Ausführlich erklärt
Pool einfach erklärt
Was ist ein Pool?
Ein Pool ist ein künstliches Wasserbecken auf dem Grundstück, meist zum Baden und Schwimmen. Verbreitet sind fest eingebaute Becken aus Beton, Stahl oder Kunststoff, die ganz oder teilweise im Boden sitzen. Daneben gibt es Aufstellbecken, die auf dem Boden stehen und oft nur für den Sommer aufgebaut werden.
Damit das Wasser sauber bleibt, braucht ein Pool Technik. Eine Pumpe saugt das Wasser über einen Skimmer an der Oberfläche an, drückt es durch einen Filter und über Einlaufdüsen zurück ins Becken. Dazu kommt die Wasserpflege: Ein Desinfektionsmittel hält Keime in Schach, und der pH-Wert muss in dem Bereich liegen, den der Hersteller des Pflegemittels angibt.
Warum ist er wichtig?
Am Pool treffen Wasser, Strom und Chemie zusammen. Für kleine Kinder ist jedes Becken eine ernste Gefahr. Nach Hinweisen der DLRG ertrinken Kinder leise und schon in flachem Wasser. Für die Elektrik an Schwimmbecken gilt eine eigene Norm, die DIN VDE 0100-702. Sie legt Bereiche um das Becken fest, in denen nur bestimmte Geräte und Schutzmaßnahmen zulässig sind, etwa Kleinspannung oder ein FI-Schalter. Außerdem verlangt sie einen zusätzlichen Potentialausgleich.
Auch Frost kann einem Pool schaden. Gefriert Wasser in Leitungen, Pumpe oder Filter, kann es sie sprengen. Fest eingebaute Becken werden über den Winter meist nicht ganz geleert, weil das Wasser die Wände gegen den Druck des Erdreichs stützt. Was genau zu tun ist, steht in den Herstellerangaben.
Wann wird er zum Thema?
- Bei der Planung: Klären Sie Baurecht, Standort und Stromanschluss.
- Beim Befüllen mit dem Gartenschlauch: Lassen Sie das Schlauchende nicht im Becken hängen. Der Außenhahn braucht eine Sicherung gegen Rückfließen, in der Regel mit Rückflussverhinderer.
- Wenn das Wasser trüb oder grün wird: Dann stimmen meist Filterung oder Pflege nicht.
- Im Herbst vor dem ersten Frost, wenn der Pool nach den Herstellerangaben eingewintert wird.
Gut zu wissen
- In Hessen sind Wasserbecken bis 100 m³ Rauminhalt und 2 m Tiefe nach der Anlage zu § 63 der Hessischen Bauordnung baugenehmigungsfrei. Bei mehr als 1,50 m Tiefe muss vorher eine berechtigte Fachperson die statische Unbedenklichkeit bescheinigen. Bebauungsplan und andere Vorschriften gelten trotzdem. Für Überdachung, Technikhäuschen oder Wärmepumpe gibt es eigene Regeln.
- Den Stromanschluss für Pumpe, Beleuchtung und Heizung legt eine Elektrofachkraft. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen gehören nicht an den Beckenrand.
- Lagern Sie Pflegemittel in der Originalverpackung, trocken, kühl und für Kinder unerreichbar. Chlorprodukte und Säuren wie pH-Senker dürfen nie zusammenkommen, dabei kann giftiges Chlorgas entstehen.
- Lassen Sie Kinder am Pool nie unbeaufsichtigt. Ein Zaun mit abschließbarer Tür erschwert den Zugang, eine bloße Abdeckung reicht nach Hinweisen der DLRG nicht aus.
- Wohin das Wasser beim Entleeren darf, regelt die Entwässerungssatzung Ihrer Gemeinde. Fragen Sie vorher nach, besonders wenn es noch Pflegemittel enthält.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Aufstellpool und eingebautem Pool?
Ein Aufstellpool steht auf dem Boden, ist schnell aufgebaut und wird oft im Herbst wieder abgebaut. Ein eingebauter Pool sitzt ganz oder teilweise im Erdreich und braucht eine Baugrube, fest verlegte Leitungen und mehr Planung. Er bleibt im Winter stehen und muss dafür eingewintert werden.
Brauche ich für einen Pool eine Baugenehmigung?
In Hessen sind Wasserbecken bis 100 m³ Rauminhalt und 2 m Tiefe nach der Anlage zu § 63 der Hessischen Bauordnung baugenehmigungsfrei, bei mehr als 1,50 m Tiefe nur, wenn eine berechtigte Fachperson vorher die statische Unbedenklichkeit bescheinigt. Bebauungsplan und örtliche Satzungen gelten trotzdem. Klären Sie das vor dem Bau mit dem Bauamt.
Wie mache ich den Pool winterfest?
Vor dem ersten Frost senken Sie den Wasserstand nach den Herstellerangaben ab, entleeren Leitungen, Pumpe und Filter und lagern frostempfindliche Teile frostfrei. Fest eingebaute Becken werden meist nicht ganz geleert. Aufstellbecken werden oft abgebaut, gereinigt und trocken gelagert.
Wie sichere ich einen Pool gegen Kinder?
Lassen Sie Kinder am Pool nie unbeaufsichtigt, denn Ertrinken geschieht oft lautlos. Ein Zaun mit abschließbarer Tür erschwert den Zugang, eine bloße Abdeckung reicht nach Hinweisen der DLRG nicht aus. Bei Aufstellbecken nehmen Sie die Leiter nach dem Baden weg.
Wer schließt Pumpe und Beleuchtung am Pool an?
Fest angeschlossene Pumpen, Beleuchtung und Heizung gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, denn für Schwimmbecken gelten nach DIN VDE 0100-702 besondere Schutzbereiche. Steckerfertige Pumpen von Aufstellbecken betreiben Sie nur an einer geeigneten, mit FI-Schalter geschützten Außensteckdose mit Abstand zum Becken und nach den Angaben des Herstellers.
Was kostet ein Pool?
Das hängt von Bauart und Größe ab, von Baugrube, Technik und Ausstattung wie Heizung oder Abdeckung. Dazu kommen laufende Kosten für Wasser, Strom und Pflege. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Planung und einem Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
