben werden. Im Alltag kommt es vor allem auf den bestimmungsgemäßen Betrieb an: Das Wasser wird an allen Zapfstellen regelmäßig entnommen und dadurch ausgetauscht. Bei gesundheitlichen Fragen ist die Ärztin oder der Arzt die richtige Anlaufstelle, bei Fragen zur Wasserqualität auch das Gesundheitsamt.
Wann wird sie zum Thema?
- Bei selten genutzten Zapfstellen wie einem Gästebad, einer Dusche im Keller oder einem Außenwasserhahn. Dort steht das Wasser oft tagelang.
- Nach längerer Abwesenheit: Lassen Sie das Wasser dann an allen Zapfstellen laufen, bis es gleichmäßig kühl beziehungsweise heiß kommt.
- Wenn Leitungen nicht mehr gebraucht werden, etwa nach einem Umbau. Solche Totleitungen sollten fachgerecht abgetrennt werden, weil das Wasser darin dauerhaft steht.
- Wenn die Warmwassertemperatur gesenkt werden soll: Fachleute empfehlen in der Regel mindestens 60 Grad am Ausgang des Warmwasserspeichers. Abweichungen, etwa bei Wärmepumpen, klären Sie mit dem Fachbetrieb.
- Wenn das Wasser verfärbt oder trüb ist oder ungewohnt riecht oder schmeckt. Dann sollte die Ursache geklärt werden.
Gut zu wissen
- Kaltes Wasser sollte möglichst kühl bleiben. Das technische Regelwerk nennt dafür höchstens 25 Grad. Kalt- und Warmwasserleitungen sollten deshalb getrennt gedämmt sein.
- Eine Zirkulationspumpe hält das warme Wasser in Bewegung. Wie lange sie pausieren darf, ohne dass die Hygiene leidet, legt der Fachbetrieb fest.
- Einen Rückspülfilter hinter dem Wasserzähler können Sie nach Anleitung selbst spülen. Das Umweltbundesamt nennt dafür einen Abstand von sechs Monaten. Tragen Sie die Termine in Ihren Wartungsplan ein.
- Arbeiten an der Trinkwasserinstallation gehören in die Hände eines Installationsbetriebs, der beim Wasserversorger eingetragen ist. Auch die Wartung von Armaturen, Sicherungseinrichtungen und Warmwasserspeicher ist Sache von Fachleuten.
Häufige Fragen
Wer ist für die Trinkwasserhygiene im Haus verantwortlich?
Bis zum Hausanschluss ist in der Regel der Wasserversorger für die Wasserqualität zuständig. Für die Installation hinter dem Wasserzähler und das Wasser im Gebäude ist der Eigentümer verantwortlich. Wer im Haus wohnt, trägt mit regelmäßiger Wasserentnahme dazu bei.
Muss ich das Trinkwasser im Einfamilienhaus auf Legionellen untersuchen lassen?
Eine regelmäßige Pflicht gibt es dafür nicht: Ein- und Zweifamilienhäuser nimmt die Trinkwasserverordnung von der Untersuchungspflicht auf Legionellen ausdrücklich aus. Sie betrifft größere Warmwasseranlagen in anderen Gebäuden, in denen Wasser gewerblich, etwa durch Vermietung, oder öffentlich abgegeben wird. Eine freiwillige Untersuchung durch ein zugelassenes Labor ist möglich.
Was kann ich selbst für die Trinkwasserhygiene tun?
Nutzen Sie alle Zapfstellen regelmäßig und lassen Sie Wasser, das länger gestanden hat, ablaufen, bevor Sie es trinken. Halten Sie die Warmwassertemperatur nicht zu niedrig und pflegen Sie den Filter hinter dem Wasserzähler nach Anleitung. Arbeiten an der Installation selbst übernimmt ein Installationsbetrieb.
Woran erkenne ich ein Hygieneproblem im Trinkwasser?
Mögliche Hinweise sind verfärbtes oder trübes Wasser, ein ungewohnter Geruch oder Geschmack und Kaltwasser, das lauwarm aus der Leitung kommt. Sicher beurteilen lässt sich die Wasserqualität nur mit einer Untersuchung durch ein zugelassenes Labor. Ansprechpartner sind ein Installationsbetrieb, der Wasserversorger oder das Gesundheitsamt.
Braucht man im Haus einen zusätzlichen Wasserfilter?
Vorgesehen ist ein mechanischer Filter direkt hinter dem Wasserzähler, der Sand und Rostteilchen zurückhält. Weitere Geräte, die Leitungswasser zusätzlich reinigen sollen, sind nach Einschätzung des Umweltbundesamts in der Regel nicht nötig. Ohne regelmäßige Wartung können sich in ihnen Keime vermehren.
Was kostet es, die Trinkwasserhygiene zu verbessern?
Das hängt davon ab, was nötig ist. Manchmal genügen geänderte Einstellungen oder Gewohnheiten, manchmal müssen Leitungen abgetrennt, gedämmt oder erneuert werden. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
