Ausführlich erklärt
Solarmodul einfach erklärt
Was ist ein Solarmodul?
Ein Solarmodul ist das Bauteil einer Photovoltaikanlage, das aus Licht Strom erzeugt. Es besteht aus vielen verbundenen Solarzellen, meist aus Silizium, die zwischen einer Glasscheibe und einer Rückseite eingebettet sind. Meist gibt ein Aluminiumrahmen dem Modul Halt. An der Rückseite sitzt eine Anschlussdose mit Kabeln. Das Modul liefert Gleichstrom, den ein Wechselrichter in Wechselstrom umwandelt.
Auf Wohnhäusern sind heute Module mit monokristallinen Zellen verbreitet. Bei Glas-Folie-Modulen schützt eine Kunststofffolie die Rückseite, bei Glas-Glas-Modulen eine zweite Glasscheibe. Die Nennleistung wird in Watt Peak angegeben und unter genormten Testbedingungen gemessen. Auf dem Dach liefern die Module meist weniger, je nach Licht, Temperatur, Ausrichtung und Verschattung.
Warum ist es wichtig?
Die Module sind Wind und Wetter am stärksten ausgesetzt und bleiben viele Jahre auf dem Dach. Mit der Zeit lässt ihre Leistung langsam nach. Viele Hersteller geben deshalb neben der Produktgarantie eine Leistungsgarantie, die eine Mindestleistung über einen längeren Zeitraum zusagt. Was genau gilt, steht in den Garantiebedingungen.
Schäden sind oft nicht zu sehen. Feine Risse in den Zellen können durch Hagel, hohe Schneelast oder unsachgemäßes Betreten entstehen und den Ertrag nach und nach mindern. Zugleich erzeugt ein Modul Strom, solange Licht darauf fällt. Es lässt sich nicht einfach ausschalten, auch nicht, wenn es beschädigt ist. Arbeiten an Modulen und Leitungen gehören deshalb in die Hände von Fachbetrieben.
Wann wird es zum Thema?
- Bei der Planung einer Photovoltaikanlage: Bauart, Leistung, Gewicht und Garantiebedingungen der Module gehören zu den wichtigen Punkten im Angebot. Fragen Sie auch nach Angaben zur Belastbarkeit durch Schnee, Wind und Hagel.
- Bei der Montage: Auf einem geneigten Dach werden meist Dachhaken an den Sparren befestigt. Dafür werden Dachziegel aufgenommen und oft angepasst. Das Dach muss das zusätzliche Gewicht tragen und dicht bleiben.
- Nach Sturm oder Hagel: Ein Blick vom Boden aus zeigt gesprungenes Glas, verschobene Module oder lose Kabel. Ein Einbruch beim Ertrag kann auf verdeckte Schäden hindeuten.
- Wenn die Anlage in die Jahre kommt: Für eine Photovoltaikanlage gelten rund 20 Jahre als Anhaltswert für die Nutzungsdauer. Wann Module wirklich ersetzt werden müssen, hängt vom Zustand ab.
Gut zu wissen
- Betreten Sie Module nie und reinigen Sie sie nicht selbst, wenn Sie dafür aufs Dach steigen müssten. Bei ausreichender Neigung spült Regen leichten Schmutz meist ab. Bei starker Verschmutzung hilft ein Fachbetrieb.
- Werden einzelne Module getauscht, müssen die neuen elektrisch zu den vorhandenen passen. Bewahren Sie Datenblätter, Seriennummern und Garantieunterlagen deshalb gut auf.
- Ausgediente oder beschädigte Module zählen zu den Elektroaltgeräten und gehören nicht in Hausmüll oder Bauschutt. Fragen Sie den Fachbetrieb oder Ihre Gemeinde nach der Rücknahme.
- Melden Sie die Anlage Ihrer Wohngebäudeversicherung. Ob Schäden an den Modulen, etwa durch Hagel oder Überspannung, versichert sind, steht in den Vertragsbedingungen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Solarmodul und Sonnenkollektor?
Ein Solarmodul erzeugt aus Licht Strom und gehört zu einer Photovoltaikanlage. Ein Sonnenkollektor gehört zu einer Solarthermieanlage und erwärmt mit der Sonne eine Flüssigkeit, etwa für Warmwasser oder Heizung. Von außen sehen sich beide oft ähnlich.
Wie lange halten Solarmodule?
Für eine Photovoltaikanlage gelten rund 20 Jahre als Anhaltswert. Die Module halten meist länger als der Wechselrichter, ihre Leistung lässt mit den Jahren aber langsam nach. Wann sie wirklich ersetzt werden müssen, hängt von ihrem Zustand ab.
Kann ich Solarmodule selbst reinigen?
Nicht, wenn Sie dafür aufs Dach steigen müssten. Wegen Absturzgefahr und Spannung gehört das in die Hände eines Fachbetriebs. Hochdruckreiniger, harte Bürsten und scharfe Reinigungsmittel können die Module beschädigen.
Woran erkenne ich ein defektes Solarmodul?
Sichtbare Hinweise sind gesprungenes Glas, Verfärbungen und lose oder beschädigte Kabel. Viele Schäden zeigen sich aber nur im Ertrag oder bei einer Prüfung durch einen Fachbetrieb, etwa mit einer Wärmebildkamera. Liegt der Ertrag deutlich unter den gewohnten Werten, lassen Sie die Anlage prüfen.
Zahlt die Versicherung bei Hagelschäden an Solarmodulen?
Das hängt davon ab, ob die Anlage in der Wohngebäudeversicherung mitversichert ist oder eine eigene Versicherung hat. Melden Sie die Anlage deshalb Ihrem Versicherer und prüfen Sie die Vertragsbedingungen. Fotografieren Sie Schäden, bevor etwas verändert wird.
Was kosten Solarmodule?
Das hängt von Leistung, Bauart und Menge ab. Für Ihr Dach zählt vor allem der Preis der ganzen Anlage mit Montage, Wechselrichter und Anschluss. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach Besichtigung und Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
