Ausführlich erklärt
AC-Leitung einfach erklärt
Was ist eine AC-Leitung?
Als AC-Leitung bezeichnet man bei einer Photovoltaikanlage die Wechselstromleitung zwischen Wechselrichter und Hausnetz. AC steht für Alternating Current, also Wechselstrom. Über diese Leitung gelangt der umgewandelte Solarstrom zum Zählerschrank. Von dort fließt er zu den Geräten im Haus oder über den Zähler ins öffentliche Netz.
Vor dem Wechselrichter liegt die DC-Seite. Dort fließt Gleichstrom von den Modulen, und die Leitungen stehen unter Spannung, solange Licht auf die Module fällt. Die AC-Seite lässt sich dagegen über die Schutzeinrichtungen im Zählerschrank abschalten. AC-Leitungen gibt es auch bei einem Batteriespeicher mit eigenem Wechselrichter. Bei Modulwechselrichtern beginnt die Wechselstromseite schon auf dem Dach.
Warum ist sie wichtig?
Über die AC-Leitung fließt der gesamte Solarstrom der Anlage. Ihr Querschnitt muss deshalb zu Leistung, Länge und Verlegeart passen. Ist die Leitung zu knapp bemessen, erwärmt sie sich stärker, und es geht Energie verloren. Außerdem steigt die Spannung am Wechselrichter. Wird sie zu hoch, schaltet er sich zum Schutz des Netzes ab, gerade an sonnigen Tagen. In der Regel bekommt der Wechselrichter einen eigenen Stromkreis mit eigenem Leitungsschutzschalter, an dem keine anderen Geräte hängen.
Die AC-Leitung ist zugleich die Verbindung zum öffentlichen Netz. Für den Anschluss gelten die technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers und die VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105. Dazu gehört ein Netz- und Anlagenschutz, der die Anlage bei Störungen oder einem Ausfall des Netzes trennt. Bei kleineren Anlagen steckt er meist im Wechselrichter, größere brauchen eine zentrale Schutzeinrichtung. Hat die Anlage eine Ersatzstromfunktion, trennt eine Umschalteinrichtung das Haus bei einem Netzausfall vom Netz. Die Leitungen im Haus führen dann weiter Spannung, versorgt aus dem Speicher.
Wann wird sie zum Thema?
- Bei der Planung: Der Standort des Wechselrichters bestimmt, wie lang die AC-Leitung wird und welchen Weg sie nimmt. Im Zählerschrank muss Platz für Schutzeinrichtungen und Zähler sein.
- Wenn ein Speicher oder Ersatzstrom dazukommt: Dann kommen Leitungen, Schutzeinrichtungen und unter Umständen eine Umschalteinrichtung hinzu.
- Wenn der Wechselrichter getauscht oder versetzt wird: Leitung und Absicherung müssen zum neuen Gerät passen.
- Wenn die Sicherung des PV-Stromkreises auslöst oder der Wechselrichter immer wieder Netzfehler meldet.
- Bei Warnzeichen wie Wärme, Brandgeruch oder Verfärbungen an Leitung, Klemmen oder Zählerschrank. Dann sollte umgehend eine Elektrofachkraft nachsehen.
Gut zu wissen
- Anschluss und Änderungen gehören in die Hände eines Elektrofachbetriebs, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
- Wer die Sicherung des PV-Stromkreises abschaltet, trennt nur die AC-Seite. Die DC-Leitungen, die Anschlüsse am Wechselrichter und ein angeschlossener Batteriespeicher stehen weiter unter Spannung.
- Welche Schutzeinrichtungen nötig sind, etwa welcher Typ von FI-Schalter, richtet sich nach den Normen und den Angaben des Wechselrichterherstellers. Das legt die Elektrofachkraft fest.
- Der PV-Stromkreis sollte im Zählerschrank eindeutig beschriftet sein. Die Messwerte der Inbetriebnahme gehören ins Prüfprotokoll.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen AC-Leitung und DC-Leitung?
Die AC-Leitung führt Wechselstrom vom Wechselrichter ins Hausnetz und lässt sich im Zählerschrank abschalten. Die DC-Leitung führt Gleichstrom von den Modulen zum Wechselrichter. Sie steht unter Spannung, solange Licht auf die Module fällt, auch wenn die AC-Seite abgeschaltet ist.
Wie dick muss die AC-Leitung sein?
Eine pauschale Angabe gibt es nicht. Der Querschnitt richtet sich nach der Leistung des Wechselrichters, der Länge der Leitung, der Verlegeart und der Absicherung. Die Elektrofachkraft legt ihn bei der Planung fest.
Braucht der Wechselrichter einen eigenen Stromkreis?
In der Regel ja. Der Wechselrichter wird über einen eigenen, passend abgesicherten Stromkreis angeschlossen, an dem keine Steckdosen oder anderen Geräte hängen. Die Einzelheiten legt die Elektrofachkraft nach Normen, Herstellerangaben und den Vorgaben des Netzbetreibers fest.
Warum schaltet mein Wechselrichter an sonnigen Tagen ab?
Eine mögliche Ursache ist eine zu hohe Spannung am Netzanschluss. Der Wechselrichter trennt sich dann zum Schutz des Netzes, und eine zu lange oder zu knapp bemessene AC-Leitung kann das verstärken. Lassen Sie die Ursache von einem Elektrofachbetrieb klären, der sich bei Bedarf mit dem Netzbetreiber abstimmt.
Darf ich die AC-Leitung selbst anschließen?
Nein. Der Anschluss einer Erzeugungsanlage an die Elektroinstallation gehört in die Hände eines Elektrofachbetriebs, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Er prüft die Anlage vor der Inbetriebnahme und dokumentiert die Messwerte.
Was kostet die AC-Leitung einer Solaranlage?
Das hängt vor allem von Länge und Weg der Leitung ab, von nötigen Durchbrüchen und davon, ob der Zählerschrank angepasst werden muss. Meist ist sie Teil des Angebots für die ganze Anlage. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach Besichtigung und Angebot.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.
