Kurz erklärt

Wärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich über eine Sole nutzt.

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Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Sole-Wasser-Wärmepumpe einfach erklärt

Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme des Erdreichs. Im Boden liegen dafür Rohre, in denen eine Sole kreist, meist Wasser mit einem Frostschutzmittel auf Glykolbasis. Die Sole nimmt die Wärme des Untergrunds auf und bringt sie zur Wärmepumpe im Haus. Dort hebt ein elektrisch betriebener Verdichter sie auf die Temperatur für Heizung und Warmwasser. Umgangssprachlich heißt die Anlage auch Erdwärmepumpe.

Üblich sind zwei Arten der Erschließung. Eine Erdwärmesonde steckt senkrecht in einer Bohrung, die meist weniger als 100 Meter tief ist. Ein Erdwärmekollektor besteht aus Rohrschlangen, die flach und waagerecht unter der Gartenfläche liegen. Er kommt ohne Bohrung aus, braucht aber viel freie Fläche. Die Sonde nutzt die gleichmäßige Wärme aus der Tiefe, der Kollektor vor allem Wärme, die die Sonne im Sommer in den Boden einträgt.

Warum ist sie wichtig?

In der Tiefe einer Erdwärmesonde ist das Erdreich ganzjährig nahezu gleich warm, im Winter also deutlich wärmer als die Außenluft. Die Wärmepumpe arbeitet deshalb gleichmäßig effizient, auch an kalten Tagen. Ohne Außengerät mit Ventilator ist sie meist leiser als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Im Sommer kann sie Räume über die kühle Sole sanft kühlen, ohne dass der Verdichter läuft. Fachleute sprechen von passiver Kühlung.

Dafür ist die Erschließung aufwendiger. Bohrung oder Erdarbeiten und Genehmigung brauchen Zeit. Zudem eignet sich nicht jedes Grundstück: Das Bohrgerät braucht eine Zufahrt, und Untergrund oder Schutzgebiete können eine Bohrung ausschließen. Ob sich das lohnt, zeigt der Vergleich mit anderen Heizsystemen.

Wann wird sie zum Thema?

  • Beim Heizungstausch, wenn das Grundstück Platz für eine Bohrung oder einen Kollektor bietet.
  • Bei Neubau oder Umgestaltung des Gartens: Ein Kollektor lässt sich verlegen, solange der Boden ohnehin offen ist. Die Fläche darüber sollte später nicht überbaut oder zur versiegelten Fläche werden.
  • Wenn Sie im Sommer kühlen möchten: Das lässt sich bei der Planung vorsehen. Die Regelung muss verhindern, dass Flächen unter den Taupunkt abkühlen.
  • Beim Kauf eines Hauses mit Erdwärme: Lassen Sie sich die wasserrechtliche Erlaubnis, die befristet sein kann, Bohrunterlagen und Lageplan der Sonden geben. Bewahren Sie alles in der Hausakte auf.

Gut zu wissen

  • In Hessen braucht eine Erdwärmesonde eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde, für einen flachen Kollektor mit Abstand zum Grundwasser genügt meist eine Anzeige. Andere Bundesländer regeln das teils anders.
  • Ob ein Standort in Hessen für Erdwärmesonden günstig, ungünstig oder unzulässig ist, zeigen Karten des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie im Internet.
  • Beauftragen Sie eine Bohrfirma, die nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 120-2 zertifiziert ist oder eine gleichwertige Qualifikation nachweist. In Hessen wird das in der Regel verlangt. Bei frostschutzhaltiger Sole muss zudem ein Druckwächter die Anlage bei einem Leck abschalten und Alarm geben.
  • Neue Wärmepumpen mit mehr als 4,2 Kilowatt Anschlussleistung darf der Netzbetreiber bei drohender Netzüberlastung zeitweise auf diesen Wert drosseln. Im Gegenzug sinken die Netzentgelte.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Erdwärmesonde und Erdwärmekollektor?

Die Sonde steckt senkrecht in einer Bohrung und nutzt die gleichmäßige Wärme aus der Tiefe. Der Kollektor liegt flach unter der Gartenfläche und kommt ohne Bohrung aus, braucht aber deutlich mehr Platz. Welche Lösung passt, hängt von Grundstück, Untergrund und Wärmebedarf ab.

Brauche ich für eine Erdwärmepumpe eine Genehmigung?

In Hessen ist für eine Erdwärmesonde eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde nötig, ein flach verlegter Kollektor muss in der Regel nur angezeigt werden. Den Antrag stellen Sie als Bauherr, oft mit Unterstützung von Fachbetrieb oder Bohrfirma. Für die Einhaltung der Auflagen bleiben Sie verantwortlich.

Darf man im Wasserschutzgebiet eine Erdwärmesonde bohren?

In Hessen ist das in den Schutzzonen I bis III beziehungsweise IIIA grundsätzlich nicht zulässig, in der äußeren Zone IIIB nur, wenn eine Prüfung keine Gefahr für das Grundwasser ergibt. Für Heilquellenschutzgebiete gelten ähnliche Regeln. Fragen Sie früh bei der Unteren Wasserbehörde nach.

Wie tief wird für eine Erdwärmesonde gebohrt?

Das hängt von Wärmebedarf, Untergrund und Zahl der Sonden ab, meist reichen Erdwärmesonden weniger als 100 Meter tief. Soll eine Bohrung mehr als 100 Meter tief reichen, gilt zusätzlich das Bundesberggesetz: Beginn und Ende der Bohrarbeiten sind vorher der Bergbehörde anzuzeigen. Weitere Stellen werden beteiligt, was mehr Zeit kosten kann.

Was kostet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Das hängt von Gerät und Leistung ab und vor allem von der Erschließung, also von Bohrung oder Kollektor, Untergrund und Zugänglichkeit des Grundstücks. Ob eine Förderung möglich ist, ändert sich immer wieder; klären Sie das vor der Auftragsvergabe. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach Besichtigung und Angebot.

Kann eine Sole-Wasser-Wärmepumpe auch kühlen?

Ja, wenn die Anlage dafür ausgestattet ist. Bei der passiven Kühlung nimmt die kühle Sole über einen Wärmetauscher Wärme aus dem Haus auf und gibt sie an das Erdreich ab, der Verdichter bleibt aus. Die Wirkung ist sanft und ersetzt keine Klimaanlage.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

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