Ausführlich erklärt
Pflaster einfach erklärt
Was ist Pflaster?
Pflaster ist ein Belag aus einzelnen Steinen für Wege, Höfe, Stellplätze und Einfahrten. Die Steine bestehen aus Beton, Naturstein oder Pflasterklinker. Die Fugen zwischen ihnen sind in der Regel mit Sand oder Splitt gefüllt. Erst dieses Fugenmaterial verspannt die Steine miteinander, sodass die Fläche Lasten verteilt und trotzdem kleine Bewegungen mitmacht.
Unter den Steinen liegen eine Bettung aus Splitt oder Sand und eine tragfähige, frostsichere Tragschicht, meist aus Schotter. Randsteine halten die Fläche seitlich zusammen. Wie stark der Aufbau sein muss, hängt davon ab, ob die Fläche nur begangen oder auch befahren wird. Dicht verlegtes Pflaster zählt zu den versiegelten Flächen. Rasengittersteine, breite Fugen oder wasserdurchlässige Steine lassen dagegen einen Teil des Regens versickern, wenn auch der Unterbau Wasser durchlässt.
Warum ist es wichtig?
Über die Haltbarkeit entscheidet vor allem der Unterbau. Ist er zu schwach oder sammelt sich darin Wasser, sackt das Pflaster ab, und es entstehen Mulden und Stolperkanten. Gefriert das Wasser, können sich Steine heben und lockern. Leeren sich die Fugen, verlieren die Steine ihren Halt und verschieben sich leichter.
Am Haus braucht Pflaster ein Gefälle vom Gebäude weg, damit Regenwasser nicht an die Wand läuft. Es darf auch nicht höher liegen als die Abdichtung des Sockels. Wo Wasser nicht über die Fläche abfließen kann, nehmen ein Hofablauf oder eine Rinne es auf. Lose Steine und Stolperkanten sind ein Unfallrisiko, und als Eigentümer sind Sie für sichere Wege verantwortlich.
Wann wird es zum Thema?
- Bei Mulden, Pfützen oder wackelnden Steinen: Dann ist oft der Unterbau abgesackt, oder das Wasser kann nicht ablaufen.
- Wenn sich die Fugen leeren, etwa durch Reinigung, Starkregen oder Ameisen, die Sand heraustragen.
- Bei Unkraut und Moos in den Fugen, vor allem auf schattigen und selten genutzten Flächen.
- Wenn Wurzeln das Pflaster anheben oder Leitungen darunter erneuert werden müssen.
- Bei einer neuen Einfahrt oder Hoffläche: Dann entscheidet sich, wie dicht der Belag wird und wohin das Wasser läuft.
Gut zu wissen
- Nach § 12 des Pflanzenschutzgesetzes dürfen Pflanzenschutzmittel, also auch Unkrautvernichter, nicht auf befestigten Freilandflächen angewendet werden. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde genehmigen. Entfernen Sie Unkraut in den Fugen deshalb mechanisch, etwa mit Fugenkratzer oder Fugenbürste. Beim Abflammen besteht Brandgefahr.
- Ein Hochdruckreiniger spült leicht Fugenmaterial aus und kann die Oberfläche mancher Steine aufrauen. Füllen Sie die Fugen danach wieder auf. Schmutzwasser mit Reinigungsmitteln gehört nicht in den Regenwasserkanal.
- Entwässert eine neue oder größere Pflasterfläche in den Kanal, kann sie für die Gebühr für Niederschlagswasser meldepflichtig sein. Die Regeln stehen in der Satzung Ihrer Gemeinde.
- Schachtdeckel und Reinigungsöffnungen von Leitungen sollten nicht überpflastert werden, damit sie zugänglich bleiben.
- Gefälle, Höhen am Haus und Entwässerung gehören in die Hände eines Fachbetriebs, ebenso Arbeiten an Abläufen und Leitungen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Pflaster und Platten?
Pflastersteine sind im Verhältnis zu ihrer Fläche dicker als Platten und verspannen sich über die Fugen miteinander. Sie werden deshalb auch für befahrene Flächen wie Einfahrten verwendet. Platten liegen vor allem auf Terrassen und Wegen, die nur begangen werden.
Darf ich Unkraut im Pflaster mit Unkrautvernichter bekämpfen?
Nein. Nach § 12 des Pflanzenschutzgesetzes dürfen Pflanzenschutzmittel nicht auf befestigten Freilandflächen wie gepflasterten Wegen, Höfen und Einfahrten angewendet werden, Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde genehmigen. Nach Angaben des Umweltbundesamts gilt das auch für Hausmittel wie Salz; entfernen Sie Unkraut deshalb mechanisch, etwa mit Fugenkratzer oder Fugenbürste.
Darf ich Pflaster mit dem Hochdruckreiniger reinigen?
Das ist möglich, aber mit Vorsicht. Der harte Strahl spült Fugenmaterial aus und kann die Oberfläche mancher Steine aufrauen. Beachten Sie die Pflegehinweise des Herstellers und füllen Sie die Fugen danach wieder auf.
Warum sackt Pflaster ab?
Häufige Ursachen sind ein zu schwacher oder schlecht verdichteter Unterbau, Wasser, das nicht abfließen kann, und Frost. Auch Fahrzeuge auf Flächen, die nur zum Begehen gebaut wurden, oder Hohlräume nach Leitungsarbeiten können dazu führen. Liegt die Ursache im Unterbau, hilft es meist nur kurz, einzelne Steine neu zu setzen.
Kann ich Pflaster selbst verlegen?
Einen Gartenweg zu pflastern ist für geübte Heimwerker möglich. Bei Einfahrten, bei Flächen direkt am Haus und überall, wo Gefälle, Entwässerung oder Leitungen eine Rolle spielen, sollte ein Fachbetrieb planen und ausführen. Fehler im Unterbau zeigen sich oft erst nach Jahren.
Was kostet eine neue Pflasterfläche?
Das hängt von Größe und Belastung der Fläche ab, vom Material, vom Aufwand für Aushub, Unterbau und Entwässerung und von der Entsorgung eines alten Belags. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
