Kurz erklärt

Unterer Übergang einer Tür zum Boden; bei Außentüren abdichtungstechnisch besonders wichtig.

Ausführlich erklärt ↓

Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Türschwelle einfach erklärt

Was ist eine Türschwelle?

Die Türschwelle ist der untere Abschluss einer Tür, der Übergang vom Rahmen zum Boden. Bei Innentüren ist sie oft nur eine flache Leiste oder fehlt ganz. Bei Haus-, Terrassen- und Balkontüren ist sie ein eigenes Bauteil, meist ein Profil aus Aluminium, Kunststoff oder Holz, in älteren Häusern oft eine Stufe aus Stein. An ihr liegt die untere Dichtung des Türblatts an. Außen leitet häufig ein Wetterschenkel, eine Leiste am Türblatt, Regenwasser über die Schwelle hinweg ab.

Wichtig ist auch, was man nicht sieht. Unter der Schwelle muss die Abdichtung lückenlos an den Türrahmen anschließen, am Hauseingang etwa die Sockelabdichtung, an Balkon und Dachterrasse die Abdichtung der Fläche.

Warum ist sie wichtig?

An der Schwelle treffen Regen, Spritzwasser, Schneematsch und Wind auf die Tür. Fällt der Belag davor zum Haus hin oder liegt er zu hoch, läuft Wasser an die Tür und unter Umständen darunter hindurch, oft lange unbemerkt. Eine schlecht gedämmte Schwelle wird außerdem zur Wärmebrücke.

Zugleich soll die Schwelle möglichst niedrig sein, denn jede Kante ist eine Stolperstelle und ein Hindernis für Rollator oder Rollstuhl. Die Abdichtungsregeln gehen an Außentüren dagegen normalerweise von einem Anschluss aus, der ein gutes Stück über den Belag reicht. Niedrige oder niveaugleiche Schwellen brauchen deshalb zusätzlichen Schutz: ein Gefälle vom Haus weg, eine Entwässerungsrinne direkt vor der Tür und am besten ein Vordach.

Wann wird sie zum Thema?

  • Wenn nach Regen Feuchtigkeit hinter der Tür auftaucht, etwa als Fleck am Boden oder als feuchte Stelle neben dem Rahmen.
  • Wenn vor der Tür neu gepflastert wird: Ein neuer Belag oder eine neue Terrasse liegt oft höher als der alte.
  • Bei einem Umbau für Rollator oder Rollstuhl: Dann wird geprüft, wie niedrig die Schwelle werden kann.
  • Wenn es unten an der Tür zieht oder die Dichtung nicht mehr gleichmäßig an der Schwelle anliegt.
  • Beim Austausch von Haus-, Terrassen- oder Balkontür: Dann lassen sich Höhe, Abdichtung und Dämmung der Schwelle neu planen.

Gut zu wissen

  • Abdichtung, Höhen und Entwässerung an der Schwelle gehören in die Hände eines Fachbetriebs. An Balkon- und Dachterrassentüren gilt das besonders, weil Wasser dort in die Decke darunter gelangen kann. Für die Abdichtung von Balkonen und Dachterrassen gilt DIN 18531.
  • Nach der Abdichtungsnorm DIN 18533 sind niveaugleiche Türen von der üblichen Höhenregel am Sockel ausgenommen. Die Abdichtung muss dann aber wasserdicht an Schwelle und Rahmen anschließen, und Vordach oder Rinne sollen zu viel Wasser abhalten.
  • Barrierefreie Wohnungen sollen nach DIN 18040-2 keine Schwellen haben, unvermeidbare höchstens 2 Zentimeter hoch. Für ein bestehendes Einfamilienhaus ist das in der Regel keine Pflicht, aber ein guter Maßstab für den Umbau.
  • Halten Sie Rinne und Rost vor einer niedrigen Schwelle frei, besonders nach dem Laubfall und bei Schneematsch.

Häufige Fragen

Wie hoch muss eine Türschwelle sein?

Eine Höhe für alle Fälle gibt es nicht. Im Regelfall gehen die Abdichtungsregeln davon aus, dass die Abdichtung an Außentüren etwa 15 Zentimeter über den Belag davor reicht. Niedrigere und niveaugleiche Übergänge sind möglich, brauchen aber zusätzlichen Schutz wie eine Rinne direkt vor der Tür.

Geht eine Haustür ohne Schwelle?

Ja, eine niveaugleiche Haustür ist möglich, gilt aber als Sonderlösung. Nötig sind eine lückenlose Abdichtung bis an den Rahmen, eine Dichtung, die die Tür unten auch ohne Schwelle schließt, und Schutz vor Wasser durch Gefälle, Rinne und möglichst ein Vordach. Planen Sie das mit einem Fachbetrieb.

