Ausführlich erklärt
FI-Schalter / RCD einfach erklärt
Was ist ein FI-Schalter?
Ein FI-Schalter, fachlich Fehlerstrom-Schutzschalter und international RCD (Residual Current Device), ist ein Schutzgerät im Sicherungskasten. Er vergleicht ständig den Strom, der in einen Stromkreis hineinfließt, mit dem Strom, der zurückkommt. Weichen beide voneinander ab, fließt irgendwo Strom auf einem falschen Weg ab, etwa über ein defektes Gerät, feuchtes Mauerwerk oder einen Menschen. Dann schaltet der FI-Schalter den Stromkreis in Bruchteilen einer Sekunde ab.
Damit unterscheidet er sich vom Leitungsschutzschalter, der umgangssprachlich meist „Sicherung“ heißt. Dieser schützt Leitungen vor Überlastung und Kurzschluss. Der FI-Schalter dagegen soll vor allem Menschen vor einem gefährlichen Stromschlag schützen. Außerdem kann er das Brandrisiko durch schleichende Fehlerströme verringern. Ein FI-Schalter kann einen oder mehrere Stromkreise absichern. Teilen sich mehrere Stromkreise einen Schalter, sind beim Auslösen gleichzeitig mehrere Räume ohne Strom.
Warum ist er wichtig?
Ein Stromschlag kann schon bei vergleichsweise geringen Strömen lebensgefährlich sein. Für den Personenschutz werden deshalb FI-Schalter eingesetzt, die spätestens bei einem Fehlerstrom von 30 Milliampere auslösen. Sie schalten sehr schnell ab, einen vollständigen Schutz bieten sie aber nicht: Wer gleichzeitig zwei stromführende Leiter berührt, wird durch den FI-Schalter nicht geschützt.
In Altbauten fehlt er häufig ganz oder sichert nur einzelne Räume wie das Bad. In neuen Anlagen ist er für Steckdosen-Stromkreise seit vielen Jahren vorgeschrieben, in Bädern schon seit den 1980er-Jahren. Bestehende Anlagen haben in der Regel Bestandsschutz. Werden sie erweitert oder umgebaut, gilt für die neuen Teile der aktuelle Stand der Technik.
Wann wird er zum Thema?
- Wenn er auslöst: Häufige Ursachen sind ein defektes Gerät oder Feuchtigkeit, zum Beispiel in einer Außensteckdose.
- Beim Kauf eines älteren Hauses: Ein Blick in den Sicherungskasten zeigt, ob FI-Schalter vorhanden sind. Sie sind an der Prüftaste mit dem Buchstaben „T“ zu erkennen.
- Bei einer Kernsanierung oder Erweiterung der Elektrik: Dann wird die Anlage in den betroffenen Teilen auf den aktuellen Stand gebracht.
- Nach einem Wasserschaden: Feuchte Leitungen, Dosen oder Geräte können Fehlerströme verursachen. Eine Elektrofachkraft sollte die Anlage prüfen.
Gut zu wissen
- Viele Hersteller empfehlen, die Prüftaste etwa halbjährlich zu drücken. Löst der Schalter dabei nicht aus, muss eine Elektrofachkraft nachsehen.
- Die Prüftaste ist eine einfache Funktionsprüfung der Mechanik. Ob der Schalter beim richtigen Fehlerstrom rechtzeitig abschaltet, kann nur eine Elektrofachkraft messen.
- Es gibt verschiedene Bauarten, zum Beispiel Typ A, F und B. Welcher Typ für ein Gerät wie eine Wallbox nötig ist, richtet sich nach den Herstellerangaben und wird von der Elektrofachkraft festgelegt.
- Arbeiten im Sicherungskasten sind ausschließlich Sache einer Elektrofachkraft.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen FI-Schalter und Sicherung?
Die Sicherung, fachlich Leitungsschutzschalter, schützt Leitungen vor Überlastung und Kurzschluss. Der FI-Schalter erkennt Fehlerströme und schützt vor allem Menschen vor einem Stromschlag. Beide ergänzen sich, es gibt sie auch als kombiniertes Gerät.
Ist ein FI-Schalter Pflicht?
In neuen Elektroanlagen ist er für Steckdosen-Stromkreise und Bäder vorgeschrieben. Ältere Anlagen haben in der Regel Bestandsschutz, bei Umbau oder Erweiterung gelten für die neuen Teile die aktuellen Regeln. Nachrüsten ist auch ohne Pflicht empfehlenswert.
Kann man einen FI-Schalter nachrüsten?
Meist ja, wenn im Sicherungskasten Platz ist und die Anlage es zulässt. In sehr alten Anlagen ohne eigenen Schutzleiter ist oft ein größerer Umbau nötig. Das beurteilt eine Elektrofachkraft vor Ort.
Was tun, wenn der FI-Schalter immer wieder auslöst?
Ziehen Sie die Stecker der Geräte im betroffenen Bereich und schalten Sie den FI-Schalter wieder ein. Hält er, stecken Sie die Geräte einzeln wieder ein, um den Auslöser zu finden. Löst er auch ohne angeschlossene Geräte aus, rufen Sie eine Elektrofachkraft.
Wie oft sollte ich den FI-Schalter testen?
Viele Hersteller empfehlen, die Prüftaste etwa halbjährlich zu drücken. Dabei wird der Strom in den angeschlossenen Kreisen kurz abgeschaltet. Löst der Schalter nicht aus, sollte eine Elektrofachkraft ihn prüfen.
Was kostet es, einen FI-Schalter nachzurüsten?
Das hängt vom benötigten Typ, vom Platz im Sicherungskasten und vom Zustand der vorhandenen Anlage ab. Muss der Verteiler erneuert werden, steigt der Aufwand deutlich. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

