Ausführlich erklärt
Rückflussverhinderer einfach erklärt
Was ist ein Rückflussverhinderer?
Ein Rückflussverhinderer ist ein Bauteil in der Trinkwasserleitung, das Wasser nur in eine Richtung durchlässt. Im Inneren sitzt meist ein Ventilteller mit einer Feder. Fließt das Wasser in normaler Richtung, öffnet er. Will es zurückströmen, drückt die Feder ihn zu. Umgangssprachlich heißt er oft Rückschlagventil. Es gibt ihn als einzelnes Bauteil oder eingebaut in andere Armaturen, etwa in ein Absperrventil.
In der Regel sitzt ein Rückflussverhinderer direkt hinter dem Wasserzähler. Er verhindert, dass Wasser aus dem Haus zurück in das öffentliche Netz gelangt. Weitere finden sich zum Beispiel in der Kaltwasserzuleitung zum Warmwasserspeicher und an Armaturen mit Schlauchanschluss. Kontrollierbare Bauarten haben eine kleine Prüfschraube, über die sich die Dichtheit prüfen lässt.
Warum ist er wichtig?
Trinkwasser ist ein Lebensmittel. Fällt der Druck in der Leitung ab, etwa bei einem Rohrbruch in der Straße oder bei Arbeiten am Netz, kann Wasser aus der Hausinstallation zurückgesaugt werden. Ohne Sicherung könnte so erwärmtes, abgestandenes oder verunreinigtes Wasser in andere Leitungen oder in das öffentliche Netz gelangen. Der Rückflussverhinderer verhindert das in vielen Alltagssituationen.
Seine Schutzwirkung hat aber Grenzen. Er ist nur für Wasser gedacht, das die Gesundheit nicht gefährdet, etwa erwärmtes Trinkwasser. Für Heizungswasser oder Wasser mit Zusätzen reicht er nicht. Wer Wasser in die Heizung nachfüllt, um den Heizungsdruck zu halten, braucht dafür eine stärkere Sicherung, in der Regel einen Systemtrenner. Eine Zisterne darf gar nicht direkt mit der Trinkwasserleitung verbunden werden.
Wann wird er zum Thema?
- Bei der Wartung der Hausinstallation: Kontrollierbare Rückflussverhinderer werden nach Herstellerangaben und technischen Regeln in der Regel einmal im Jahr geprüft.
- Wenn ein Gartenschlauch, eine Bewässerung oder ein Gerät an die Trinkwasserleitung angeschlossen werden soll.
- Beim Einbau einer Regenwasseranlage: Die Nachspeisung mit Trinkwasser braucht eine eigene, sichere Trennung.
- Wenn am Kaltwasserhahn warmes Wasser ankommt: Das kann unter anderem auf einen undichten Rückflussverhinderer am Warmwasserspeicher hinweisen.
- Beim Kauf eines älteren Hauses: Ob und wo Rückflussverhinderer eingebaut sind, lässt sich oft nur vor Ort feststellen.
Gut zu wissen
- Nicht verwechseln: Eine Rückstauklappe sitzt in der Abwasserleitung und schützt den Keller vor Wasser aus dem Kanal. Der Rückflussverhinderer schützt das Trinkwasser.
- Welche Sicherung an welcher Stelle nötig ist, regeln die technischen Regeln für Trinkwasser-Installationen, vor allem DIN EN 1717 und DIN 1988-100. Entscheidend ist, wie bedenklich das Wasser ist, das zurückfließen könnte.
- Armaturen mit Schlauchanschluss, etwa am Außenwasserhahn, brauchen eine eigene Sicherung, in der Regel eine Kombination aus Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer.
- Kalk und Schmutz können einen Rückflussverhinderer undicht machen, ohne dass man es bemerkt. Einbau, Prüfung und Austausch gehören in die Hände eines Installationsbetriebs, der beim Wasserversorger eingetragen ist.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rückflussverhinderer und Rückstauklappe?
Ein Rückflussverhinderer sitzt in der Trinkwasserleitung und verhindert, dass Wasser in die Versorgungsleitung zurückströmt. Eine Rückstauklappe sitzt in der Abwasserleitung und soll verhindern, dass bei Rückstau Abwasser aus dem Kanal ins Haus drückt. Die beiden Bauteile haben nichts miteinander zu tun.
Was ist der Unterschied zwischen Rückflussverhinderer und Systemtrenner?
Ein Rückflussverhinderer schließt mit einer Feder und ist nur für Wasser gedacht, das die Gesundheit nicht gefährdet. Ein Systemtrenner trennt bei Druckabfall die Leitungen und lässt Wasser aus einer Zwischenkammer ab. Er wird dort eingesetzt, wo bedenklicheres Wasser zurückfließen könnte, etwa beim Befüllen der Heizung.
Ist ein Rückflussverhinderer Pflicht?
Hinter dem Wasserzähler schreiben die technischen Regeln und in der Regel auch die Bedingungen des Wasserversorgers einen Rückflussverhinderer vor. An weiteren Stellen, etwa an der Kaltwasserzuleitung zum Warmwasserspeicher, ist er ebenfalls vorgesehen. Ob eine ältere Anlage nachgerüstet werden muss, klären Sie mit einem Installationsbetrieb.
Wie oft muss ein Rückflussverhinderer geprüft werden?
Kontrollierbare Rückflussverhinderer werden nach Herstellerangaben und technischen Regeln in der Regel einmal im Jahr geprüft. Das übernimmt meist ein Installationsbetrieb im Rahmen einer Wartung.
Woran erkenne ich einen defekten Rückflussverhinderer?
Von außen meist gar nicht. Ein möglicher Hinweis ist warmes Wasser in der Kaltwasserleitung, wenn der Rückflussverhinderer am Warmwasserspeicher undicht ist. Sicher feststellen lässt sich ein Defekt nur bei einer Prüfung über die Prüfeinrichtung.
Kann ich einen Rückflussverhinderer selbst einbauen?
Nein. Der Rückflussverhinderer ist Teil der Trinkwasserinstallation, und daran dürfen in der Regel nur Installationsbetriebe arbeiten, die beim Wasserversorger eingetragen sind. Der Betrieb wählt auch die passende Bauart für die jeweilige Stelle aus.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