Warum kommt Wasser unter der Haustür durch?

Häufige Ursachen sind ein Belag, der zum Haus hin fällt oder zu hoch liegt, eine abgenutzte Dichtung am Türblatt, eine verstopfte Rinne oder ein undichter Anschluss der Abdichtung unter der Schwelle. Bei Schlagregen ohne Vordach kann der Wind Wasser auch unter die Tür drücken. Die Ursache sollte ein Fachbetrieb klären.

Kann man die Schwelle einer Außentür einfach absenken?

Nicht ohne Weiteres. Unter der Schwelle liegt in der Regel der Anschluss der Abdichtung, und eine niedrigere Schwelle braucht zusätzlichen Schutz gegen Wasser. Ob und wie sie sich absenken lässt, klärt ein Fachbetrieb vor Ort, oft zusammen mit dem Einbau einer neuen Tür.

Kann ich eine Türschwelle selbst abdichten?

Eine abgenutzte Dichtung am Türblatt oder eine gerissene Fuge am Rahmen können geübte Heimwerker oft selbst erneuern. Ist die Abdichtung unter oder neben der Schwelle undicht, gehört die Reparatur in die Hände eines Fachbetriebs. Silikon oder Dichtband von außen überdecken das Problem meist nur.

Was kostet es, eine Türschwelle zu erneuern?

Das hängt davon ab, ob nur Dichtung oder Schwellenprofil getauscht werden oder ob Abdichtung, Belag und Entwässerung vor der Tür neu aufgebaut werden müssen. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

Weißes Fenster in einer verputzten FassadeAusführlich erklärtFenster & TürenRahmen, Verglasung, Dichtungen und Beschläge — dazu die Anschlussfuge zwischen Fenster und Mauerwerk.Beitrag lesen →

Alle Begriffe dieser Themenwelt

Mehr aus Fenster, Türen & Rollläden

Abschließbarer FenstergriffFenstergriff, der sich mit einem Schlüssel verriegeln lässt.DreifachverglasungVerglasung mit drei Glasscheiben und zwei Zwischenräumen.Entwässerungsöffnung am FensterÖffnung im Rahmen, über die eingedrungenes Wasser nach außen abgeführt wird.FensteranschlussfugeÜbergang zwischen Fensterrahmen und Baukörper; muss gegen Feuchte und Zugluft abgedichtet sein.FensterbankWaagerechter Abschluss unterhalb eines Fensters innen oder außen.FensterbeschlagMechanik zum Öffnen, Kippen und Verriegeln eines Fensters.FensterdichtungElastische Dichtung zur Reduzierung von Zugluft, Wasser- und Wärmeverlusten.FensterfalzBereich zwischen Fensterflügel und Rahmen mit Dichtungen und Beschlägen.FensterflügelBeweglicher Teil eines Fensters, der geöffnet oder gekippt werden kann.FensterrahmenFester Bestandteil des Fensters, der im Baukörper verankert ist.HaustürHaupteingangstür eines Wohngebäudes; wichtig für Wärme-, Wetter- und Einbruchschutz.HochschiebesicherungSicherung gegen das Hochdrücken eines geschlossenen Rollladens von außen.IsolierverglasungMehrscheibenverglasung mit abgedichteten Zwischenräumen zur Verbesserung des Wärmeschutzes.MehrfachverriegelungTürverriegelung mit mehreren Schließpunkten entlang des Türblatts.PilzkopfverriegelungEinbruchhemmender Fensterbeschlag, der das Aufhebeln erschweren kann.RC2Widerstandsklasse für einbruchhemmende Fenster und Türen.RC3Höhere Widerstandsklasse für einbruchhemmende Bauteile mit erhöhtem Schutzbedarf.RollladenBeweglicher Behang vor Fenstern für Sonnen-, Sicht- und teilweise Einbruchschutz.RollladenkastenBauteil, in dem der hochgezogene Rollladen aufgewickelt wird.RollladenpanzerBewegliche Fläche eines Rollladens aus miteinander verbundenen Lamellen.SchließzylinderBauteil eines Türschlosses, in das der Schlüssel eingeführt wird.SicherheitsbeschlagBeschlag zum Schutz von Schloss und Schließzylinder vor Manipulation.TürdichtungDichtung zur Reduzierung von Zugluft, Feuchtigkeit und Wärmeverlusten.TürschwelleSie sind hier
Weiter im Glossar

Erstgespräch

Welche Risiken hat mein Eigenheim?

Eine kurze Einschätzung, unverbindlich und kostenlos.

Nach oben scrollen