Kurz erklärt

Materialabbau an Rohrleitungen durch chemische oder elektrochemische Prozesse.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Rohrkorrosion einfach erklärt

Was ist Rohrkorrosion?

Rohrkorrosion ist der Abbau von Rohrmaterial durch chemische oder elektrochemische Vorgänge. Im Haus betrifft sie vor allem Trinkwasserleitungen aus Metall. Sie kann von innen ausgehen, durch das Wasser selbst, oder von außen, durch Feuchtigkeit am Rohr. Die bekannteste Form ist Rost an Stahlrohren.

Wie anfällig eine Leitung ist, hängt vom Werkstoff und von der Zusammensetzung des Wassers ab. Verzinkter Stahl, wie er in vielen älteren Häusern liegt, beginnt zu rosten, wenn die schützende Zinkschicht aufgebraucht ist. Dann bilden sich Ablagerungen, die den Querschnitt verengen, und das Wasser kann sich braun färben. Kupfer ist beständiger, kann aber durch Lochfraß an einzelnen Stellen undicht werden. Kunststoffrohre rosten nicht.

Warum ist sie wichtig?

Korrosion schwächt Rohre oft unbemerkt. Irgendwann entsteht ein Loch oder ein Riss, und Wasser tritt aus. Liegt die Leitung in der Wand oder unter dem Estrich, fällt das häufig erst spät auf. Gealterte und korrodierte Rohre gehören zu den häufigen Ursachen für einen Leitungswasserschaden.

Korrosion kann auch das Trinkwasser verändern. Rostteilchen färben es braun, und aus manchen Werkstoffen lösen sich Metalle. Blei im Trinkwasser gilt als gesundheitsschädlich: Bleileitungen mussten nach der Trinkwasserverordnung bis zum 12. Januar 2026 entfernt oder stillgelegt werden. Bei gesundheitlichen Fragen ist die Ärztin oder der Arzt die richtige Anlaufstelle.

Wann wird sie zum Thema?

  • Bei braunem oder trübem Wasser, besonders wenn es eine Weile in der Leitung stand. Das kann auf rostende Rohre hinweisen.
  • Wenn der Druck an den Zapfstellen nachlässt, obwohl Filter und Druckminderer in Ordnung sind. Ablagerungen können die Rohre verengt haben.
  • Bei feuchten Stellen, Flecken oder Rostspuren an Leitungen, Verbindungen, Wänden oder Decken.
  • Wenn die Leitungen in die Jahre kommen: Für Wasserleitungen gilt eine Nutzungsdauer von rund 45 Jahren als Anhaltswert. Wann sie wirklich erneuert werden müssen, hängt vom Zustand ab.
  • Wenn Leitungen nur teilweise erneuert werden, etwa bei einer Badsanierung. Dann treffen alte und neue Werkstoffe aufeinander.

Gut zu wissen

  • Für Mischinstallationen gilt die sogenannte Fließregel: In Fließrichtung des Wassers darf Kupfer nicht vor verzinktem Stahl liegen. Sonst gelangt gelöstes Kupfer in das verzinkte Rohr und kann dort Lochfraß auslösen.
  • Von außen greift vor allem Feuchtigkeit Metallrohre an, etwa Kondenswasser an ungedämmten Kaltwasserleitungen oder dauerhaft nasses Mauerwerk. Kaltwasserleitungen sollten deshalb gegen Tauwasser gedämmt sein.
  • Welche Werkstoffe zum örtlichen Wasser passen, hängt von dessen Zusammensetzung ab. Die nötigen Werte veröffentlicht der Wasserversorger auf seiner Internetseite.
  • Untersuchung, Reparatur und Erneuerung gehören in die Hände eines Installationsbetriebs, der beim Wasserversorger eingetragen ist. Er beurteilt auch, ob der Austausch einzelner Abschnitte genügt.
  • Austretendes Leitungswasser und Bruchschäden an Rohren im Gebäude deckt meist die Wohngebäudeversicherung, die vorsorgliche Erneuerung alter Leitungen in der Regel nicht. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich korrodierte Wasserleitungen?

Typische Hinweise sind braunes oder trübes Wasser, vor allem nach längerer Standzeit, nachlassender Druck an den Zapfstellen, Rostspuren an Rohren und Verbindungen sowie feuchte Stellen an Wänden oder Decken. Den Zustand der Leitungen beurteilt ein Installationsbetrieb.

Was tun bei braunem Wasser aus der Leitung?

Lassen Sie das Wasser ablaufen, bis es wieder klar kommt, und verwenden Sie verfärbtes Wasser nicht zum Trinken oder Kochen. Tritt die Färbung immer wieder auf, sollte ein Installationsbetrieb klären, ob rostende Leitungen im Haus die Ursache sind. Betrifft sie auch die Nachbarschaft, ist der Wasserversorger der richtige Ansprechpartner.

Was ist der Unterschied zwischen Korrosion und Verkalkung?

Bei Korrosion wird das Rohrmaterial selbst angegriffen und abgetragen, etwa durch Rost. Bei Verkalkung lagert sich Kalk aus dem Wasser an der Rohrwand ab, ohne das Material anzugreifen. Beides kann den Querschnitt verengen; was vorliegt, klärt ein Installationsbetrieb.

Kann man korrodierte Rohre sanieren, ohne sie auszutauschen?

In der Regel werden korrodierte Leitungen ausgetauscht. Innenbeschichtungen werden zwar angeboten, sind bei Trinkwasserleitungen aber umstritten, und manche Wasserversorger lassen sie nicht zu. Klären Sie das vor einer Beauftragung mit dem Installationsbetrieb und Ihrem Wasserversorger.

Zahlt die Versicherung bei korrodierten Leitungen?

Schäden durch austretendes Leitungswasser und Bruchschäden an Rohren im Gebäude deckt in der Regel die Wohngebäudeversicherung. Die vorsorgliche Erneuerung verschlissener oder korrodierter Leitungen gehört meist nicht dazu. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

Was kostet es, korrodierte Leitungen zu erneuern?

Das hängt vom Umfang ab, vom Werkstoff, von der Zugänglichkeit der Leitungen und davon, wie viel an Wänden und Böden geöffnet werden muss. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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