Ausführlich erklärt
Brandklasse einfach erklärt
Was ist eine Brandklasse?
Brandklassen teilen Brände danach ein, welcher Stoff brennt. In Europa regelt das die Norm DIN EN 2. Sie unterscheidet fünf Klassen: feste Stoffe wie Holz, Papier oder Textilien (A), brennbare Flüssigkeiten und Stoffe, die beim Erhitzen flüssig werden, etwa Benzin, Heizöl oder Wachs (B), Gase wie Erdgas oder Propan (C), Metalle wie Magnesium (D) sowie Speiseöle und -fette (F). Die Klasse F für Küchenbrände kam mit der Ausgabe der Norm von 2005 hinzu.
Die Brandklassen stehen als Buchstaben und Piktogramme auf dem Etikett eines Feuerlöschers. Sie zeigen, für welche Brände das Gerät geprüft ist. Die Zahl vor dem Buchstaben gibt das Löschvermögen an, also wie groß das Prüffeuer war, das der Löscher in der Normprüfung gelöscht hat. Eine eigene Brandklasse E für Brände in elektrischen Anlagen gab es früher. Mit der europäischen Norm EN 2 ist sie entfallen.
Warum ist sie wichtig?
Ein Löschmittel, das bei einem Brand hilft, kann einen anderen verschlimmern. Wasser auf brennendem Fett führt zu einer Fettexplosion, auf brennenden Metallen zu heftigen Reaktionen. Kohlendioxid erstickt Flammen, erreicht aber keine tief sitzende Glut, sodass sich Holz oder Polster wieder entzünden können. Pulver- und Kohlendioxidlöscher eignen sich nicht für Fettbrände, weil das heiße Fett danach erneut aufflammen kann.
Einen Feuerlöscher für alle Fälle gibt es deshalb nicht. Im Haushalt kommt es vor allem auf die Klassen A und F an: Möbel, Textilien und Papier in den Wohnräumen, Speiseöl und Fett in der Küche. Für Wohnräume kommen häufig Schaum- oder Wasserlöscher in Frage, für die Küche ein Gerät der Brandklasse F.
Wann wird sie zum Thema?
- Beim Kauf eines Feuerlöschers: Wählen Sie ihn danach aus, was dort brennen kann, wo er hängen soll.
- In der Küche: Für brennendes Speiseöl oder Fett braucht es ein Gerät der Brandklasse F.
- In Garage und Werkstatt: Kraftstoff, Öle, Lacke und Lösemittel gehören zur Klasse B, Holz und Pappe zur Klasse A.
- Bei Brennstoffen im Haus: Brennholz für den Kaminofen zählt zur Klasse A, das Heizöl einer Ölheizung zur Klasse B.
- Bei Akkus und einem Batteriespeicher: Ihre Brände sind ein Sonderfall und lassen sich mit üblichen Feuerlöschern oft nicht dauerhaft löschen. Hier ist die Feuerwehr gefragt.
Gut zu wissen
- Auf dem Etikett steht auch, wie der Feuerlöscher bedient wird und mit welchem Mindestabstand er an elektrischen Anlagen eingesetzt werden darf. Lesen Sie es am besten schon beim Kauf.
- Brennendes Gas, etwa an einer Gasflasche, sollte nur gelöscht werden, wenn sich die Gaszufuhr sofort schließen lässt. Sonst strömt weiter Gas aus, sammelt sich und kann sich explosionsartig entzünden. Halten Sie Abstand und rufen Sie die Feuerwehr über 112.
- Metallbrände kommen im Haushalt selten vor. Sie brauchen spezielle Löschmittel wie Metallbrandpulver, Wasser kann sie heftig anfachen.
Häufige Fragen
Welche Brandklassen gibt es?
Nach DIN EN 2 gibt es fünf: A für feste Stoffe wie Holz, Papier oder Textilien, B für brennbare Flüssigkeiten, C für Gase, D für Metalle und F für Speiseöle und -fette. Jede Klasse hat ein eigenes Piktogramm auf dem Feuerlöscher.
Welche Brandklassen sind im Haushalt wichtig?
In Wohnräumen vor allem A, etwa bei Möbeln und Textilien, in der Küche F für brennendes Speiseöl und Fett. In Garage und Werkstatt kommt B dazu, zum Beispiel für Kraftstoff, Öle und Lacke.
Was bedeuten Zahl und Buchstabe auf dem Feuerlöscher?
Der Buchstabe nennt die Brandklasse, die Zahl davor das Löschvermögen. Sie beschreibt die Größe des Prüffeuers, das der Löscher in der Normprüfung gelöscht hat, bei der Brandklasse F zum Beispiel die Menge Speiseöl in Litern. Je höher die Zahl, desto größer das Löschvermögen.
Warum gibt es keine Brandklasse E?
Die frühere Brandklasse E für Brände in elektrischen Anlagen ist mit der europäischen Norm EN 2 entfallen. Heute dürfen Feuerlöscher an elektrischen Anlagen bis 1.000 Volt in der Regel eingesetzt werden, wenn der auf dem Etikett angegebene Mindestabstand eingehalten wird.
Gibt es eine Brandklasse für Akkubrände?
International hat die Norm ISO 3941 Anfang 2026 eine neue Brandklasse L für Brände von Lithium-Ionen-Batterien eingeführt. In die in Deutschland geltende DIN EN 2 und in die Prüfnormen für Feuerlöscher ist sie bislang nicht übernommen. Raucht oder brennt ein Akku, verlassen Sie den Raum, schließen die Tür und rufen die Feuerwehr über 112.
Was ist der Unterschied zwischen Brandklasse und Baustoffklasse?
Brandklassen teilen Brände nach dem brennenden Stoff ein und helfen bei der Wahl des Feuerlöschers. Baustoffklassen beschreiben dagegen, wie sich ein Baustoff im Feuer verhält, etwa nichtbrennbar oder schwer entflammbar. Auch Angaben wie F 30 oder F 90 bei Bauteilen haben mit der Brandklasse F nichts zu tun, sie nennen die Feuerwiderstandsdauer in Minuten.
🤖 Text KI-generiert und redaktionell zusammengestellt. Noch nicht fachlich freigegeben.

