Kurz erklärt

Zusatzsicherung, die das Aufhebeln eines Fensters erschweren soll.

Ausführlich erklärt ↓

Die Kurzdefinitionen sind bewusst allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine fachliche Prüfung oder individuelle Beratung.

Ausführlich erklärt

Fenstersicherung einfach erklärt

Was ist eine Fenstersicherung?

Eine Fenstersicherung ist eine zusätzliche Sicherung, die das Aufhebeln eines Fensters oder einer Fenstertür erschweren soll. Gemeint sind meist Nachrüstprodukte für vorhandene Fenster. Aufschraubbare Zusatzsicherungen werden innen sichtbar auf Flügel und Rahmen montiert. Dazu gehören Zusatzschlösser, Stangenschlösser mit Riegeln nach oben und unten und Bandseitensicherungen für die Seite, an der der Flügel in seinen Bändern hängt.

Andere Sicherungen sitzen unsichtbar im Falz zwischen Flügel und Rahmen. Dabei wird der vorhandene Beschlag um Sicherheitsteile ergänzt oder gegen einen einbruchhemmenden Beschlag mit Pilzkopfverriegelung getauscht. Für Kellerfenster kommen Gitter und gesicherte Roste über dem Lichtschacht hinzu. Abschließbare Fenstergriffe gehören ebenfalls dazu, schützen allein aber nicht gegen Aufhebeln.

Warum ist sie wichtig?

Fenster und Fenstertüren sind in Einfamilienhäusern ein häufiger Einstiegsweg, und meist wird dabei gehebelt. Einfache Beschläge haben nach Einschätzung der Polizei keine einbruchhemmende Wirkung, übliches Isolierglas ebenfalls nicht. Eine Fenstersicherung hält den Flügel im Rahmen fest, auch wenn jemand ein Hebelwerkzeug ansetzt. Das kostet Zeit, macht Lärm und erhöht das Risiko, entdeckt zu werden.

Wirksam ist eine Sicherung aber nur, wenn sie das Fenster an den richtigen Stellen erfasst. Die Polizei empfiehlt, mindestens Griffseite und Bandseite zu sichern, die Griffseite mit einer abschließbaren Sicherung. Außerdem müssen Rahmen und Befestigung die Kräfte aufnehmen können. Ein nachgerüstetes Fenster ist deshalb nicht automatisch so widerstandsfähig wie ein geprüftes Fenster der Widerstandsklasse RC 2.

Wann wird sie zum Thema?

  • Wenn ältere Fenster sicherer werden sollen, ein Fenstertausch aber noch nicht ansteht.
  • Bei gut erreichbaren Fenstern: im Erdgeschoss, an Terrasse und Balkon, im Keller oder über einem Vordach oder Garagendach.
  • Bei Fenstern, die oft gekippt sind, etwa im Bad oder im Keller. Für sie kann ein fest montiertes Gitter sinnvoll sein.
  • Nach einem Einbruch oder wenn Sie Hebelspuren am Rahmen entdecken.
  • Wenn ein Fachbetrieb die Fenster ohnehin einstellt oder repariert: Dann lässt sich prüfen, welche Sicherungen passen.

Gut zu wissen

  • Für Nachrüstprodukte gibt es die Norm DIN 18104. Teil 1 gilt für aufschraubbare Sicherungen, Teil 2 für Sicherungen im Falz. Die Polizei führt Verzeichnisse geprüfter Produkte und berät kostenlos und herstellerneutral.
  • Die Schutzwirkung hängt stark von der Montage ab. Ein Fachbetrieb prüft auch, ob Rahmen und Wand für die gewählte Sicherung geeignet sind.
  • Eine Fenstersicherung wirkt nur am geschlossenen und verriegelten Fenster. Gekippte Fenster sind offene Fenster, daran ändert auch die beste Sicherung nichts.
  • Dient ein Fenster im Notfall als Ausstieg, muss es sich von innen schnell öffnen lassen. Bewahren Sie Schlüssel für Zusatzschlösser griffbereit, aber von außen nicht sichtbar auf.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen aufschraubbarer Fenstersicherung und Pilzkopfverriegelung?

Aufschraubbare Sicherungen werden innen sichtbar auf Flügel und Rahmen montiert und lassen sich an fast jedem Fenster nachrüsten. Eine Pilzkopfverriegelung sitzt unsichtbar im Beschlag und kommt nur infrage, wenn das vorhandene Beschlagsystem es zulässt. Beide Arten gibt es als geprüfte Produkte nach DIN 18104.

Reicht ein abschließbarer Fenstergriff als Fenstersicherung?

Nein. Ein abschließbarer Griff blockiert den Beschlag in der geschlossenen Stellung, schützt aber nicht gegen Aufhebeln. Die Polizei empfiehlt ihn deshalb nur zusammen mit einem einbruchhemmenden Beschlag.

Wie viele Sicherungen braucht ein Fenster?

Als Faustregel nennt die Polizei je Meter Fensterhöhe eine Sicherung auf jeder Seite. Kleine Fenster brauchen mindestens zwei Sicherungen, große Fenster und Fenstertüren vier Sicherungspunkte. Gesichert werden sollten immer Griff- und Bandseite.

Kann ich Fenstersicherungen selbst montieren?

Aufschraubbare Sicherungen werden oft als Bausatz angeboten. Ihre Wirkung hängt aber davon ab, dass Schrauben, Schließteile und Befestigung zum Fenster passen. Die Polizei rät zu geprüften Produkten und einer fachgerechten Montage, am besten durch einen Fachbetrieb.

Sind Fenstersicherungen Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben sind Fenstersicherungen für private Wohnhäuser in der Regel nicht. Ihre Hausratversicherung kann aber nach vorhandenen Sicherungen fragen oder bestimmte Sicherungen voraussetzen. Was gilt, steht in Ihren Vertragsbedingungen.

Was kostet eine Fenstersicherung?

Das hängt von Art und Zahl der Sicherungen ab, von Größe und Zustand der Fenster und vom Montageaufwand. Einen belastbaren Preis gibt es erst nach einer Besichtigung und einem Angebot.

🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

Erstgespräch

Welche Risiken hat mein Eigenheim?

Eine kurze Einschätzung, unverbindlich und kostenlos.

Nach oben scrollen